Meldung aus dem J/70-Klassenraum :

Klassenpräsident Jürgen Waldheim (hier mit seiner Frau Zoë bei der EM in Monaco) freut sich über die gute Entwicklung der J/70. Foto Sven Jürgensen

J/70

J/70 gibt das Tempo vor

**Nach einem Jahr mit herausragenden Ereignissen in Europa kann die J/70-KV auf eine weitere starke Entwicklung der Klasse zurückblicken. **

Die WM in La Rochelle und die EM in Monaco haben das Standing der J/70 als die derzeit am schnellsten wachsende Sportboot-Klasse weiter bekräftigt. Für 2016 dürfen sich die deutschen J/70-Segler nun auf die Europameisterschaft zur Kieler Woche in heimischen Gefilden freuen sowie die deutschen Titelkämpfe in Berlin, die das Jahr des 125-jährigen Bestehens des Potsdamer YC bereichern, der mit dem Berliner YC diese Meisterschaft im September ausrichten wird.

„Die Klasse hat weltweit eine sehr gute Entwicklung genommen. Der skandinavische Bereich wächst, vor allem die Schweden sind sehr interessiert“, berichtet Jürgen Waldheim, der Präsident der internationalen und deutschen Klassenvereinigung. Der Berliner Rechtsanwalt weiß schon seit seiner Zeit als 505er-Vorsitzender, welche Faktoren für die Entwicklung einer KV wichtig sind. Denn nicht nur das Sportliche, sondern auch das Gesellschaftliche will gepflegt sein. So ist Monaco für die Klasse ein Glücksfall. Der dortige Club hat die J/70 zu seiner Sportboot-Klasse erkoren und bietet mit der Winter Series eine attraktive Regattaserie an. Dazu war die EM im Herbst trotz schwieriger Windverhältnisse ein Höhepunkt. „Ein Social Event wie in Monaco kann man kaum toppen. Aber ich gehe davon aus, dass wir zur Kieler Woche über dem üblichen Kieler Standard hinaus verwöhnt werden. Seglerisch wird die Europameisterschaft im Juni auf jeden Fall ein Highlight“, sagt Waldheim. Die Europa- und die nationale Meisterschaft werden die deutsche Regattaszene weiter beleben. Derzeit gibt es in Deutschland weit mehr als 100 Boote. Der Stand von rund 70 KV-Mitgliedern ist allerdings noch steigerungsfähig.

„Die Klassenregatten laufen aber gut an. Selbst zu den kleinen Veranstaltungen sind zwischen 10 und 20 Boote am Start“, so Waldheim. Und sowohl am Bodensee und in Berlin entwickeln sich mit den Battles Regatten, die sich an den Bundesliga-Modus anpassen. „Wir müssen sehen, wie wir diese erfolgreichen Formate in die Rangliste mit einbeziehen. Möglich wäre ein schwächerer Faktor für die Kurzregatten.

Standard bleiben aber Wettfahrten mit einer Länge von 40 bis 50 Minuten“, sagt Waldheim und blickt zuversichtlich auf die Entwicklung der Klasse mit den starken Keimzellen am Bodensee und in Berlin, aber auch im Westen, auf der Alster und im Kieler Bereich.

Hermann Hell

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Veröffentlicht am : 21.01.2016