Meldung aus dem J/80-Klassenraum :

Die J/80 kamen mit einer Flotte von 19 Booten nach Flensburg. Foto okpress

Flensburger Fördewoche

Menzner-Crew holt vor Flensburg achten German-Open-Titel

Am ersten Wochenende der Flensburger Fördewoche des FSC standen traditionell die Einheitsklassen mit ihren Titelentscheidungen im Mittelpunkt. In drei Klassen wurden die national Besten ermittelt, und bei den J/80 setzte sich mit Martin Menzner (Kiel) der Abonnementsieger bei den German Open durch.

Die German and Danish Open der X79 gewann der Däne Michael Nielsen, und beim Deutschen Expressen-Pokal stand eine reine Kieler Familiencrew um Steuerfrau Jule Görge an der Spitze.

Die Hochdruckwetterlage über Deutschland bescherte den Segler bei der Fördewoche ein sommerliches Wochenende mit meist schwachen Winden. Doch die Einheitsklassen konnten ein volles Programm segeln.

Bei der J/80 begann die Menzner-Crew fast standesgemäß mit drei Siegen die Wettfahrtserie und setzte sich gleich an die Spitze der 19 Crews. Doch der zweite Tag lief alles anderes als nach Plan für die Kieler von der „Pike“. Zu verhalten gingen sie in die Starts, legten dazu in dem löchrigen Wind zu viele Parkzeiten ein. Zwei mäßige Ergebnisse waren die Folge, und die Konkurrenz, vor allem der Klassen-Neuling Ulf Pleßmann (Altländer YC), der sich am ersten Tag noch einen deftigen Patzer erlaubt hatte, holte auf. Pleßmann lag nach Punkten vor dem finalen Tag sogar mit der „Pike“ gleichauf. Am dritten Tag segelte die Menzner-Crew vom Kieler YC zwar immer noch nicht optimal, landete aber aufgrund des hohen Bootspeeds die bessere Serie als Pleßmann und sicherte sich schließlich mit einem Sieg zum Abschluss den achten GO-Sieg vor Pleßmann und der Crew von Hauke Krüss (WSC Helgoland). „Mit 19 Booten hatten wir eine starke Flotte am Start, auch wenn einige regelmäßige Teilnehmer der Vergangenheit gefehlt haben. Aber es sind auch drei neue Boote dabei, und mit dem Einstieg von Ulf Pleßmann ist die Qualität noch mal angestiegen“, berichtete Martin Menzner.

Die kleine Schar der X/79 ermittelte vor Glücksburg ihre deutsch-dänischen Meister. Und an der Spitze entwickelte sich auch ein enges Duell beider Nationen. Michael Nielsen aus Aalborg hatte sich einen harten Kampf mit Michael Ilgenstein vom gastgebenden Flensburger SC zu liefern. Am Ende waren beide Mannschaften punktgleich. Nielsen sicherte sich den Titel nur aufgrund der größeren Anzahl an ersten Plätzen (vier gegenüber drei von Ilgenstein). Auf Rang drei landete Uwe Sponnagel aus Hamburg.

Die Absage der Deutschen Meisterschaft der 49erFX kreierte bei den Express-Yachten für die Familie Görge neue Möglichkeiten. Jule und Lotta Görge, die ursprünglich für die Skiff-Meisterschaft vor Travemünde gemeldet hatten, heuerten auf dem Familienboot an und brachten damit die Fünfer-Crew auf Siegkurs. Mit einer konstanten Serie in den fünf Wettfahrten steuerte Jule Görge das Kieler Boot zum Sieg vor den beiden dänischen Verfolgern von Jesper Nörbo Sörensen und Christian Kronow.

Die in der Flensburger Förde beliebte International 806 vervollständigte das Programm auf der Innenbahn der Förde. Hier gab es einen dänischen Dreifach-Triumph mit Sören Meinertsen vor Anette Hoff und Leif Melchor.

Neben den Einheitsklassen gingen auch die Yachten nach Vermessungsformel an den Start. Bei den Kurzwettfahrten um den Nospa-Cup lag am Ende der vier Wettfahrten die „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (Flensburg) in der ORC I+II an der Spitze, die ORC III gewann überlegen die „Halbtrocken“ von Knut Freudenberg (Amrum), und in der neu eingeführten ORC IV hatte Thorben Strube mit der kleinen J/22 „Bananajama“ den Bug vorn. Die Langstrecken-Regatta Lyö-Rund gewann in ORC-Club Tim Behrendt mit der „Frida“, in der Doublehand-Wertung war Morten Bogacki mit der kleinen Pogo 6.50 am schnellsten unterwegs.

Ralf Abratis

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Veröffentlicht am : 12.09.2016