Meldung aus dem OK-Jolle-Klassenraum :

Unter harten Bedingungen segelten die OK ihre EM aus. Foto Robert Daeves

OK-Jollen

Petersen holt EM-Titel im Hagelschauer

Der Däne Bo Petersen, der gerade erst die Position eins in der Weltrangliste der OK-Jollen erklommen hat, hat sich bei der Europameisterschaft der Klasse auf dem Ijsselmeer auch zum kontinentalen Champion aufgeschwungen. Petersen gewann die EM unter harten Bedingungen vor den Briten Richard Burton und Charlie Cumbley. Bester Deutscher auf Platz sechs wurde der Segeberger Oliver Gronholz.

Petersen zeigte bei der Europameisterschaft eiskalte Nerven. Während die Bedingungen bei diesen Meisterschaften vor Medemblik am Schlusstag auf den Nullpunkt sanken, konnte der Däne ganz cool bleiben. Eiskalte Temperaturen, Hagelschauer und heftige Böen empfingen die 64 Segler am Morgen des letzten Tages. Über den Wert, an diesem Tag noch Wettfahrten zu segeln, wurde an Land heftig diskutiert. Doch während nach einem Hagelschauer noch Schneebälle geformt wurden, klarten die Bedingungen ein wenig auf und das stark reduzierte Feld wurde auf das Wasser geschickt. Dennoch blies der Wind mit dem Start zwischen 18 und 25 Knoten, und weitere Serien von Hagelschauern gingen durch das Feld. So blieb es schließlich bei dem einen Rennen, das Petersen als Achter beendete. Das war in der Serie von zuvor nur Top-5-Ergebnissen zwar das Streichresultat, Richard Burton konnte aber nicht mehr an dem Dänen vorbei. Obwohl der Brite das Abschlussrennen gewann, musste er sich mit einem Punkt Abstand hinter Petersen einreihen. Pech hatte sein Landsmann Charlie Cumbley. Im Laufe der Serie hatte er mit drei Tagessiegen die meisten Einzelerfolge eingefahren. Zum Abschluss brach ihm aber das Ruder, und er musste das Rennen aufgeben. Damit blieb ihm nur die Bronzemedaille. „Es war ein bisschen glücklich. Aber ich habe so viele Meisterschaften durch Pech verloren, dass ich diese nehme“, sagte Petersen, der nach 2013 zum zweiten Mal Europameister geworden ist. „Als ich die Wettervorhersage gehört habe, dachte ich, dass es schwer werden würde, den Titel zu sichern. Die Meisterschaft war sehr eng, aber in den sieben Rennen auch fair. Für Charlie tut es mir leid, dass er das Ruder im letzten Rennen gebrochen hat.“

Ein starkes Abschlussrennen lieferte Oliver Gronholz. In den schwierigen Bedingungen segelte er zum Abschluss auf den dritten Platz und setzte damit einer starken Serie die Krone auf. Nur knapp musste er sich den Ex-Weltmeistern Greg Wilcox (Neuseeland) auf Platz vier und Thomas Hansson-Mild (Schweden) geschlagen geben und landete schließlich auf dem sechsten Platz als bester Deutscher. In der weiteren Wertung platzierten sich Martin von Zimmermann (Hamburg) und Ralf Tietje (Steinhuder Meer) auf den Plätzen 15 und 17 noch in den Top-20.

Top-Ten-Ergebnisse: 1. Bo Petersen (Dänemark, 20 Punkte), 2. Richard Burton (Großbritannien, 21), 3. Charlie Cumbley (Großbritannien, 22), 4. Greg Wilcox (Neuseeland, 29), 5. Thomas Hansson-Mild (Schweden, 31), 6. Oliver Gronholz (Bad Segeberg, 34), 7. Rene Sarabia Johannsen (Dänemark, 42), 8. Jon Fish (Großbritannien, 51), 9. Dave Bourne (Großbritannien, 55), 10. Jørgen Lindhardtsen (Dänemark, 57)

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Veröffentlicht am : 25.04.2016