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Grundlegende Funktionen des Kartenplotters

Moderne Kartenplotter vereinfachen die Navigation auf See erheblich. Dank immer leistungsstärkerer Hard- und Software können sie längst mehr als nur eine Karte anzeigen. Ein paar grundlegende Funktionen erklären wir Schritt für Schritt

Zur reinen Darstellung der Seekarte sind moderne Kartenplotter beinahe schon zu schade. Ihr Funktionsumfang stieg in den letzten Jahren durch die konsequente Entwicklung der Navigationssoftware immer weiter an. Von dem Begriff des Kartenplotters sollten wir uns daher auch verabschieden. Vermarktet werden sie als Multifunktionsdisplays.

Längst lassen sich nicht nur Karten auf den Displays anzeigen (Bild: Raymarine)

Gerade für Segler haben die Entwickler in den letzten Jahren tief in die Trickkiste gegriffen und neue Funktionen entwickelt, die das Segeln vereinfachen und sogar helfen, auf einer Kreuz schneller das Ziel zu erreichen. Raymarine hat mit der Serie Axiom+ im Sommer 2020 neue Modelle herausgebracht, die mit einer leistungsstarken Hardware und einer umfangreichen Software das Segeln noch komfortabler machen.

Regelmäßig bringen die Hersteller gerade für die Software neue Updates heraus, die über das WLAN-Modul des Plotters heruntergeladen oder mithilfe einer SD-Karte installiert werden können – kostenlos. Der Mehrwert der aktuellen Plottermodelle entsteht nicht allein durch die Hardware, sondern viel mehr durch die Funktionen der Software.

Einige wichtige Grundfunktionen erklären wir Schritt für Schritt.

Routen erstellen

Die systematische Aneinanderreihung von Wegepunkten, um ein Ziel zu erreichen, wird als Route bezeichnet. Üblicherweise sollte die Routenplanung vor dem Lossegeln durchgeführt werden, um sich mit allen navigatorischen Gegebenheiten vertraut zu machen. Moderne Plotter erleichtern das Anlegen der Route durch eine intuitive Bedienung.

Route erstellen Schritt für Schritt

  1. Um den ersten Wegepunkt zu erstellen, halten Sie in der Kartenansicht einfach mit einem Finger die entsprechende Position gedrückt.
  2. Im Kontextmenü erscheint der Punkt „Route aufbauen“, den Sie auswählen.
  3. Nun wählen Sie die Position für den zweiten Wegepunkt aus, indem Sie wieder einen Finger an der entsprechenden Stelle auf der Karte gedrückt halten.
  4. Die beiden Wegepunkte werden nun automatisch miteinander verbunden.
  5. Verfahren Sie nun nach demselben Prinzip für die weitere Route, bis Sie am gewünschten Ziel angekommen sind.
  6. Anschließend sollten Sie die gesamte Route sorgfältig prüfen, und sichergehen, dass keine Hindernisse oder Gefahren im Weg liegen.
  7. Falls die erstellte Route noch nicht optimal ist, können die Wegepunkte auch nachträglich noch verschoben werden. Auch können Wegepunkte beliebig hinzugefügt oder gelöscht werden.

Autorouting

Noch komfortabler ist das sogenannte Dock-to-Dock-Autorouting. Dabei wird vom System eigenständig eine Route erstellt, die quasi von Steg zu Steg führt. Um diese Funktion nutzen zu können, werden Seekarten von Navionics benötigt. Der Plotter greift dabei auf die im System eingespeicherten Daten zum eigenen Boot zurück, allen voran auf den Tiefgang, und verwendet die dort eingestellten Sicherheitsabstände. Schneller kommt man nicht zu einer fertigen Route.

Die Erstellung einer Autoroute ist dabei in LightHouse 3 denkbar einfach: Das gewünschte Ziel markieren, Kontextmenü öffnen und „Autoroute nach hier“ anwählen. Anschließend wird eine Route vom aktuellen Standort des Boots zum gewählten Zielpunkt generiert. Das System prüft bei der Erstellung die Wassertiefen und vergleicht diese mit dem eigenen Tiefgang. Außerdem werden die eingespeicherten Mindestabstände eingehalten und zum Beispiel vor Sperrgebieten gewarnt.

Die Regeln der Seemannschaft verlangen dann aber noch zwingend, die automatische Route sorgfältig auf Korrektheit zu prüfen. Falls Hindernisse oder Gefahren im Weg liegen, die die Autoroute nicht berücksichtigt haben sollte, kann einfach der betreffende Wegpunkt verschoben werden.

Laylines

Für den Regattasegler sind sie eines der wichtigsten Werkzeuge, für den Fahrtensegler bedeuten sie schnelleres und auch sichereres Ans-Ziel-Kommen: Laylines. Diese imaginären Linien geben dem Segler den Hinweis, bei welchem Kurs wann gewendet oder gehalst werden muss, um einen Punkt anliegen zu können. So kann man sich als Segler viele unnötige Wenden sparen und kann besser einschätzen, ob man sein Ziel nach der nächsten Wende erreichen wird. Letztlich optimiert die Layline die sogenannte Velocity Made Good (VMG), die die effektive Geschwindigkeit nach windwärts angibt. Falls im System die Polardaten des eigenen Bootstyps vorhanden sind, wird die Layline-Funktionalität nochmals verbessert. Polardiagramme werden bereits von den Konstrukteuren eines Boots erstellt und geben an, bei welchen Winkeln zum Wind welche Geschwindigkeiten zu erwarten sind. Mit diesem Wissen können noch zuverlässigere Laylines bzw. Kurse berechnet werden.

laylines
Laylines werden als Parallelogramm dargestellt

Auf dem Bildschirm ergeben die Laylines von Boot und Wegepunkt ein Parallelogramm, an dem sich ablesen lässt, wo und wann gewendet werden sollte. Zudem lässt sich erkennen, ob auf einem Bug eine Landspitze oder Untiefe im Weg ist. Für die Anzeige der Laylines berücksichtigt die Software auch Winddreher und den Einfluss der Tide. So werden beispielsweise die kleinsten Winddreher erkannt und grafisch dargestellt.

Segelfunktionen
Im Menü werden einmalig Daten zum Boot hinterlegt

Um die Berechnung der Laylines durchführen zu können, benötigt die Software Daten. Hier gilt: Je mehr Daten, desto genauer die Anzeige. Die wichtigste Quelle stellt der Wind dar. Mithilfe der Bootsgeschwindigkeit ermittelt die Software dann den wahren Wind. Die GPS-Daten reichen nicht aus, um die Segelfunktionen zu nutzen, eine Logge, die die Fahrt durch das Wasser misst, sollte im Netzwerk vorhanden sein. Mit einem Kompass kann die Software auch den Stromversatz berechnen und anzeigen,

Damit der Raymarine-Plotter genaue Laylines erstellen kann, benötigt er außerdem noch Daten des Bootes, die einmalig in den Einstellungen hinterlegt werden müssen. Auch muss die „Bootsaktivität“ beim Einrichten des Plotters auf „Segeln“ gestellt werden. Im Menü können noch detaillierte Profile ausgewählt werden.

Dann steht der Nutzung von Laylines nichts mehr im Wege. Sie werden einfach im Menü „Karten-App“ aktiviert und stehen dem Segler zur Verfügung.

Software-Updates

Ein wichtiges Thema bei den meisten modernen Geräten sind Software-Updates. Die Entwicklung eines Betriebssystems endet nicht mit der ersten Veröffentlichung, sondern schreitet auch danach ständig fort. Fehler werden behoben und neue Funktionen implementiert. Es macht also Sinn, hin und wieder zu prüfen, ob ein Update für den eigenen Plotter zur Verfügung steht.

update plotter
Im Menü kann gewählt werden, wie das Update auf den Plotter gespielt werden soll

Das Vorgehen beim Aktualisieren der Plotter-Software ist bei Raymarine sehr nutzerfreundlich angelegt. Es gibt zwei Varianten, ein Update auf ein Raymarine-Gerät zu spielen: erstens per Speicherkarte und zweitens direkt per Internet.

Update per Speicherkarte

Was Sie dafür benötigen: einen Computer mit Internetzugang und eine MicroSD-Karte.

Vorgehen:

  1. Zuerst sollte die Softwareversion des eigenen Geräts geprüft werden. Dies ist im Gerätemenü möglich.
  2. Anschließend gehen Sie auf die Raymarine-Website und suchen im Bereich „Support“ das Menü „Softwareaktualisierungen“.
  3. Gibt es dort ein Softwarepaket mit einer höheren Versions-Nummer, als die auf ihrem Plotter installierte, laden Sie sie auf Ihren Computer herunter.
  4. Kopieren Sie die Daten auf die MicroSD-Karte.
  5. Schieben Sie die Speicherkarte in den dafür vorgesehenen Schacht am eingeschalteten Raymarine-Gerät. Das Gerät erkennt das Update selbstständig.
  6. Anschließend folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Aktualisierung abzuschließen.

Update per Internet

Steht eine Internetverbindung an Bord zur Verfügung ist dies die komfortabelste Variante, seinem Plotter die aktuellste Softwareversion zu verpassen. Hierfür benötigen Sie entweder das von einem Hafen zur Verfügung gestellte Wifi, einen bordeigenen, fest verbauten Hotspot oder ganz einfach das eigene Mobilfunktelefon mit Datenverbindung, mit dem Sie einen Hotspot einrichten.

 

Vorgehen:

  1. Gehen Sie für das Update auf der Startseite in die Einstellungen und wählen Sie dort „Erste Schritte“ und dann „Software aktualisieren“.
  2. Wählen Sie dort „Onlineprüfung auf Updates“.
  3. Verbinden Sie sich mit dem gewünschten WLAN-Netzwerk bzw. Hotspot.
  4. Drücken Sie auf „Start“ und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
  5. Sie haben ihr Betriebssystem erfolgreich auf den neuesten Stand gebracht.

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