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Hafenleben

Der perfekte Sundowner

Um den Abend an Bord stilgerecht zu genießen, dürfen auch gerne ein paar mehr Umdrehungen ins Glas. Wir haben sechs Cocktails für den perfekten Sundowner zusammengestellt.

Nach einem langen Segeltag versinkt die Sonne langsam am Horizont, die Crew sitzt gut gelaunt im Cockpit und philosophiert über die Hafenmanöver der letzten Tage. Doch was kredenzt der Smut jetzt am besten? Die Gerstenkaltschale im 0,33-Kaliber? Oder doch den Chardonnay aus dem Tetra Pak?
Weder noch! Der Sundowner muss zelebriert werden – und zwar mit Stil. Jetzt kommen Cocktails auf den Cockpittisch!
Doch bevor der Smutje in der Pantry rotiert und der Cocktailshaker durch den Salon fliegt, sei eines gesagt: Halten Sie es simpel.
An Bord eignen sich Highballs perfekt für den eleganten, aber nicht komplizierten Sundowner. Sie bestehen aus einer Basis (Gin, Rum, oder Vodka) und dem “Filler” (Soda, Tonic, Ginger Ale und vieles mehr). Mit Limetten, Zitronen oder Gurken (ja, Sie lesen richtig) lässt sich der Drink noch aufwerten.
Was Sie unbedingt brauchen: Eis. Wenn Sie das nicht auftreiben, greifen Sie zur Gerstenkaltschale. In einer Kühlbox mit Kompressor bleibt das Eis auch den ganzen Törn über gefroren, denn sie lassen sich ohne weiteres auf Minusgrade einstellen. Packen Sie Gin, Rum und Co. gleich dazu. Durch den Alkoholgehalt können sie nicht gefrieren.

Gin Tonic

Wohl der Klassiker schlechthin. Jahrzehntelang fast ausschließlich nur unter Seglern verbreitet, erobert der G&T seit einigen Jahren die Bars weltweit. Der klassische Gin mit Wacholdernote bekam neue Geschmacksrichtungen verliehen. In erstklassigen, aromatischen Gins finden sich zwischen zehn und 47 Botanicals, die dem einzelnen Gin eine unvergleichliche Note geben. Beginnen Sie während des Törns mit einem wacholderlastigen Gin und beginnen Sie dann die Welt des Gins zu erkunden. Und falls jemand fragt: Ja, Gin Tonic diente ursprünglich der Malaria-Prophylaxe. Das bittere Chinin im Tonic beugt dem Wechselfieber vor. Und da Tonic allein dann doch bescheiden schmeckt, kippten die Briten einfach Gin hinzu.

Zutaten

  • Eiswürfel
  • Tonic Water
  • 2 bis 4 cl Gin

Cuba Libre

Es lebe das freie Kuba! So oder so ähnlich begann die Geschichte des Cuba Libre 1898, als amerikanische Soldaten auf die Befreiung Kubas von Spanien anstießen. Nach der Revolution durch Fidel Castro (und natürlich dem Comandante Che Guevara) bekam der Drink in den USA wieder eine leichte politische Brisanz.
Offiziell wird der Cuba Libre mit weißem Rum aus Kuba gemixt. Doch probieren Sie auch andere Rumsorten. Achten Sie aber darauf, Verschnitt und sonstige Aromabomben zu meiden. Echter Rum ist mild und schmeckt nach einem heißen Abend in den Tropen.

Zutaten

  • Eiswürfel
  • Cola
  • 2 bis 4 cl Rum
  • 1 bis 2 Limettenscheiben

Mojito

Der Mojito hat ebenfalls eine seglerische Tradition. In diesem Fall eine Piratentradition oder besser: Freibeutertradition. Schon Francis Drake soll auf seinen Kaperfahrten im Namen der Krone einen Mojito getrunken haben. Die Limetten halfen zumindest gegen Skorbut.
Berühmtheit erlangte der Drink aber erst durch den Schriftsteller, Abenteurer, Hochseefischer, Großwildjäger und Trinker Ernest Hemingway, der den Mojito in seiner Stammkneipe auf Kuba in nicht unerheblichen Mengen konsumierte. Wer sein Werk “Der alte Mann und das Meer” noch nicht gelesen hat, sollte zudem schnellstmöglich in den nächsten Buchladen.
Doch zurück zum Mojito. Auch er basiert auf (weißem) Rum, bekommt aber noch ein paar weitere Zutaten spendiert: Limettensaft, Minze, Rohrzucker und Soda.

Zutaten

  • Eiswürfel
  • 2 bis 4 Limettenscheiben
  • 2 TL brauner Zucker
  • frische Minze
  • 5 cl Rum
  • 200 ml Soda

Vodka Cranberry

Der Vodka Cranberry wird auch Cape Codder genannt. Das bringt uns auch gleich zu seinem Ursprung: Nämlich New England an der Ostküste der USA. Mit Sicherheit einer einfachsten Highballs, aber auch farblich und geschmacklich intensiv. Wer Cranberrys nicht mag, sollte dann aber doch Abstand nehmen. Mit Ananassaft wird dann auch ganz schnell ein Bay Breeze aus dem Vodka Cranberry.

Zutaten

  • Eiswürfel
  • frische Minze
  • 5 cl Vodka
  • 300 ml Cranberrysaft

Ipanema

Es gibt natürlich viele (und ja: auch gute) Gründe, den Abend ohne Alkohol ausklingen zu lassen. Da kommt der Ipanema wie gerufen. Er stammt vom Caipirinha ab und hat etwas weniger Wums. Statt Cachaca wird das Glas hier mit Ginger Ale gefüllt und um die ganze Sache etwas abzurunden, geben wir noch etwas Maracujasaft hinzu.

Zutaten

  • Eiswürfel
  • 2 TL brauner Zucker
  • 10 cl Maracujasaft
  • 300 ml Ginger Ale
  • halbe Limette

Moscow Mule

Es soll eine Zeit gegeben haben, in dem Wodka (zumindest in den USA) weitgehend unbekannt war. Das fanden die Mad Men von der (amerikanischen) Marke Smirnoff eher suboptimal, denn wer sollte deren Wodka kaufen, wenn niemand etwas damit anfangen konnte?
1941 – so will es die Legende – schuf Smirnoff den Moscow Mule, der auf Wodka und Ginger Beer basiert. Um dem ganzen dann noch den letzten Pfiff zu geben, servierten sie ihn in einer Kupfertasse. Smirnoff verteilte dann im ganzen Land Kupfertassen in Bars, schraubte hier und da am Marketing und der Drink katapultierte den Wodka an die Spitze der Spirituosen.
An Bord darf es auch ein Glas sein. Da Wodka recht neutral schmeckt, fallen Unterschiede in der Qualität nicht groß auf. Guter Wodka besteht aus Roggen und nicht wie fälschlicherweise oft behauptet wird aus Kartoffeln.

Zutaten

  • Eiswürfel
  • 2 Limettenscheiben
  • 450 ml Ginger Beer
  • 5 cl Vodka

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