RC 44: Schwieriger Einstand – Video Wieser gegen Coutts

Segel-Zampano Russell Coutts, Olympiasieger, Weltmeister und vierfach gekrönter AC-Champion, hat derzeit zwei Steckenpferde. Auf der einen Seite die Organisation der 34. Cup-Runde, die aller Voraussicht nach in Amerika und nicht vor 2013 über die Bühne geht, und auf der anderen Seite seine Leidenschaft in der Russell Coutts 44 One Design Klasse auszuleben. Vor mittlerweile fünf Jahren hat der vielleicht erfolgreichste Segler aller Zeiten seine Visionen vom perfekten One-Design-Boot umgesetzt – das kreierte Karbonmonster ist nicht weniger als ein America´s Cupper jüngster Generation im Kleinformat. Seit 2007 tingelt die RC44 Championship-Tour um den Globus, die Rennserie ist den Besten der Besten vorbehalten und in diesen Tagen erstmals im spanischen Valencia zu Gast. In der drittgrößten Stadt Spaniens, wo der America´s Cup vor drei Jahren eine Welle der Begeisterung ausgelöst hat, wurde mit den heutigen Match Race Entscheidungen die zweite Saisonhälfte der sieben Stationen umfassenden Tour eingeklatscht. Insgesamt elf Syndikate sind an der Linie, darunter die AEZ Mannen vom Team Austria, deren bevorzugter Bewerb, das Flottenrennen, am kommenden Freitag beginnt.

Im Duell jeder gegen jeden hatten die Österreicher bisher und fast erwartungsgemäß keine Chancen. Bei über fünf Windstärken verlor man gegen die BMW Oracle Segler um Russell Coutts, Team Subai (UAE), das von US-Superstar Terry Hutchinson dirigierte Artemis Team (SWE), Mascalzone Latino (ITA) und No Way Back (NED). „Wir waren heute zu sehr mit uns selber beschäftigt. Der Wind ist immer stärker geworden, am Schluss  waren Bedingungen die wir auf der RC nicht gewöhnt sind. Die anderen Teams sind seit Wochen vor Ort, wir erst seit einigen Tagen. Das hat heute den Unterschied ausgemacht”, so AEZ-Steuermann Christian Binder.

Ähnlich klingt die erste Zwischenbilanz von Trainer Alfred Pelinka. „Die Bedingungen sind uns nicht entgegen gekommen. Werner Jettmar, der heute erstmals als Großschot-Trimmer zum Einsatz kam, ist brutal ins kalte Wasser geworfen worden, schwieriger hätte sein Einstand nicht sein können. Er hat sich sehr gut geschlagen, braucht aber sicher noch ein wenig Zeit um dem Team bei Starkwind und Welle den nötigen Rückhalt zu geben.”

Das Match Race wird im Idealfall morgen abgeschlossen, BMW Oracle führt in den direkten Duellen mit vier Siegen.

Zwischenstand Match Race, 1. Tag:
1. BMW Oracle Racing               USA     4
9. AEZ RC44 Sailing Team       AUT     0

Links:
www.rc44.at

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Wieser gegen Coutts

Kategorie: Sail24, Aktualisiert am 28. Juli 2010 von sail24news | Anmelden