Deutscher Nachwuchs ohne Medaillen

Der deutsche Segelnachwuchs kehrt von den Youth Worlds aus Corpus Christi (USA) ohne Medaillen zurück , kämpft aber in fünf Klassen um Top-Ten-Platzierungen.

Bei der Jugend-Weltmeisterschaft des Weltseglerverbandes in Corpus Christi (USA) sind die deutschen Nachwuchssegler/innen vor dem Abschlusstag ohne Medaillenchancen. Gesundheitliche Probleme der Vorschoterin warfen nun auch die auf Rang drei liegende Nacra 15-Crew Silas Mühle/Romy Mackenbrock (Hamburg) aus dem Rennen. Insgesamt vier Streichergebnisse (DNF/DSC) nach einem erfolgreichen Einstieg in die Jugend-WM bedeuten das Aus.

Damit wird die deutsche Nachwuchsmannschaft ohne Medaille aus den USA zurückkehren. Nach dem verletzungsbedingten Aus der 29er-Crew Florian Steuerer/Moritz Fiebig (Augsburg) sind noch fünf deutsche Crews im Rennen, die alle um Top-Ten-Plätze kämpfen.

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Im Nacra (25 Nationen) zogen die Argentinier Teresa Romairone/Dante Cittadini ihre Bahnen an der Spitze. „Wir haben zwar keine guten Starts gezeigt, aber wir haben eine gute und konstante Geschwindigkeit“, so Romairone, die im Vorjahr noch im 29er bei der Youth Worlds startete und Rang 18 belegte. Mit Blick in Richtung der Youth Olympic Games im Oktober dieses Jahres wechselte die Argentinierin in den Nacra. Der Sieg steht schon vor der abschließenden Wettfahrt am Freitag fest.

Insgesamt dominieren die Amerikaner in Corpus Christi. In vier Klassen führen Nachwuchssegler/innen aus dem Gastgeberland, in drei Klassen ist der Titel den Amerikanern schon sicher. Es folgen die Norweger mit der Führung im 29er der Mädchen und Jungen vor Neuseeland (Radial Jungen), Argentinien (Nacra 15) und Großbritannien (RS:X-Mädchen). Und in sechs Klassen stehen die Sieger bereits vor der Abschlusswettfahrt fest:  RS.X-Jungen: Geronimo Nores (USA), RS:X Mädchen: Islay Watson (GBR), Nacra 15: Teresa Romairone/Dante Cittadini (ARG), Laser Radial Jungen: Josh Armit (NZL), Laser Radial Mädchen: Charlotte Rose (USA) und 420er Jungen: Joseph Hermus/Walter Henry (USA).

Im 29er-Skiff (23 Nationen) liegen Maru Scheel/Freya Feilcke als beste deutsche Crew auf Rang fünf mit 24 Punkten Abstand zum Podium. Bei den 29er-Jungen (25 Nationen) schieden Florian Steuerer/Moritz Fiebig bereits vor der ersten Wettfahrt aus. Moritz Fiebig hatte sich bei der Vorbereitung einen Zeh tief aufgerissen und wurde noch vor Ort medizinisch behandelt. An eine Teilnahme an den 29er-Regatten war nicht zu denken.

Im 420er (22 Nationen) liegen bei den Mädchen Theresa Steinlein/Lina Plettner (Berlin) auf Rang zehn und haben gute Chancen, ihren Top-Ten-Platz zu verteidigen. Es führen Carmen und Emma Cowles (USA). Die Jugend-Weltmeisterinnen des Vorjahres legten mit einem Frühstart und sieben Wettfahrtsiegen eine beeindruckende Serie hin und sind kurz vor der Titelverteidigung, die nur ein weiterer Frühstart verhindern könnte. Es wäre der vierte WM-Titel für die Gastgeber.

Im 23 Jollen umfassenden 420er Feld der Jungen liegen die Berliner Kristian Lenkmann/Philip Hall auf Rang zwölf. Fünf Punkte beträgt der Abstand zu einem Top-Ten-Platz. Doch beide deutschen 420er-Crews haben mit einem Frühstart ihren Streicher schon sicher.

Im mit 58 Startern am stärksten besetzten Feld der Laser Radial hat sich Deutschlands Nachwuchshoffnung Julian Hoffmann (Immenstadt) in den Top-Ten festgesetzt. Den Kampf um die Plätze zwei und drei machen der Argentinier  Juan Cardozo und der Australier Zac Littlewood unter sich aus, vorzeitig Weltmeister ist der Neuseeländer Josh Armit. Bei den Laser Radial Mädchen (46 Nationen) liegt Julia Büsselberg mit konstanten Leistungen auf Rang neun.

Auf dem RS:X-Brett sind keine deutschen Nachwuchs-Surfer/innen am Start. Insgesamt starten in Corpus Christi Jugendliche aus 66 Nationen. Die Jugend-WM endet am Freitag, 20. Juli. Die abschließende Wettfahrt startet um 12 Uhr Ortszeit.

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