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Cupverteidiger Oracle kenterte nach einem Ausweichmanöver. Foto America's Cup

America's Cup

Doppel-Kenterung vor Chicago bei der World Series

Der erste Auftritt der America's Cup World Series auf Süßwasser endete am Testtag mit zwei Kenterungen. Sowohl Cup-Verteidiger Oracle Team USA als auch der wohl stärkste Herausforderer Emirates Team New Zealand machten den Auftritt vor Chicago unfreiwillig zu einem Spektakel.

Die Neuseeländer erwischte es als erstes, als sie in einem Match mit Oracle verstrickt waren. Das Team schoss auf den Foils aus dem Wasser, krachte hart auf das Heck und konnte eine Kenterung nicht mehr vermeiden. Dabei gingen einige Crewmitglieder über Bord. Es blieben aber alle unverletzt, und 15 Minuten später war das Boot schon wieder zum nächsten Start klar.

Steuermann Peter Burling erklärte: „Diese Boote sind wirklich hart zu segeln und man macht schnell einen Fehler. Wir gingen durch eine normale Halse, als beide Ruder Luft bekamen und ich abgeworfen wurde. Es war unser eigenes Problem, aber dafür sind solche Testtage ja da. Es ist ein bisschen eine Schande, aber zum Glück sah das Boot nicht schlecht aus und wir hatten keine Probleme, es kurz danach wieder an den Start zu bringen. Nun gucken wir nach vorn auf das Wochenende.“

Im folgenden Rennen war dann Oracle Team USA an der Reihe. Das Team war gut im Rennen, als es vom kreuzenden Artemis Team überrascht wurde. Die Schweden waren auf Vorfahrtskurs, Oracle-Skipper Jimmy Spithill musste in ein schnelles Manöver gehen, um eine Kollision zu vermeiden. Der Crew fehlte die Zeit, um die Schoten zu lösen. Das Wing-Segel stand auf der falschen Seite und löste die Kenterung aus. Aber auch die Amerikaner kamen mit dem Schrecken davon und waren kurz danach wieder im Rennen.

„Es waren sehr böige Bedingungen heute mit zwei Kenterungen innerhalb weniger Minuten, nachdem wir in der gesamten Serie bisher keine Kenterungen hatten. Die Bedingungen waren hart für alle mit Böen bis 15 bis 20 Knoten. Dennoch waren die Winde absolut gut für die Rennen, wenn man die Dreher gut ausgesegelt hat. Anderenfalls war es allerdings auch sehr frustrierend. Zur Kenterung: Wir haben Artemis erst in der letzten Sekunde gesehen. Jimmy hat das Richtige gemacht, um ihnen auszuweichen. Leider endete das in der Kenterung, aber immerhin haben wir eine Kollision vermieden – und die Zerstörung beider Boote.“

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Veröffentlicht am : 11.06.2016