Meldung aus dem J/70-Klassenraum :

Segel-Bundesliga expandiert: Pokal, Regionalligen, Junioren-Ligen

Segel-Bundesliga

Segel-Bundesliga expandiert: Pokal, Regionalligen, Junioren-Ligen

Das Erfolgsmodell der Segel-Bundesliga wird in 2017 auf eine breitere Basis gestellt. Nachdem in den vergangenen Jahren stets 60 Vereine bei der Qualifikation in Glücksburg versuchten, in die Zweite Liga aufzurücken und damit Teil der 36 Clubs zu sein, die in Erster und Zweiter Liga die besten Clubschaften kürten, wird ab diesem Jahr ein Regionalliga- und Juniorenliga-Unterbau geschaffen.

In den vier Regionen (Nord, Ost, Süd und West) werden jeweils Regionalligen (mit mindestens 10 Vereinen) und Juniorenligen eingerichtet. Die segeln nicht nur intern ihre Besten aus, sondern haben auch die Chance, sich über den „Deutsche Segel-Liga-Pokal“ (DSL-Pokal) mit den Top-Teams der Ersten und Zweiten Liga zu messen. Somit könnte die Anzahl der Vereine, die aktiv am Ligabetrieb beteiligt sind, auf über 100 Clubs anwachsen. Rund 1.000 Regatta-Segler greifen damit in das Geschehen ein und machen die Deutsche Segel-Bundesliga zur größten Regatta-Serie in Deutschand.

Der neu gegründete Deutsche Segel-Liga-Pokal (DSL-Pokal) ersetzt ab Herbst 2017 die bisherige Qualifikation für die 2. Segel-Bundesliga. Insgesamt nehmen 54 Segelvereine aus der Ersten und Zweiten Bundesliga, den vier Regionalligen und der Junioren-Liga teil. „Der neue DSL-Pokal wird analog zum Fußball die verschiedenen Ebenen des Liga-Segelsports zusammenführen und ein spannendes Aufeinandertreffen zwischen den ‚Profis’ aus der 1. und 2. Bundesliga und den ‚Amateuren’ der Regionalligen und der Junioren-Liga schaffen“, erklärt Ole v. Studnitz, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Segel-Liga e.V. (DSL). „Darüber hinaus dient diese Veranstaltung als Qualifikation für den Aufstieg aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga.“ Am Liga-Pokal nehmen teil: die beiden Erstplatzierten aus der Ersten Liga, die Plätze 1 und 2 sowie 13 bis 18 aus der Zweiten Liga, die jeweils zehn Top-Team aus den vier Regionalligen und die Erstplatzierten aus den Junioren-Ligen. Damit summiert sich die Anzahl der Starter auf 54, die den Ligapokal aussegeln.

Für die Regional- und Juniorenligisten sowie die Ränge 13 bis 18 der Zweiten Liga ist der Pokal aber auch noch für den Einstieg in das Zweitligageschehen für 2018 wichtig. Denn die besten zwei Vereine, die noch kein Team in der Ersten oder Zweiten Liga haben, segeln 2018 in der Zweiten Liga auf. Damit können sich also Zweitligisten den Klassenerhalt sichern oder Regional- bzw. Juniorenligisten in die Liga aufsteigen. Vier der sechs Aufstiegsplätze sind indes bereits besetzt. Die jeweiligen Sieger der Regionalligen steigen direkt in die Zweite Liga auf.

„Wir haben jetzt ein solides und klar strukturiertes Fundament für den Liga-Sport in Deutschland aufgebaut“, meint Oliver Schwall, Geschäftsführer der DSBL GmbH. „Mit den Regionalligen und der Junioren-Liga eröffnen wir allen ambitionierten Segel-Clubs und ihren Mitgliedern in Deutschland den direkten Einstieg ins Liga-Segeln.“

Die Regionalliga-Events mit integrierter Wertung für die Junioren-Liga werden je nach Region entweder als Einzelevent oder im Rahmen einer J/70-Klassenregatten ausgerichtet, um den Aufwand zu minimieren. Veranstalter und Ausrichter sind die jeweils durchführenden Vereine der betreffenden Regatten. In der Deutschen Junioren Segel-Liga übernimmt der DSL die Schirmherrschaft und sorgt für den notwendigen Know-How-Transfer. Florian Weser, Vorsitzender des DSL, betont: „Damit ist es uns gelungen, eine Antwort auf den ungebrochenen Ansturm auf die Segel-Bundesliga zu finden. Wir freuen uns sehr, dass die Mehrheit unserer Clubs sowie die J/70-Klassenvereinigung uns auf diesem Weg unterstützen.“

Ralf Abratis

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Veröffentlicht am : 23.03.2017