Kieler Woche 2020

Doppelter Einsatz für Belgierin Emma Plasschaert

Weltmeisterlicher Glanz auf der Bahn der Laser Radial in der offenen Disziplin. Unter die vor allem jugendlichen Männer hat sich auch ein Star der weiblichen Olympiaszene gemischt: Die Belgierin Emma Plasschaert ist spätestens seit ihrem WM-Sieg 2018 vor Aarhus eine heiße Anwärterin auf olympisches Edelmetall. Und auch bei der WM 2019 und der WM 2020...

Weltmeisterlicher Glanz auf der Bahn der Laser Radial in der offenen Disziplin. Unter die vor allem jugendlichen Männer hat sich auch ein Star der weiblichen Olympiaszene gemischt: Die Belgierin Emma Plasschaert ist spätestens seit ihrem WM-Sieg 2018 vor Aarhus eine heiße Anwärterin auf olympisches Edelmetall. Und auch bei der WM 2019 und der WM 2020 im Februar vor Melbourne/Australien segelte die 26-Jährige in die Top-Ten. Doch seit der WM gab es keine Regatten mehr für die Laser. Die Kieler Woche kostet Emma Plaschaert daher voll aus, segelt in der ersten Hälfte in der offenen Klasse und in der zweite Hälfte in der olympischen Frauen-Disziplin.

„Nach der langen Pause seit Februar ist es großartig, endlich wieder Rennen segeln zu können. Normalerweise würde man sicherlich nicht beide Regatten in einer Woche segeln. Das ist physisch sehr hart. Aber jetzt ist es eine gute Möglichkeit, um wieder in den Modus zu kommen“, berichtet die Belgierin, die vor allem die Europameisterschaft Anfang Oktober in Polen im Fokus hat. Dass die deutschen Frauen in der ersten Hälfte der Kieler Woche auf der Bahn fehlen, überrascht sie nicht: „Für die Deutschen ist die zweite Hälfte in der nationalen Qualifikation für Tokio wichtig. Da konzentrieren sie sich drauf.“ Emma Plasschaert selbst hat diesen Stress nicht mehr. Sie ist bereits national für die Spiele in Tokio nominiert worden und hat ihren Plan – soweit es die Corona-Situation zulässt – auf den Sommer 2021 ausgerichtet.

Jetzt genießt es Emma Plasschaert mit einigen Landsfrauen, aber auch starker weiblicher Konkurrenz aus Schweden, Dänemark und Polen, sich mit dem männlichen Nachwuchs zu messen: „Das macht wirklich Spaß. Sonst trifft man ja doch immer die gleichen Gegnerinnen. Jetzt haben wir mal ganz andere Gesichter auf der Bahn.“ Auf Rang zwei hinter dem Niederländer Paul Hameeteman und direkt vor der Dänin Anna Munch steuert sie auf einem guten Kurs Richtung Podium in der ersten Kieler-Woche-Hälfte, um dann ab Donnerstag im reinen Frauen-Feld voll auf Angriff zu setzen.

Startzeiten am Montag, den 7.Sept.:

11 Uhr: 420er, Europe auf Bahn Juliett

11.30 Uhr: Laser 4.7, Laser Radial Open auf Bahn TV-Bahn/Hotel

11.30 Uhr: J/24, J/70, J/80 auf Bahn Charly

13 Uhr: 505er, Contender, Musto Skiff auf Bahn Echo

ORCi-IDM der Seesegler:

11.30: 1. Start auf Bahn Alpha.

Geplant sind für alle Klassen und Bahnen je drei Wettfahrten, Musto Skiff vier Wettfahrten.

Vorhergesagt sind 3 Beaufort bis Mittag, nachmittags um 4 Beaufort, auf der Außenbahn am Spätnachmittag bis 5 Beaufort.

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