Meldung aus dem Contender-Klassenraum :

David Schafft gehört zu den erfolgreichsten deutschen Contender-Seglern, die direkt aus der Jugend in die sportliche Klasse eingestiegen sind. Foto Jeannette Geithner

Contender

Unterstützung für Contender-Einsteiger

**Die vielleicht am häufigsten diskutierte Frage nach einem Regatta-Tag auf dem Contender konnte auch die Saison 2015 wieder nicht beantworten: Wie schwer sollte man in diesem Boot idealerweise sein? **

Beim ersten Saison-Höhepunkt, der Deutschen Meisterschaft beim Schweriner Segler-Verein, pflügte das Feld der 50 Contender bei sechs Windstärken durch Ostsee-Wellen auf dem Schweriner See. Man war am besten schwer. Bei der Kieler Woche ermittelten die 47 Contender ihren Sieger in einem von Winddrehern dominierten Taktik-Krimi. Wenig Gewicht war hilfreich. Und bei der WM vor Medemblik wurden 137 Boote aus zwölf Ländern bei sechs bis sieben Windstärken erst vier Tage lang durch das aufgewühlte IJsselmeer gepeitscht, bevor am letzten Tag ein Schwachwind-Rennen die Entscheidung brachte. Der Titel ging an Simon Mussell aus Großbritannien. In der deutschen Rangliste setzte sich einmal mehr Christoph Homeier durch, der die IDM gewann und bei der WM als bester Deutscher Vierter wurde. Er ist weder besonders schwer noch leicht, aber vor allem ein guter Segler.
Die kommende Saison verspricht, ähnlich spannend und abwechslungsreich zu werden. Neben der WM in Kalifornien (April) sind die Kieler Woche (Juni), die EM im britischen Highcliffe (September) und die Deutsche Meisterschaft auf dem Zwischenahner Meer (Oktober) die Höhepunkte.
Um die Regattaaktivität von jungen Seglern zu unterstützen, hat die Contender-KV ihre Jugendförderung gestärkt. Der Umstieg von einer Jugendklasse in eine „Erwachsenen-Bootsklasse“ ist für viele junge Segler eine große Hürde. Der Wechsel des Wohnortes für Studium oder Ausbildung oder das fehlende Geld für ein eigenes Boot stehen vielen Jugendlichen bei der Fortsetzung ihres Hobbys im Wege. Im Bundesgebiet verteilt stellt die KV daher Boote zum Schnuppersegeln zur Verfügung, die sogenannte „Einsteigerflotte“. Gerne können interessierte mit diesen Booten auch an Regatten teilnehmen. Außerdem wird Jugendlichen die Hälfte ihrer Meldegelder durch die KV erstattet, bei internationalen Meisterschaften im Ausland sogar das gesamte Startgeld. Im Rahmen des „Contender-Förderkreises“ möchten nun erfahrene Contender-Segler den Unter-30-Jährigen in der Klasse zusätzlich durch private Spenden unter die Arme greifen. Das Ziel lautet, dass die Geförderten „mehr und besser“ segeln können sollen, etwa durch professionelle Trainings und Materialspenden. Die Contender-Klasse möchte damit jungen und ambitionierten Seglern eine attraktive Perspektive zur Fortsetzung ihres Regatta-Lebens bieten.
Sebastian Vagt

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Veröffentlicht am : 21.01.2016