Abendshow auf der Außenförde

Prall gefüllte Abendshow am dritten Tag der Olympiaklassen zur Kieler Woche! Nachdem mangels Wind in den Nachmittagsstunden nur die Skiff-Frauen ein kurzes Programm auf der TV-Bahn ablieferten, starteten die übrigen Flotten in einer leichten westlichen Brise in den Abend hinein und segelten noch eine (Finn, Laser) oder drei Wettfahrten (49er, Nacra17). Auch die vier internationalen...

Prall gefüllte Abendshow am dritten Tag der Olympiaklassen zur Kieler Woche! Nachdem mangels Wind in den Nachmittagsstunden nur die Skiff-Frauen ein kurzes Programm auf der TV-Bahn ablieferten, starteten die übrigen Flotten in einer leichten westlichen Brise in den Abend hinein und segelten noch eine (Finn, Laser) oder drei Wettfahrten (49er, Nacra17). Auch die vier internationalen Klassen (J/24, J/70, J/80, 420er) sollten da nicht zurückstehen und wurden nach langer Anfahrt auf die Außenbahnen immerhin in eine Wettfahrt geschickt.

Neben der Führung bei den 49erFX durch Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Berlin) dürfen sich in den Olympiaklassen auch Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kiel) über die Spitzenposition freuen. Allerdings behielt Paul Kohlhoff mit seiner eigenen Vorhersage Recht, dass es mit der Serie an Tagessiegen nicht so weitergehen würde. Mit der Serie 3, 7, 14 verteidigten sie dennoch die Position vor Vittorio Bissaro/Maelle Frascari. Die Italiener schleppen allerdings neben einer Rennaufgabe die Hypothek einer Zehn-Prozent-Strafe an den ersten beiden Tagen mit. Sie hatten sich beim Ein- und Auslaufen nicht korrekt ein- und ausgecheckt. Seglerisch dominierten sie allerdings Tag drei mit zwei Siegen und einem siebten Platz.

Bei den 49ern sind die Kurse der Deutschen deutlich gefallen. Alle Crews packten ordentlich Punkte auf das Konto und sind nicht mehr in den Top-Ten. Tim Fischer/Fabian Graf (Hamburg/Berlin) sind als Elfte das beste GER-Team. An der Spitze weht die neuseeländische Flagge. Allerdings sind es nicht die Superstars Peter Burling/Blair Tuke, die das Gelbe Trikot tragen, sondern ihre Landsmänner Logan Dunning Beck/Oscar Gunn.

Das eine Rennen bei den Laser-Männern hatte in der Gesamt-Liste keinen Einfluss auf die Position der ersten Drei. Daniel Whiteley führt weiterhin ein britisches Trio an. Nico Naujock ist als Fünfter bester Deutscher. Auch Josefin Olsson ließ sich durch die Spätschicht nicht vom Erfolgskurs abbringen. Die Schwedin ist die Spitzenreiterin der Laser-Frauen vor der Japanerin Manami Doi und Tuula Tenkanen (Finnland). Svenja Weger (Kiel) fährt als Sechste weiter sicher auf Kurs Medal Race der besten Zehn.

Im Feld der Finns gibt es an der Spitze einen exklusiven Fünfer-Zirkel. Das Quintett wird den Gesamtsieg unter sich ausmachen, derzeit mit den besten Karten für Jake Lilley (Australien), der allerdings den inzwischen punktgleichen Phillip Kasüske (Berlin) eng am Heck hat.

Nach einem Rennen am Freitag sind die Spitzenpositionen in den J-Klassen unverändert. Keith Whittemore (USA) ist der Dominator der J/24, Björn Beilken (Bremen) musste zwar einen fünften Platz verkraften, bleibt aber bei den J/70 vorn, und Martin Menzner (Stein) hat seine Baustellen in der J/80 so weit beseitigt, dass ein zweiter Rang am Freitag zur Verteidigung der Gesamtführung reichte. Bei den 420er hingegen grüßt nun eine neue Mannschaft von der Spitzenposition. Die Polen Patryk Kosmalski/Tomasz Lewandowski veredelten ihren Tagessieg mit der Gesamtführung.

Da auch am heutigen Samstag eher leichte Winde das Geschehen bestimmen (4 bis 8 Knoten/2 Beaufort), wurde der Start auf 10.30 Uhr vorgezogen. Geplant sind für alle Gruppen und Klassen drei Starts, nur für die J’s sind vier Wettfahrten angesetzt. Auf den Innenbahnen beginnen bei den 49ern und FX die Goldflotten und Nacra 17.

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