Meldung aus dem Alle Klassen-Klassenraum :

Die stehende Welle in der Halle 8a wird eine der Hauptattraktionen der boot 2018 werden. Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann

49. Wassersportmesse in Düsseldorf

boot Düsseldorf in den Startlöchern für Rekordmesse

Nie zuvor war die boot Düsseldorf größer als 2018. Vom 20. bis 28. Januar wird die weltgrößte Wassersport-Ausstellung mit 1800 Ausstellern und einer weiter wachsenden Ausstellungsfläche die bisherigen Rekordmarken übertreffen. „Wir können ein Plus an teilnehmenden Unternehmen vermelden, das unsere kühnsten Träume übertrifft“, sagte boot Director Petros Michelidakis bei der Vorab-Pressekonferenz.

Der Andrang auf die boot ist zu ihrer 49. Auflage so riesig, dass nicht alle potentiellen Aussteller tatsächlich zum Zuge kommen werden. „Es ist, als lade man zehn Freunde zum Essen ein, koche für zwölf und es kommen 20“, so Michelidakis, der sich über den Zuwachs in den vergangenen zwei Jahren zwar freut, aber auch darunter leidet, dass „wir nicht alle glücklich machen können“. Von 2009 bis 2016 ist die Ausstellungsfläche um 5500 m² angewachsen. „Das war eine sehr gesunde Entwicklung“, sagte Michelidakis. Von 2016 auf 2017 stieg die Fläche dann innerhalb von nur einem Jahr erneut um 5500 m². Und nun könnte der Zuwachs gar doppelt so groß sein, wenn die Hallenkapazitäten das hergeben würden.

Zwar ist das boot-Team durchaus findig beim Ausloten neuer Möglichkeiten, um mehr interessierte Aussteller zum Zuge kommen zu lassen, nutzt auch mal die Galerie als Ausstellungsfläche und schafft Platz durch das Zusammenlegen von Multihull-Forum und Segel-Center. Doch an der Konzeption der Messe mit der themenorientierten Aufteilung in den Hallen wird nicht gerüttelt. Im Zuge der Baumaßnahmen auf dem Messegelände werden sich die Besucher indes auf einige Veränderungen und Verschiebungen einrichten müssen. Die Hallen 1und 2 sind inzwischen abgerissen und weichen einem Neubau. „Das wird die schönste Halle der Welt“, so Michelidakis. Doch bevor das Schmuckstück mit der 15 Meter hohen Decke und einer Fläche von 13.000 m² bezugsfertig ist, müssen sich die Trendsportarten eine neue Heimat suchen. Sie ziehen mit einem riesigen Erlebnis-Angebot in die Halle 8a ein, die sogar 1000 m² mehr bietet als die beiden bisherigen Hallen. Hier kann auf insgesamt 13.000 m² hautnah gespürt werden, was Trend ist im Wassersport.

SUP steht weiterhin hoch im Kurs. Stand-up-Paddling lässt sich in fast allen Gewässern und bei unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen ausüben. Die boot 2018 erweitert dementsprechend ihr Aktionsbecken auf nun 65 Metern Länge. Hier wird es eine besonders actionreiche Variante des SUP geben: Mit den neuen Foiling-Boards lässt sich rasant über das Wasser schweben. Auch das Windsurfen zieht mit dem Tow-In mit frischem Wind in die Halle 8a ein. Viktoria Marx, für den Trendsportbereich auf der boot zuständig, freut sich zudem über eine weitere Attraktion: „THE WAVE ist bei der boot 2017 mit einem Paukenschlag gestartet und hat in ihrem Sog internationale Board-Hersteller mitgezogen. 2018 werden wir deshalb, nach jahrelanger Abstinenz, wieder die führende Riege an Produzenten von trendigen Boards bei uns haben.“ Im 65 Meter langen und 1.400 Quadratmeter großen Flatwater-Pool gibt’s täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr Spaß und Action. Für den Ritt auf der echten Deepwater WAVE aus dem Hause des citywave Unternehmens müssen sich die Besucher im Vorfeld der Messe auf thewave.boot.de anmelden und einen Slot buchen. Hier gibt es für Anfänger langsamere und flachere und für Fortgeschrittene und Pros bis 1,50 Meter hohe, schnellere Wellen.

Auch der Tauchsport ist zur Boot groß vertreten. Die Halle 3 ist komplett durch die Unterwasser-Sportler ausgebucht, obwohl Tauchen einer der wenigen Bereiche im Wassersport ist, der dem aktuellen Wachstumstrend hinter hinkt. In der Vergangenheit war Ägypten der Motor für die Entwicklung im Tauchsport. Doch diese Destination ist durch die unsichere Lage auf der Schnittstelle zwischen Afrika und Asien deutlich geschrumpft. Dennoch ist Tauchen ein Breitensport. Immer mehr Tauchreviere liegen für die Fans nicht mehr in weit entfernten Reisedestinationen, sondern vielmehr auch in Seen, Flüssen oder Indoor-Tauchstationen in den großen europäischen Ballungsgebieten. Für 2018 wird die Mitmach-Fläche rund um das Schnuppertauchbecken und den Tauchturm noch attraktiver. In Gestalt einer Tauchbasis lädt das Dive Center alle Tauchfreunde zum Shoppen und Austausch mit Gleichgesinnten ein.

Wie 2017 begonnen, werden auch zur boot 2018 zahlreiche Anbieter von Sport- und Zugbooten (Tow Boats) ihre Heimat in der Halle 4 haben und damit thematisch zu den Nachbarhallen aufschließen. Hervorragend gebucht sind die Hallen 5, 6 und 7a. In den sogenannten Luxushallen gibt es vom schnellen und schnittigen Tender, schnellen Tow-In Motorbooten bis hin zu großen Luxusyachten viel zu sehen und zu bestaunen. Arne von Heimendahl, Project Manager der boot, sagt dazu: „Wir freuen uns sehr, dass wir 2018 im Luxusbereich noch größer, besser und vielfältiger aufgestellt sind, als wir es ohnehin immer schon waren. Spannend wird die Anreise der Yachten, die auf dem Wasserweg nach Düsseldorf kommen. Auf einem Ponton treten sie die Reise in Rotterdam über den Rhein gemeinsam nach Düsseldorf an und werden Anfang Januar bei uns vor Anker gehen.“ In die Halle 7a führt der Weg alle, die es noch luxuriöser und größer lieben. Hier präsentieren sich internationale Werften, die Yachten mit über 40 Metern Länge bauen.

Motorboote und -yachten, Boote mit Außenbordern sowie Jetskis zieren die Hallen 9 und 10. Diese sind schon Monate vor der boot 2018 vollkommen ausgebucht. Von Heimendahl: „Wir hatten in diesem Jahr einen richtigen Run auf die beiden Hallen. Hier ist alles, was im internationalen Motorbootmarkt Rang und Namen hat, dabei. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Motorbooteigner werden in den beiden Hallen ein attraktives Angebot finden.“ Tipps für Einsteiger gibt es am Stand von START BOATING in Halle 10.

Ein wahres Zubehör-Paradies für Tüftler ist die Halle 11. Hier können sich Motorbootfahrer und Segler mit dem neuesten Equipment und der neuesten Elektronik für ihr Schiff ausstatten. Darüber hinaus stehen im Refit Center Experten aus der Bootsszene zur Beratung beim Restaurieren und Aufarbeiten von Gebrauchtbooten zur Verfügung. Und in der Halle 12 gibt es ein breites Angebot an maritimer Kleidung, Dekoration und Accessoires für die Pantry oder den Salon an Bord, aber auch Fun-Wasserspielzeuge. Für die Kids kehrt auch die Piraten-Hüpfburg zurück auf die boot, so können die Eltern in Ruhe an den Ständen stöbern und die Kleinen sich austoben. Ebenfalls in Halle 12 gibt es die boot.club Lounge mit freiem W-LAN-Zugang für alle Mitglieder. Die Mitgliedschaft im boot.club ist kostenlos und beinhaltet die Berechtigung zum Erwerb günstiger Online-Tickets, nur 15,00 Euro, für die boot. Derzeit sind schon mehr als 90.000 Menschen Mitglied im club und nutzen seine Vorteile (www.boot.de).

Urlaub am und auf dem Wasser ist das Thema in der Halle 13. Ein 90 Meter langer Flusslauf lädt zum Testpaddeln ein, und auf der Bühne in der neuen Travel World werden die schönsten Destinationen für einen wassersportiven Urlaub vorgestellt. Ein neuer, interessanter Aspekt auf der boot ist der Themenbereich „Urlaub auf dem Wasser“. In der Halle 13 der boot gibt es sowohl Anbieter von Hausbooten als auch Charterer und namhafte Reisebüros bei denen der Urlaub direkt gebucht werden kann. Marinas, Charterunternehmen und Segelschulen entführen in der Halle 14 in beliebte internationale Segelreviere. Selbst Hand an die Pinne legen, können Kinder und junggebliebene Segelfans auf dem Becken der boot Sailing School. Riesige Windmaschinen sorgen für eine steife Brise und lassen die Jollen über das Wasser gleiten. Ebenfalls in Halle 14 am Start sind die Wassersportverbände, die umfangreich über das Segeln und Motorbootfahren auf Meeren, Wasserstraßen und Seen informieren und allen Aktiven mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mit 200 Ausstellern vom Vercharterer bis zu den Marinas und den Agenten für Urlaubsreisen bieten diese Hallen das größte Netzwerk in der Wassersport-Tourismus-Branchen.

„Ein Blick in die Hallen 15 bis 17 lässt das Herz eines jeden Seglers höher schlagen. Wir erwarten zahlreiche Bootspremieren auch im Bereich der großen 60- bis 70-Fuß Segelyachten. Die Hallen sind absolut vollgepackt“, kündigt Petros Michelidakis an und ergänzt: „Im Bereich der Mehrrumpfboote verzeichnen wir gerade ein deutliches Wachstum. Ausgehend von einem wahren Boom für den Segelsport, ist auch das Interesse an Multihull-Modellen sprunghaft gestiegen.“ Aktuelle Entwicklungen und Trends wie Foiling, aber auch spannende Berichte von Profis und Blauwasserseglern sind Themen auf der Segelbühne in der Halle 15. Eingebettet in 20 Stände der Klassenvereinigungen wird mit über 200 Programmpunkten und mehr als 70 Referenten neun Tage lang für alle Facetten des Segelsports im Sailing Center gesorgt, initiiert von der Segler-Zeitung.

Der Meeres- und Gewässerschutz ist seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen der boot Düsseldorf. Auf der boot 2017 rief Fürst Albert von Monaco im Namen seiner Foundation gemeinsam mit der Deutschen Meeresstiftung sowie der boot erstmals Projekte aus Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft auf, sich um den „ocean tribute“ Award 2018 zu bewerben. „Und das schnellst möglich“, betont boot Chef Petros Michelidakis, „unsere renommierte Fachjury geht sehr gewissenhaft mit den Bewerbungen um und wird jede einzelne intensiv auf ihren Nutzen für den Gewässerschutz prüfen. Das erfordert viel Zeit.“ Interessante Projekte können sich unter der Adresse award@boot.de anmelden und ihr Konzept auf maximal zwei Seiten vorstellen und skizzieren. Wichtig sind dabei Angaben zu den Zielen, der Zielgruppe, der methodischen und organisatorischen Umsetzung sowie den Ergebnissen und Akteuren im Team. Die Jury wird anschließend die nominierten Projekte auswählen, die auf https://oceantributeaward.boot.de der Öffentlichkeit mit Foto- und Videomaterial vorgestellt werden. Die Gewinner der drei Preise in den Kategorien Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft werden im Januar 2018 auf der boot in Düsseldorf verkündet und prämiert.

Ideale Fläche für die Präsentation von Nachhaltigkeits-Projekten ist der Aktionsstand „love your ocean“ in der Halle 4. Rund um den „love your ocean“-Stand gruppieren sich Unternehmen und Projekte, die den Gewässer- und Klimaschutz zum Ziel haben, oder in der Water Pixel World Aktionen und Unterwasserfotografie zeigen.

Zusammenfassend zu dem riesigen Angebot der boot 2018 erklärte Michelidakis: „Wir sehen es nicht primär als unsere Aufgabe an, die Hallen voll zu bekommen, sondern wollen Wege in die Zukunft zeigen, um neue Wassersportler zu gewinnen. Wir puschen die Internationalität und das B2B. Damit schaffen wir für die Aussteller die Möglichkeit, Umsätze zu generieren, sorgen aber auch dafür, dass die Branche krisenfester ist.

Ralf Abratis

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Veröffentlicht am : 10.11.2017