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Buchtipp: Das Meer

In seinem Thriller „Das Meer“ verbindet Wolfram Fleischhauer aktuelle gesellschaftlich bedeutsame Themen mit einer hoch spannenden Geschichte

Das Meer – dies ist ein aus dreierlei Gründen spannendes Buch: Das Thema, die Story und – das Genre. Es geht um illegale aber weltweit mafiös organisierte Raubfischerei; die ganz offenbar in einem erschreckenden Ausmaß stattfindet und das obendrein noch unter grausamen Bedingungen: Riesige Trawler, die jahrelang nicht an Land kommen, sondern die Weltmeere leer fischen, die auf See be- und entladen werden, und die vor allem mit asiatischen Sklaven bemannt sind. Man mag es sich gar nicht vorstellen. Die Politik, auch die EU in Brüssel, hat dem offenbar rein gar nichts entgegen zu setzen.

Dann wäre da die eigentliche, sehr dramatische und spannende Story. Ragna, die Tochter eines zynischen Cheflobbyisten, ist Meeresbiologin, vor allem aber eine sehr extremistische und militante Öko-Aktivistin; man könnte auch sagen: Öko-Terroristin. Da wäre noch Teresa, die als Fischereibeauftragte auf einem spanischen Fischfangschiff mitfährt – offiziell, um die Einhaltung der EU-Quoten und Vorschriften zu überwachen. Was an sich schon ein „Mords“-Job ist, denn tatsächlich kam es schon mehrfach vor, dass solche Beobachter auf hoher See verschwanden. Über Bord gefallen, vielleicht, wer weiß es schon genau. Die Crew hält zusammen, Zeugen gibt es keine. Doch Teresa hat noch eine zweite, geheime Agenda, im Auftrag der radikalen Umwelttruppe von Ragna. Doch dann verschwindet sie.

„Wolfram Fleischhauer entwirft ein erschreckend realistisches Katastrophenszenario und erzählt zugleich von den Grenzen der Liebe und unserer Sehnsucht nach einem neuen Umgang mit der Natur.“ Das schreibt der Verlag und dem kann ich nichts hinzufügen. Ein tolles, ein wirklich spannendes und leider auch erschütterndes Buch.

In Kooperation mit literaturboot.de

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