Meldung aus dem Laser-Klassenraum :

Guido Gallinaro (Italien) kämpfte sich bei den Jungen an die Spitze

Laser 4.7-Jugend-WM

Die Gold Fleet verzeiht keine Fehler

Federica Cattarozzi (Italien), die Top-Seglerin der Qualifikationsrunde, stürzte am ersten Tag der Finalrennen aus der Top Drei-Wertung, Emma Savelon (Niederlande) setzte sich an die Spitze der Mädchen. Spannend bleibt es auch bei den Jungen, wo Guido Gallinaro (Italien) dem Griechen Dimitrios Papadimitriou die Führung abjagen konnte. Julia Büsselberg (Berlin) liegt zurzeit in den Punkterängen.

Konstante Windbedingungen zwischen 14 und 17 Knoten aus Nordwest sorgten für spannende Wettfahrten mit vielen Führungswechseln am ersten Finaltag der Laser 4.7-Jugend-Weltmeisterschaft. Vor allem das zweite Finalrennen der Jungen war ein regelrechter Krimi. Guido Gallinaro, der neue Gesamtführende, war noch voller Adrenalin, als er vom Wasser zurückkam. „Ich hatte einen guten Start, nah bei Dimitrios (Papadimitriou). Zusammen gingen wir um die erste Marke, dann konnte ich mich vor ihn setzen. Doch auf dem Halbwinder riss das Verstellbändsel meines Ausreitgurtes und ich fiel ins Wasser!“ Daraufhin schnappte sich Dimitrios Papadimitriou wieder die Führung. Der Italiener Gallinaro blieb ihm trotz des Missgeschicks auf den Fersen. Dann, kurz vor dem Ziel, glitt Papadimitriou der Pinnenausleger aus den Händen. Dieses kurze Stolpern nutzte der Italiener zum Überholen und rettete die Führung ins Ziel. Nervös sei er nicht vor dem Finaltag, sagte Guido Gallinaro, U16-Europameister 2016; nur glücklich über seine Leistung auf dem Wasser.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Guido Gallinaros Teamkollegin Federica Cattarozzi:
Die 16-Jährige, die souverän geführt hatte, kam am ersten Finaltag überhaupt nicht zurecht, fuhr einen 39. und einen 31. Platz. Auch Emma Savelon (Niederlande) leistete sich im ersten Rennen mit einem 43. Platz einen Ausrutscher, beendete das zweite Rennen jedoch als Vierte und geht als Gesamtführende in den Finaltag der Laser 4.7-Jugend-WM.

Den Beweis, dass nach dem Ende der Qualifikationsregatten die Karten wieder neu gemischt werden, erbrachte Juli Baruch aus Israel. Die 16-Jährige vom renommierten Segelclub Sdot Yam segelte zwei zweite Plätze und katapultiere sich vom sechsten auf den zweiten Gesamtrang. „In das erste Rennen bin ich schlecht gestartet, lag bei der ersten Bahnmarke noch auf Platz 15. Doch dann konnte ich Mädchen für Mädchen überholen, der Bootsspeed stimmte!“, sagte eine äußerst zufriedene Juli Baruch nach der Rückkehr an Land. Ob sie vor dem Finaltag nervös sei? „Total! Ich glaube, heute Nacht bekomme ich kein Auge zu.“

Julia Büsselberg (Berlin) liegt nach einem 16. und einem fünften Platz aktuell auf dem sechsten Gesamtplatz und damit in den Punkterängen.

Morgen um 11 Uhr fällt das erste Ankündigungssignal für die entscheidenden Wettfahrten der Laser 4.7-Jugend-WM. Der Wind bleibt ähnlich wie heute: Nordwest, 13 bis 17 Knoten, in Spitzen 25. Die Entscheidung der Gold Fleet der Jungen kann morgen per Tracking und Live-Stream verfolgt werden.

Aufgrund von laufenden Protesten zum Veröffentlichungszeitpunkt sind die Ergebnisse nur vorläufig.

Ergebnisse Mädchen:
1. Emma Savelon (Niederlande, 31 Punkte), 2. Juli Baruch (Israel, 47), 3. Mariia Kislukhina, Russland, 49), 4. Annabelle Westerhof (Niederlande, 60), 5. Federica Cattarozzi (Italien, 67), 6. Julia Büsselberg (Berlin, 73)

Ergebnisse Jungen:
1. Guido Gallinaro (Italien, 19 Punkte), 2. Dimitrios Papadimitriou (Griechenland, 25), 3. Elia Vitali (Italien, 59), 4. Pere Ponseti (Spanien, 60), 5. Uffe Tomasgaard (Norwegen, 61), 6. Andrey De Oliveira Godoy (Brasilien, 66)

Björn Jonas

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Veröffentlicht am : 06.08.2016