Spitzen-Crews der Seebahn hamstern Siege

Die Seesegler auf den Up-and-Down-Kursen laufen sich für das Finale des Kiel-Cups am Dienstag warm. Nach drei Tagen in Bedingungen, wie sie auf der Ostsee nur selten zu finden sind, verspricht der Wetterbericht für die Abschlusswettfahrten zwar etwas leichtere Winde, dafür aber viel Sonne. Kurzum: karibisches Segeln! Die Spitzenplätze in den beiden Wertungsgruppen scheinen dabei vergeben.

Die „Sportsfreund“-Crew um Skipper Gordon Nickel (Stade) bei den großen Yachten und die „Immac Fram“ mit Kai Mares (Dänischenhagen) am Ruder betätigen sich als fleißige Siegeshamster und fahren auf dem Stollergrund einen ersten Platz nach dem anderen ein.

Ein wenig leidet die Beteiligung zum Kiel-Cup bei den Yachten der Klasse ORC I+II unter dem großen Seesegel-Angebot zum Auftakt der Segelwoche. Waren es zur Maior-Regatta vor sechs Wochen noch 18 Crews, die auf den Kurs auf der Kieler Außenförde gingen, sind nun einige Yachten abhanden gekommen, die sich für die Eckernförde-Regatta statt des Kiel-Cups entschieden haben. Andere mussten im wahrsten Sinne die Segel streichen. So hat die „Moana“ in diesem Frühjahr den Mast verloren und musste das Regattaprogramm vorerst auf Eis legen. Die Spitze der Szene ist aber geschlossen vertreten, und so finden sich auf den ersten Plätzen die gleichen Namen wie zur Maior.

Unangefochten an der Spitze der ORC I+II agiert erneut die „Sportsfreund“ von Eigner Axel Seehafer (Heiligenhafen). Allerdings muss Seehafer aus beruflichen Gründen auf einen Start zur Kieler Woche verzichten. „Das ist sehr schade, denn wir würden gern mit unserem etatmäßigen Steuermann segeln. Aber es ist natürlich toll, dass Axel es uns trotzdem ermöglicht, hier zu starten“, sagt Bendix Hügelmann aus der „Sportsfreund“-Crew. Mit Gordon Nickel steht ein Ersatzmann mit höchstem Renommee am Ruder. Im vergangenen Jahr segelte Nickel mit der „One Spirit“ zum deutschen Meistertitel in der ORC III, jetzt lenkt er die X41 von Seehafer souverän an der Spitze. Dahinter mischt sich allerdings – anders als zur Maior – die Landmark43 von Jens Kuphal ins Feld der weiteren X41. Die „Intermezzo“ ist jeweils das schnellste Schiff auf der Bahn und spielt auch berechnet in den Toprängen mit. Die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) und die „Sydbank“ mit Torsten Bastiansen (Flensburg) lauern eng gestaffelt dahinter.

In der ORC III wahrt die „Immac Fram“ ihre Top-Position von der Maior, auch wenn es dem Schwesterschiff, der „One Spirit“, vereinzelt gelingt, vor der Mares-Crew ins Ziel zu fahren. Damit ist es der jungen Crew gelungen, den kompletten Umbruch der Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr, als die „One Spirit“ den deutschen Meistertitel gewann, zu kompensieren. Sören Brandt (Kiel) hat die Skipper-Position übernommen und eine gute Einstellung des Bootes und der Mannschaft gefunden. Hinter dem Duo der beiden Italia 9.98-Yachten etabliert sich Knut Freudenberg, der Deutsche Meister von 2013, mit seiner Crew der „Halbtrocken“ auf Platz drei.

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