Kleines Feld, große Leistung

Die Erfolge der „Sportsfreund“ und der „Immac Fram“ reißen nicht ab. Beim Kiel-Cup der ORC-Yachten zur Kieler Woche knüpften die beiden Crews in ihren Klassen an die Siege zum Saisonauftakt bei der Maior an und standen erneut ganz oben auf dem Siegerpodest der Seesegler. Auf der Außenbahn der Kieler Förde fanden die Dickschiffe ausreichend Wind,...

Die Erfolge der „Sportsfreund“ und der „Immac Fram“ reißen nicht ab. Beim Kiel-Cup der ORC-Yachten zur Kieler Woche knüpften die beiden Crews in ihren Klassen an die Siege zum Saisonauftakt bei der Maior an und standen erneut ganz oben auf dem Siegerpodest der Seesegler.

Auf der Außenbahn der Kieler Förde fanden die Dickschiffe ausreichend Wind, um noch zwei weitere Rennen in die Liste zu bekommen. Schon am Vorabend hatte Wettfahrtleiter Eckart Reinke angekündigt, dass er mit einer kurzen Wettfahrt starten wollte, um noch rechtzeitig vor der letzten Startmöglichkeit das zweite Tagesrennen anschießen zu können. Und so wurde es auch in die Tat umgesetzt. Mit insgesamt neun Wettfahrten in den vier Tagen erlebten die ORC-Segler eine perfekte Kieler Woche. „Wir hatten auch heute noch mal 12 bis 15 Knoten Wind, wirklich tolles Segeln“, berichtete Bertil Balser (Hamburg), Vorsitzender der Regattavereinigung Seesegeln, und Trimmer auf der siegreichen „Sportsfreund“. Einziger Wermutstropfen war die geringe Beteiligung am Kiel-Cup. „Die Änderungen im Ablauf sind nicht ausreichend kommuniziert worden, dann gab es noch ein paar fehlende Yachten aus anderen Gründen, und schon waren es zehn Crews weniger als noch im Mai“, erklärte Balser.

Auf der Bahn gab es indes wenig Grund zur Diskussion. Die Wettfahrtleitung fällte klare Entscheidungen, legte punktgenaue Kurse aus und war im guten Kontakt mit den Teilnehmern. Die „Sportsfreund“ stolperte bei ihrem Siegeszug durch die Serie am dritten Tag zwar über einen Frühstart, den sie noch bereinigen musste, segelte aber ansonsten mit Gordon Nickel (Cuxhaven) am Ruder unangefochten zum Kiel-Sieg. Dahinter gelang es Jens Kuphal (Berlin) mit seiner „Intermezzo“-Crew, die sonst vor Kiel erfolgreichen Mannschaften auf die weiteren Plätze zu verweisen. Mit der ehemaligen „Senta“ hat Kuphal das WM-Siegerboot von 2018 nach Deutschland geholt und schon eine gute Einstellung gefunden. Die Landmark43 muss gegen die Flotte der starken X41 aber immer einen Vorsprung herausfahren, um auch berechnet gut zu sein. Darüber entbrannte zwischen Kuphal und Torsten Bastiansen von der X41 „Sydbank“ eine Diskussion, was besser ist. Die Argumente: Während die „Intermezzo“ an der Spitze freien Wind hat, pushen sich die baugleichen Boote dahinter im direkten Vergleich zu mehr Performance. Mit der „Sportsfreund“ siegte nun eine X41 vor der schnellen Landmark43 „Internmezzo“ und der „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel), einer weiteren X41.

Die Erfolgsklasse der ORC III ist in Deutschland derzeit die Italia 9.98, die mit einem Doppelsieg überzeugte. Allerdings mischte sich die „Halbtrocken“, die Deutsche Meisterin von 2013 und 2017, eine First 36.7 von Knut Freudenberg, kräftig in den Kampf um den Kieler-Woche-Sieg ein. Am Ende konnte Kai Mares (Dänischenhagen) die gute Vorgabe aus fünf Siegen in den ersten sechs Rennen sicher ins Ziel bringen. Mares siegte mit der „Immac Fram“ vor der „One Spirit“ mit Steuermann Sören Brandt und der „Halbtrocken“.

Kiel Cup ORC I + II: (9) 1. „Sportsfreund“ Gordon Nickel (Cuxhaven,1/1/1/1/1/5/1(5.5)1) 12; 2. „Intermezzo“ Jens Kuphal (Berlin,2/2(5)2/3/2/4/2/2) 19; 3. „Halbtrocken 4.0“ Michael Berghorn (Kiel,(5)3/2/3/5/1/2/3/5) 24;

Kiel Cup ORC III: (9) 1. „Immac Fram“ Kai Mares (Kiel,1/1/1/2/1/1(3)2/2) 11; 2. „Onespirit“ Sören Brandt (Kiel,2/2(3.5) 1/3/2/2/1/3) 16; 3. „Halbtrocken“ Dr. Knut Freudenberg (Bad Laer,(3)3/2/3/2/3/1/3/1) 18;

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