Der Mix macht es

„Ich segel“ lautet einhellig die Antwort auf die Frage, warum sie als Jurymitglied für die Kieler Woche Regatten auf dem Wasser unterwegs sind und in den Anhörungsräumen Entscheidungen bei den Protestverfahren treffen. Sechs Frauen sind im 28-köpfigen Juryteam – der Mix macht es. Line Juhl (DEN), Christina Örtendahl (SWE), Anastazja Lewandowska (POL), Danielle Lawson (USA),...

Ich segel“ lautet einhellig die Antwort auf die Frage, warum sie als Jurymitglied für die Kieler Woche Regatten auf dem Wasser unterwegs sind und in den Anhörungsräumen Entscheidungen bei den Protestverfahren treffen. Sechs Frauen sind im 28-köpfigen Juryteam – der Mix macht es.

Line Juhl (DEN), Christina Örtendahl (SWE), Anastazja Lewandowska (POL), Danielle Lawson (USA), Tracy Heritage (AUS)  und Barbara Stodal (GER) bereichern die Jury-Arbeit auf der Regattabahn und an Land. Sie sehen sich als Teil des Teams, da sei es nicht entscheidend, ob männlich oder weiblich. „Ich habe erst gar nicht bemerkt, dass vier Frauen im Raum sitzen. Es sind Juroren, und es ist egal, ob männlich oder weiblich“, berichtet Line Juhl. „Es gibt immer mehr junge Seglerinnen, und daher wird es auch immer mehr Schiedsrichterinnen geben“, glaubt Danielle Lawson, dass der Frauenanteil weiter steigen wird. Dass bei der Kieler Woche zudem die Infrastruktur vorhanden und auch für Jurorinnen Umkleiden zur Verfügung stehen, habe sie gefreut. Das sei nicht überall so, berichten die Jurorinnen.  

Die Frauen bringen viel Erfahrung mit. So beispielsweise auch Christina Örtendahl. Die Schwedin – kurz „Tina“ genannt – ist seit 30 Jahren Jurorin und war bereits vor etwa 21 Jahren das erste Mal bei der Kieler Woche. „Mit einer Kollegin zusammen waren wir zwei der ersten weiblichen Schiedsrichterinnen“, erklärt sie. Seitdem sei sie zwar nicht jedes Jahr in der Kieler-Woche-Jury, aber insgesamt ist sie dem Event treu geblieben. „Ich mag alles daran, Jurorin zu sein. Ich bin gerne draußen auf dem Wasser, aber auch ebenso in den Verhandlungen der Protestfälle am Abend.“ Zu fünft entscheiden sie über die Fälle. „Es macht viel Spaß.“

Ob und gegebenenfalls wie viele weibliche Schiedsrichterinnen zur Jury gehören, schwanke von Land zu Land und Event zu Event, berichtet Christina Örtendahl. In Schweden würde angestrebt, dass ein ausgeglichenes Verhältnis besteht. Tina und ihre Kolleginnen mögen gemischte Teams. „Der Mix ist gut.“ Menschen aus den verschiedensten Ländern zu treffen, um mit ihnen überall auf der Welt zusammenzuarbeiten, mache die Arbeit aus. „Hier sind sehr erfahrene Judges“, so Christina Örtendahl. Es ist toll, mit ihnen zusammen zu arbeiten. „Ich finde es schön, hier zu sein. Es ist so ein großes Event mit so vielen Seglern. Es passiert immer etwas und wird nie langweilig.“

Hinweis:
Schwache Winde stellen die Veranstalter heute vor Probleme. Das bedeutet Startverschiebung auf fünf Bahnen.
Um 11 Uhr starten nur die 49er planmäßig. Die Goldflotte auf Bahn Hotel, die Silberflotte auf Bahn India.
Um 13.30 Uhr gibt es die nächste Entscheidung.

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