Wettfahrtleiter-Chef aus Leidenschaft

„Die Kieler Woche ist ein besonderes Event“, sagt Nino Shmueli. Es ist die siebte Kieler Woche für den Israeli, der zusammen mit Fabian Bach als Principal Race Officer (Chef-Wettfahrtleiter) für den reibungslosen Ablauf der Regatten verantwortlich ist. „Der Fokus liegt nicht nur auf den olympischen Klassen sondern es sind auch viele andere Klassen am Start“,...

Die Kieler Woche ist ein besonderes Event“, sagt Nino Shmueli. Es ist die siebte Kieler Woche für den Israeli, der zusammen mit Fabian Bach als Principal Race Officer (Chef-Wettfahrtleiter) für den reibungslosen Ablauf der Regatten verantwortlich ist. „Der Fokus liegt nicht nur auf den olympischen Klassen sondern es sind auch viele andere Klassen am Start“, erklärt Shmueli.

„Es ist beeindruckend. Viele sind aus Leidenschaft fürs Segeln dabei.“ Seit so vielen Jahren sei die Kieler Woche ein tolles Event nicht nur aufgrund seiner langen Tradition sondern auch aufgrund der guten Teams auf dem Wasser und dem Race Management. „Es ist eine Freude für mich, Teil des Teams zu sein.“ Als Race Officer reise er um die Welt, doch trotz aller Eindrücke, die er sammelt, und der Vielzahl an Events, die er erlebt, sei die Kieler Woche das größte Event weltweit. „Nicht nur die Anzahl der Segler ist gut, wenn nicht sogar am besten, sondern auch die Qualität der Officers, des Race Managements und der Teams auf dem Wasser ist hoch.“

Rückblickend erklärt Nino Shmueli, dass sich das Race Management verbessert und ein sehr hohes Niveau erreicht habe. Das gelte auch für die Teams auf dem Wasser. „So können wir den Seglern bestmögliche Rennen bereiten.“ Um noch mehr Fairness zu ermöglichen, gibt es in diesem Jahr eine Neuerung. Die etwa 90 49er-Segler sind in drei Gruppen aufgeteilt, die gleichzeitig auf drei verschiedenen Regatta-Bahnen starten. „Die Rennen laufen zeitgleich ab. Alle Segler sind gleichzeitig auf dem Wasser und haben so die gleichen Bedingungen, egal in welcher Gruppe sie sind.“ Das sei die wichtigste Neuerung, aber der Fokus liege auch weiterhin auf der Kooperation mit den Medien und dem Live TV. „Wir bieten sehr attraktives Segel auf dem Kurs Hotel.“

„Ich bin sehr stolz auf mein Team“, fasst Nino Shmueli zusammen. „Sehr stolz!“ Den Job des Principal Race Officers könne man ohne gute Wettfahrtleiter und ein gutes Team nicht machen. Chef-Wettfahrtleiter zu sein, sei die Leidenschaft seines Lebens. „Ich bin sehr stolz, wenn Segler und Trainer sich bei mir oder dem Team für die gute Arbeit bedanken. Das ist es, weshalb wir hier sind.“ Vor 30 Jahren startete Nino Shmueli als Wettfahrtleiter. Erst auf nationaler Ebene und arbeitete sich dann über zehn bis 15 Jahre zu internationalen Regatten vor. „Du musst ein Entscheider sein“, erklärt er, worauf es ankommt. „Entscheidungen müssen sofort und auf den Punkt getroffen werden.“ Zudem sei es wichtig, ein guter Segler und vor allem auch Seemann zu sein, um zu verstehen, was auf dem Wasser vor sich geht. Nicht zuletzt spiele die soziale Komponente eine wichtige Rolle. Als Teamplayer müsse er wissen, wie das Team zu führen sei und eine gute Beziehung zu Seglern und Trainern pflegen. „Dann kannst du ein guter Wettfahrtleiter sein.“

Fabian Bach ist der Local-Principal Race Officer (Chef-Wettfahrtleiter) an der Seite Shmuelis. Foto: Kieler Woche / www.segel-bilder.de

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