Meldung aus dem J/70-Klassenraum :

Auf der Außenalster beschließt die Liga ihre Saison 2016. Foto: Lars Wehrmann/DSBL

Segel-Bundesliga-Finale

Dramatischer Liga-Showdown auf der Alster

Das Finale der Segel-Bundesliga spitzt sich an der Spitze und am Tabellenende zu einemdramatischen Showdown zu. Nach den ersten fünf Flights ist überraschend der Meisterschaftskampf zwischen Titelverteidiger Deutschen Touring Yacht-Club und dem Verein Seglerhaus am Wannsee, wieder offen. Am unteren Ende der Tabelle stemmen sich der Kieler YC und der Düsseldorfer YC vehement gegen den Abstieg.

Noch ist allerdings erst ein Drittel der geplanten Rennen vom Finale auf der Hamburger Außenalster gesegelt, und so sind im Hamburger Ranking noch viele Verschiebungen möglich. Dennoch überrascht bisher die Leistungsdelle des DTYC. Der Champions-League-Sieger lieferte bisher in der Saison souveräne Leistungen ab und hatte sich vor dem Finale einen Elf-Punkte-Vorsprung in der Tabelle vor den Berlinern erarbeitet. Dieses Polster ist nun aber nach dem ersten Tag in Hamburg aufgebraucht. Während die Crew vom Starnberger See noch überhaupt nicht in die Spur gefunden hat und nach fünf mäßigen Rennen lediglich auf Rang zwölf rangiert, segelte das VSaW-Team um Steuermann Malte Kamrath in jedem Rennen in der Spitzengruppe mit und führt die Hamburger Tabelle mit drei Siegen, einem zweiten und einem dritten Platz vor dem Düsseldorfer YC und dem Münchner YC an. Julian Stückl steht mit seinem DTYC-Team an den beiden folgenden Tagen erheblich unter Druck, wenn er am Samstag gegen 16.30 Uhr tatsächlich zum zweiten Mal in Folge die Meisterschale in die Luft stemmen will. Der im Saisonranking bisher drittplatzierte Lindauer SC scheint dagegen nach dem ersten Tag von Hamburg nicht mehr in das Titelrennen eingreifen zu können. Er hat als aktuell Achter von Hamburg aber beste Aussichten, den für die Champions League wichtigen dritten Platz halten zu können.

Am Tabellenende müssen sich hingegen die SV Itzehoe und der YC Berlin-Grünau immer mehr mit dem direkten Abstieg anfreunden. Nicht nur in der Saisonwertung, sondern auch nach dem ersten Tag von Hamburg zieren die Mannschaften um Christian Soyka (SVI) und Eiko Powilleit (YCBG) das Tabellenende. Noch keine Tendenz zeigt sich darin, wer als drittes Team direkt in die Zweite Liga rutscht. Der Lübecker YC mit Ex-Olympiasegler Simon Grotelüschen am Ruder ist nach seinem guten Auftreten beim vergangenen Event in Kiel nun wieder in höchste Not geraten. Als derzeit 14. von Hamburg würde er wichtige Punkte gegenüber den direkten Konkurrenten verlieren.

Zu diesen Konkurrenten zählt der Kieler YC, der sich mit Julian Ramm vorerst auf Platz zehn halten kann. Damit würden die Kieler den Sprung in die Relegation schaffen. Noch besser ist der ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebende Düsseldorfer YC unterwegs. Als aktuell Zweiter von Hamburg würde sich das Team von Jan-Philipp Hofmann aller Abstiegs- und Relegationssorgen entledigen.

Ralf Abratis

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Veröffentlicht am : 27.10.2016