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Das Match Race Germany findet viele Fans an Land und auf dem Wasser. Foto Nico Martinez

Match Race Germany

Teams aus acht Ländern für das Match Race Germany gemeldet

Es ist angerichtet. Die nächste Generation der internationalen Matchrace-Elite kann kommen: Das Match Race Germany bietet über Pfingsten die Bühne für hochklassiges Duell-Segeln. Der Deutsch-Pole Karol Jablonski ist der prominenteste Starter, der sich gegen Talente aus aller Welt behaupten muss, wenn der deutsche Grand Prix vom 12. bis zum 16. Mai in seine 19. Auflage geht.

Zu den interessanten Newcomern zählen junge Steuerleute wie Pierre Rhimbault aus Frankreich oder Vladimir Lipavsky aus Russland, die sich in den vergangenen Monaten mit starken Leistungen in die Top 20 der Weltrangliste gesegelt haben. Im Match Race Germany 2016 fordern sie den America’s-Cup-Halbfinalisten von 2007, Karol Jablonski (POL/GER), oder das polnische Team um Skipper Przemyslaw Tarnacki heraus. „Man kann es sich so vorstellen, als würden America’s-Cup-Teams direkt auf den besten Nachwuchs aus dem Youth America’s Cup treffen“, sagt Sportdirektor Eberhard Magg.

Skipper Tarnacki, dessen Vater zu den ersten Teilnehmern am Whitbread Round the World Race gehörte, hat sich für seinen Einsatz viel vorgenommen, denn er war mit Platz neun im 18. Match Race Germany nicht zufrieden. Sein Versprechen: „Nach dem letzten Jahr sind wir nun sehr hungrig!“ Tarnacki freut sich auf die Regatta und bezieht in der Debatte um den richtigen Matchrace-Kurs der Zukunft Position: „Ich bevorzuge Einrumpfboote für das Matchracing.“

So sieht es auch Vladimir Lipavsky: „Matchracing auf Einrumpfyachten ist die einzige Art, echte Duelle auszutragen, denn auf Mehrrümpfern ist kein echtes Matchracing möglich, weil sie einfach nicht manövrierfähig genug sind. Anders herum formuliert: Mehrrümpfer machen definitiv Spaß zu segeln und sie sind spektakulär, dienen aber dem Matchracing nicht.“ Lipavskys Zielsetzung: „Wir werden alles geben, um das Halbfinale zu erreichen. Für mich war es immer ein großer Traum dabei zu sein.“

Zu den hungrigen Aufsteigern gehört auch der 23-jährige Tour-de-France-Steuermann Nelson Mettraux, Bruder der aus dem Volvo Ocean Race bekannten Mettraux-Schwestern Justine und Elodie-Jane, die mit dem SCA-Frauenteam die Welt umsegelten. Das Mettraux-Team bringt aus der Schweiz viel Aufbruchgeist mit in die Flotte der insgesamt zwölf Teams aus acht Ländern bei Deutschlands bekanntester Duellsegel-Regatta. Mittelfristiges Ziel von Nelson Mettraux ist der Sieg bei der Matchrace Jugend-Weltmeisterschaft 2016 vor Neukaledonien.

Zunächst aber geht es im Dreiländereck beim traditionsreichen Pfingstfest unter Segeln vor Zehntausenden Zuschauern und Hunderten geladener Gäste der Partner und Förderer um Preisgeld und wichtige Wertranglistenpunkte. Unter deutscher Flagge ist das Team des Matchrace-Meisterschafts-Dritten und Lokalmatadors Adrian Maier-Ring aus Konstanz am Start.

Die Segel-Matches werden in Kooperation mit dem Yacht-Club Langenargen und dessen erfahrener Wettfahrtleitung um Rudi Magg ausgetragen und von ZDF-Reporter Nils Kaben live kommentiert. Im Regattadorf im Langenargener Gondelhafen laden die schwäbischen Gastgeber und ihre Partner tagsüber und abends zu einem actiongeladenen und musikalischen Infotainment- und Partyprogramm bei freiem Eintritt ein.

Die Teilnehmerflotte:
Pierre Rhimbault /FRA)
Vladimir Lipavsky (RUS)
Przemyslaw Tarnacki (POL)
Dejan Presen (SLO)
Philip Bendon (IRL)
Lukasz Wosinski (POL)
Maxime Mednil (FRA)
Nelson Mettraux (SUI)
Ichikawa Kohei (JPN)
Bojan Rajar (SLO)
Adrian Maier-Ring (GER)
Karol Jablonski (POL/GER)

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Veröffentlicht am : 14.04.2016