Meldung aus dem Laser-Klassenraum :

Philipp Buhl musste sich diesmal mit WM-Platz acht begnügen. Foto okpress

Laser-WM

Buhl segelt mit Abschlusspatzer am Podium vorbei

Der Traum, vor den Olympischen Spielen noch eine WM-Medaille einzufahren und daher mit breiter Brust nach Rio zu reisen, ist für Deutschlands Laser-Ass Philipp Buhl nicht in Erfüllung gegangen. Bei der WM in Mexiko setzte der Allgäuer im letzten Rennen alles auf eine Karte, um noch von Platz vier auf das Podium zu springen – und verlor. Am Ende blieb Rang acht.

Nach den beiden Meisterschaftsmedaillen im vergangenen Jahr (Silber bei EM und WM) wollte Buhl eine weitere Plakette für die Sammlung. Doch die Titelkämpfe waren für Buhl ein ständiges Auf und Ab. Nach einem guten Start mit einem zwölften und einem dritten Platz in der Qualifikationsserie kassierte er durch eine Disqualifikation früh sein Streichergebnis. Doch Buhl ließ sich nicht aus dem Kurs werfen, zog mit weiteren Top-Ten-Platzierungen als Neunter in die Finalserie ein. Dort erwischte es ihn erneut. Ein 38. Rang schien lange das zweite Streichresultat zu sein. Doch mit den weiteren Plätzen 2, 3, 25, 9 arbeitete sich der deutsche Olympia-Starter wieder an das Podium heran, ging als Vierter in das letzte Rennen.

Für eine Medaille musste aber eine erneute Top-Platzierung her, und Buhl entschied sich für volles Risiko. Er ging nach dem Start auf die linke Seite, sah dort auch kurzzeitig gut aus. Doch als der Dreher einsetzte, wurde der Deutsche weit zurückgeworfen. Lediglich als 55. – und damit als Vorletzter in der Goldflotte – erreichte er schließlich das Ziel. Damit rutschte er noch vom vierten auf den achten Platz ab.

„Es hat diesmal nicht sein sollen. Ein paar wichtige Dinge sind schief gelaufen, einige davon waren nicht meine Fehler“, sagte Buhl und spielte damit auf Crashes mit den Gegnern und Entscheidungen der Jury auf dem Wasser an. „Aber vor dem letzten Rennen hatte ich noch die kleine Chance auf die Bronzemedaille. Ich habe alles für die Medaillen-Chance riskiert. Ich habe alles gegeben und sah auch zwei Minuten lang großartig aus – aber eben nur zwei Minuten bevor der entscheidende Winddreher kam. Gratulationen an Nick Thompson, Jean Baptiste Bernaz und Rutger van Schaardenburg zu den Medaillen. Es war ein großartiges Event mit einer Menge Spaß. Und wie bei den Lasern üblich war es ein unglaublichlich enger Kampf.“

Während Buhl sein Topergebnis aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholen konnte, gelang dem Briten Nick Thompson die Titelverteidigung. Er legte gleich mit zwei Siegen zum Einstieg in die Meisterschaft los und war mit Ausnahme des vorletzten Rennens stets im Vorderfeld zu finden. Damit sicherte er sich einen überlegenen WM-Sieg vor dem Franzosen Bernaz und dem Niederländer van Schaardenburg.

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Veröffentlicht am : 19.05.2016