Ausprobiert: Cadillock Batterie-Überwachung

Mit dem Batteriewächter von Cadillock lässt sich der Batterie­zustand an Bord jederzeit auf dem Smartphone abrufen

Die weniger als streichholzschachtelgroße Batterie-Spannungsüberwachung von der Firma Cadillock ist einfach zu installieren. Die Gabelterminals der Anschlusskabel werden einfach an den Schrauben des Plus- und Minuspols der Batterie angeklemmt, eine Sicherung ist laut Installationsanleitung nicht vorgesehen.

Die Batterieüberwachung der Bordspannung (automatische Erkennung 12/24 Volt) erfolgt mithilfe einer kostenlos herunterzuladenden App für iOS oder Android. Nach der elektrischen Installation wird per Bluetooth eine Datenübertragung zum Smartphone hergestellt. Eine rote LED quittiert die erfolgreiche Bluetooth-Verbindung. Der Eigenstromverbrauch liegt im ‚Schlafmode‘ bei weniger als 2 Milliampere, sodass durch den permanenten Batterieanschluss keine nennenswerte Entladung im Batterie-Ruhezustand erfolgt.

Anzeige

Nahezu in Echtzeit wird die aktuelle Batteriespannung am Smartphone übersichtlich analog beziehungsweise digital angezeigt. So ist bei laufendem Motor durch steigende Batteriespannung zu erkennen, ob die Ladeendspannung vom Regler der Lichtmaschine eingehalten wird. Ein defekter Laderegler (Überspannung) oder ein gerissener Keilriemen (keine Ladung) der Lichtmaschine werden sofort bemerkt. Bei Unter- oder Überspannung ertönt am Smartphone ein Warnton. Ein hinterlegter Algorithmus soll die Ermittlung des Batterie-Innenwiderstandes ermöglichen. Ein Zellen-Kurzschluss an den Bleiplatten kann so erkannt werden.

Auch wenn, wie bei Batterie-Controllern, keine Bilanzierung der Amperestunden erfolgt, kann der geübte Nutzer aufgrund des Spannungsverlaufs beim Laden erkennen, ob die Batterie neuwertig oder schon gealtert ist. Steigt die Spannung beim Laden ungewöhnlich schnell bis zur Ladeendspannung von etwa 13,8 Volt (bei Starter-Batterien), zeigt das einen Kapazitätsverlust der Batterie. Durch rechtzeitigen Batterietausch kann so besonders im Winter einer Panne vorgebeugt werden.

Bedingt ist die Cadillock-Batterieüberwachung auch für zyklisch belastete Versorgungs-/Wohnraum-Batterien geeignet. Fällt die Batteriespannung beim Einschalten eines größeren Verbrauchers, wie beispielsweise des Kühlschrankes oder einer Wasserpumpe, unter den üblichen Wert, weist das auf eine entladene oder nicht mehr leistungsfähige Batterie hin.

Preis: inkl. MwSt. circa 80 Euro www.cadillock.com

Pro: schnell zu installieren, einfache Bedienung

Contra: keine Ampere-Kontrolle

1 Comment

  1. Bei dem Beitrag wäre sicher der leserfreundliche Hinweis angebracht gewesen, dass das Gerät hoffnungslos überteuert ist. Es gibt solche Bluetooth-Batteriewächter mit mindestens gleicher Leistung ab etwa 20,- Euro.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht