Ausprobiert: Garmin Marq Captain

Die Marq Captain von Garmin bietet verschiedene Segelfunktionen. Wir haben die Smartwatch ausprobiert

Garmin hat in diesem Jahr eine Kollektion an Smartwatches herausgebracht. Die Marq-Serie spielt in der Oberliga und Garmin hat der Uhr an Technologie und Materialien mitgegeben, was möglich ist. Das schlägt sich im Preis nieder. Ab 1.500 Euro sind die Uhren der Marq-Serie erhältlich. Um die Zielgruppen des Elektronikkonzerns besser anzusprechen, umfasst die Serie gleich mehrere Modelle. Bergsteiger, Rennfahrer und Piloten können beispielsweise auf eine auf ihre Gruppe zugeschnittene Uhr kaufen, die sich nicht allein durch das Design untereinander unterscheidet.
Wir haben einige Wochen die Marq Captain unter die Lupe genommen und die Segelfunktionen ausprobiert. Für diesen Zeitraum hat uns Garmin die Uhr kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die Zusammenfassung eines Segeltages (bei wenig Wind)

Das Material ist, wie schon gesagt, edel. Gewölbtes Saphirglas schützt das Display, die Lünette ist aus gebürstetem Titan mit einem marineblauen Keramikinlay. Das Armband (22mm) ist ebenfalls Blau aus Nylon in einer spezeillen Webart gefertigt. Das macht am Handgelenk einiges her. Im maritimen Umfeld an Bord kann die Uhr schon durch ihr Design punkten. Das ist Garmin gut gelungen. Gut gelungen ist auch, dass die Uhr nicht allzu mächtig am Handgelenk wirkt.
Mitgeliefert wird auch ein schwarzes Silikonarmband, das sich leicht austauschen lässt. Als Sensoren sind GPS, Glonass, Galileo für Positionsbestimmung verbaut. Dazu kommen noch ein Barometer mit Höhenmesser, ein elektronischer Kompass, ein Herzfrequenzmesser, ein Gyroskop und ein Thermometer. Letzteres zeigte allerdings nie zuverlässig die Temperatur an. Das wird wahrscheinlich an der Nähe zum Körper gelegen haben.
Zusätzlich befindet sich ein 32 Gigabyte großer Speicher in der Uhr.

Informationen zu den Gezeiten vor Ort lassen sich ebenfalls abrufen

Als Segelfunktionen werden ein Regatta-Timer, ein Wendeassistent, eine MOB-Funktion und die Integration in ein Garmin-Instrumentennetzwerk angegeben. Letztere Funktion konnten wir leider in Ermangelung eines Garmin-Netzwerkes nicht ausprobieren. Es gibt allerdings auch noch Funktionen wie Ankerwache oder die Anzeige des Kurses, Geschwindigkeit und Distanz (über Grund). Das funktioniert alles sehr zufriedenstellend. Der Wendeassistent kann auch auf Fahrtenschiffen nützlich sein, muss aber genau kalibriert werden. Diese Kalibrierung erfolgt durch Wenden. Wer das abgeschlossen hat, kann sich über einen erstaunlich genauen Helfer freuen, der Winddreher recht exakt bestimmt. Eine Kreuz macht gleich mehr Spaß, obwohl sie nicht innerhalb einer Regatta stattfindet.

Die Ankerwache funktioniert einwandfrei

Erstaunt hat uns aber die Akkuleistung. Von der Quatix waren wir gewohnt, dass der Akku mit GPS maximal einen Tag hält. Laut Datenblatt soll der Marq-Akku mit GPS bis zu 48 Stunden Energie liefern. Und tatsächlich: Ein langes Wochenende auf dem Wasser hielt der Akku stand.

Preis: ab 1.800 Euro

Pro

  • lange Akkulaufzeit
  • viele Funktionen

Contra

  • Preis

1 Comment

  1. Moin moin, ein vergleich der Vermiedenen Smartwatches wäre ganz interessant.
    immer eine Handbreit…
    j.rohweder

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