Meldung aus dem Alle Klassen-Klassenraum :

Ein dichtes Feld von Splash-Booten wird es in der Klasse Blue geben, die mit ihrer Weltmeisterschaft eines der größten Felder zur TW aufbieten. Foto Splash-KV

Travemünder Woche

Rot-Weiß-Blau dominiert die Splash-Klassen

Die Meldelisten der Splash-Klassen sprechen eine klare Sprache: Die Einhand-Jolle ist fest in niederländischer Hand. 90 Prozent der Starter aus vier Nationen in den beiden Klassen Splash Blue und Splash Red kommen aus den Niederlanden.

Damit stehen auch die favorisierten Farben für die Siegerflaggen bei der Weltmeisterschaft der Splash Blue und dem Euro Cup der Splash Red fest: Es wird wohl Rot-Weiß-Blau sein.

Diese Dominanz der Niederlande in dieser Klasse kommt nicht überraschend. Denn das Boot, das dem olympischen Laser sehr ähnlich ist, wird in den Niederlanden bei der Yachtwerft Heeg gebaut und hat sich entsprechend in den vergangenen 25 Jahren stark in unserem Nachbarland verbreitet. Aber auch im weiteren Europa hat die Splash ihre Freunde gefunden. In Deutschland wird es dabei vor allem als Ausbildungsboot genutzt.

„Keep it simple!“ – So könnte das Konzept der Splash-Jollen wohl überschrieben werden. In wenigen Handgriffen ist die Jolle segelfertig und bereit für den schnellen Segelspaß. Vereine, die ein unkompliziertes Einhand-Boot für ihre Ausbildung nach dem Optimisten suchen, sind daher bei der Splash mit den drei Segelvarianten (5,4 m², 6,3 m² und 7,2 m²) bestens aufgehoben. Und obwohl es für den jugendlichen Segler konzipiert worden ist, kann es auch gut im Erwachsenenbereich (Version Red) gesegelt werden.

Auf den ersten Blick weist die Splash in Rumpfform, Deckslayout und Führung der Schoten und Strecker Ähnlichkeit zum Laser auf. Doch mit einer deutlich geringeren Länge (3,55 m) zum Laser und einer fast identischen Breite (1,34 m) ist die Splash etwas bulliger und in der Wasserlage deutlich stabiler. Das erleichtert das Aufriggen. Denn sowohl an Land als auch im Wasser kann das Segel gesetzt werden.

Zur Travemünder Woche sind die Splash bestens auf der Tornadowiese zu beobachten. Hier legen sie am Morgen ab und kommen nach den Wettfahrten wieder an Land. Die modernen Foliensegel mit einer Fläche von 7,2 m² Fläche gehören dabei zur den Splash Red. Klarer Anwärter auf den Sieg beim Euro Cup in dieser Klasse ist Kai Moormann aus den Niederlanden. Er gewann überlegen die German Open im Mai auf dem Möhnesee. Aber auch ein deutscher Farbtupfer auf dem Siegerpodest ist möglich. Daniel Kipp schlug sich auf dem Möhnesee mit Platz drei achtbar.

Mit rund 90 Startern bilden die Splash Blue, die das 6,3 m² große Segel fahren, eines der größten Felder zur Travemünder Woche. Zu den Mitfavoriten dürften Sam Peeks, Rein Drift und Barte Zijden zu zählen sein. Das niederländische Trio überzeugte bereits bei den German Open und gewann dort alle Medaillen. Druck auf das Siegerpodest könnte auch Michal Kostyr ausüben. Er hinterließ ebenfalls bei den German Open einen starken Eindruck. Kostyr ist ein ehemals starker Opti-Segler und stammt aus Tschechien. Damit würde die Farbgestaltung ggfls. bei der Siegerehrung erhalten bleiben. Denn auch Tschechien trägt Rot-Weiß-Blau in der Flagge.

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Veröffentlicht am : 05.07.2016