Süchtig nach Foils

Wer einmal auf dem Foil über das Wasser geflogen ist, der will nichts anderes mehr. Für Florian Trittel ein gewichtiger Grund, weshalb der ehemalige 29er-Segler vom Kitefoil auf den Nacra 17 umgestiegen ist. „Es ist super cool, hat Spaß gemacht und es waren gute, dreherische Bedingungen“, sagt der Deutsch-Spanier, der in Barcelona aufgewachsen ist und...

Wer einmal auf dem Foil über das Wasser geflogen ist, der will nichts anderes mehr. Für Florian Trittel ein gewichtiger Grund, weshalb der ehemalige 29er-Segler vom Kitefoil auf den Nacra 17 umgestiegen ist.

„Es ist super cool, hat Spaß gemacht und es waren gute, dreherische Bedingungen“, sagt der Deutsch-Spanier, der in Barcelona aufgewachsen ist und daher für Spanien startet. Tara Pacheco van Rijnsoever war auf der Suche nach einem neuen Vorschoter. Fernando Echavarri, mit dem sie noch zusammen bei den Olympischen Spielen 2016 gesegelt war, musste aufhören. Daher kontaktierte Tara Pacheco van Rijnsoever Florian Trittel. Seit sechs Monaten segeln sie nun zusammen. Eine neue Herausforderung für den Vorschoter. Es ist das erste Mal, dass er mit einer Frau zusammensegelt. Es läuft gut für die beiden. Am zweiten Tag bei der Kieler Woche haben sie alle drei Rennen auf dem zweiten oder dritten Platz beendet und liegen momentan im Gesamtklassement auf dem vierten Rang. „Im Dezember bei der Weltmeisterschaft in Neuseeland wollen wir unser Land für die Olympischen Spiele qualifizieren“, gibt Florian Trittel einen Ausblick. Dann stehen die Chancen 50:50, dass sie die interne Ausscheidung gewinnen. „Es gibt zwei Boote“, erklärt er lachend.

Die Kieler Woche kennt Florian Trittel bereits aus seiner Zeit im 29er. „Da war es immer kalt und nass, jetzt ist es warm und trocken. Aber vor allem sind die Segelbedingungen immer gut.“ Seine Zeit im Jugendskiff krönte er mit dem WM-Titel vor Travemünde.

Im Nacra 17 nutzen die beiden diese weitere internationale Regatta, um weiterzukommen. „Wir haben schon große Schritte nach vorne gemacht“, zeigte er sich mit den Entwicklungen in den vergangenen Monaten zufrieden. Das Kitefoil vermisse er nicht, damit sei er zwar noch schneller auf dem Wasser unterwegs, aber die taktischen Überlegungen auf dem Nacra machen das Segeln zu einer Allround-Herausforderung.

Die Bootsklasse hat Florian Trittel gewechselt, das Land nie. Geboren und aufgewachsen in Spanien kam nie die Frage auf, für welches Land er startet. Spanien bleibt seine Segelheimat.

Hinweis:

Starverschiebung auf allen Bahnen bis 15 Uhr. Nächste Entscheidung gegen 13.30 Uhr.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht