Kurs zur WM liegt bei der „Immac Fram“ an

Auf dem Weg zur Seesegel-Weltmeisterschaft im Juli in den Niederlanden liegt die Kieler Woche für die deutschen und skandinavischen Crews auf dem direkten Weg. Ausgeschrieben als Baltic Pre-Worlds nutzen die ambitionierten Teams die Up-and-Down-Wettfahrten daher als kompakte WM-Vorbereitung. Entsprechend engagiert wurde auf dem Stollergrund in den ersten drei Wettfahrten gesegelt. Und die Bedingungen waren mit...

Auf dem Weg zur Seesegel-Weltmeisterschaft im Juli in den Niederlanden liegt die Kieler Woche für die deutschen und skandinavischen Crews auf dem direkten Weg. Ausgeschrieben als Baltic Pre-Worlds nutzen die ambitionierten Teams die Up-and-Down-Wettfahrten daher als kompakte WM-Vorbereitung. Entsprechend engagiert wurde auf dem Stollergrund in den ersten drei Wettfahrten gesegelt. Und die Bedingungen waren mit drehenden Winden und schwieriger Welle bestens geeignet, um die Performance der Boote zu erproben. Die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) bei den großen Booten (ORC I+II) und die „Immac Fram“ von Kai Mares (Dänischenhagen) in der Klasse der ORC III+IV sind bereits bestens auf Kurs für den Saison-Höhepunkt.

Nach einem guten Start in die Serie musste Torsten Bastiansen (Flensburg) mit der „Sydbank“ in der ORC I+II im dritten Rennen des Tages aufgeben. Nachdem das Achterstag gebrochen war, entschloss sich die Crew an Land zu fahren und den Schaden zu beheben. Das brachte die „Halbtrocken 4.0“ in die Top-Position. Auf Rang drei hinter den beiden X-41-Yachten folgt die Frauen-Crew der „Tutima“ um Kirsten Harmstorf-Schönwitz, die vor allem die kurzen Rennen auf dem Up-and-Down-Kurs liebt, um die Crew-Arbeit zu verbessern.

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Mit zwei Tagessiegen und einem zweiten Platz ist die “Immac Fram” gut in die Pre-Worlds gestartet. Foto: segel-bilder.de

Gerade in der Manöver-Arbeit an Bord sieht sich Kai Mares mit seiner Crew der „Immac Fram“ gut aufgestellt. Nach dem Gewinn der schwedischen Meisterschaft an Pfingsten legt die Italia-Yacht nun auch vor Kiel die Messlatte für die Konkurrenz auf. „Das lief heute sehr gut mit den Plätzen 1, 1, 2. Die Trainingsgemeinschaft mit den Jungs von der ,OneSpirit‘ funktioniert“, berichtete Mares. „Es war heute anspruchsvolles Segeln mit vielen Drehern. Aber die Wettfahrtleitung hat alles bestens im Griff gehabt, schnell gearbeitet und vernünftig lange Kurse ausgelegt. Für die WM in drei Wochen sind wir auf einem guten Weg. Allerdings wollen wir dafür keine Prognose abgeben, denn dort werden ja erstmals beide Vermessungsformel zusammen gewertet. Und für IRC haben wir noch gar keine Erfahrungswerte. Das wird also spannend.“ Im Kielwasser der Mares-Crew folgt das Schwesterschiff, die „OneSpirit“ von Skipper Gordon Nickel. In den vergangenen Tagen hat dort Deutschlands erfolgreichster Segler, Jochen Schümann, als Trainer agiert. „Schön mal wieder in Kiel dabei zu sein, wenn auch nur als Beobachter an Bord. Aber es ist gut zu sehen, wie sicher die Jungs arbeiten.“ Mit den Platzierungen 3, 2, 1 lässt die Nickel-Crew auch die amtierenden Europameister von der schwedischen „Pro4U“ hinter sich.

Nicht alles rund lief bei den Club-Swan 50, die auf dem Stollergrund ihre ersten Kurzwettfahrten für das Nordstream-Race segeln. Am Sonntag geht es auf den langen Schlag in mehreren Etappen bis nach St. Petersburg/Russland. Dafür ist bei der dänischen Crew von Kris Houmann noch Arbeit an Bord und an Land nötig. Denn die Mannschaft überfuhr beim Spinnaker-Manöver das eigene Segel, konnte das leichte Tuch nur mit diversen Rissen wieder an Bord bringen und hofft nun, dass die Segelmacher bis Sonntag alles repariert haben. Da es keinen Ersatz-Gennaker gibt, werden sie die kommenden Tage vor allem als Training ansehen. Die Spitze der fünf baugleichen Yachten hat die deutsche Mannschaft um Hendrik Brandis (NRV Hamburg) mit drei Siegen in den drei Rennen übernommen.

Die dänische Swan-Crew überfuhr den eigenen Gennaker und mjusste zwei Rennen aufgeben. Foto: segel-bilder.de

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