Stimmungsvolle WM-Eröffnung

Laser Radial Youth World Championships mit 370 Aktiven aus 44 Nationen - „Ihr seid die Zukunft“

Die Laser Radial Youth World Championships vom 18. bis 25. August ist das vierte große Segelereignis für die Laser-Klasse vor Kiel-Schilksee in wenigen Jahren. Über 370 Aktive aus 44 Nationen werden die kommenden Tage um Punkte und Titel kämpfen. Es sind bei den Mädchen und Jungen jeweils zwei Titel zu vergeben: unter 19 Jahren und unter 17 Jahren.

Das Stimmengewirr der unterschiedlichsten Sprachen schallte am Sonntag über das Hafenvorfeld in Kiel-Schilksee. Bunte Flaggen wurden begleitet von Samba-Rhythmen geschwenkt. Der Olympiahafen ist mit der Eröffnung der Laser Radial Youth World Championships wieder ganz in internationaler Hand.

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„Ihr seid die Zukunft unseres Sports“, sagte Eric Faust, Vertreter der Internationalen Laser Klassenvereinigung. Er schätze sich glücklich, dass Kiel der Gastgeber der Weltmeisterschaften ist. Viel Erfolg bei den Rennen und viele neue Freunde an Land, wünschte Carsten Krage, Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs, den Athleten. „Es ist uns eine Freude und eine Ehre,  Euch hier zu haben.“ Auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freute sich über die Segler aus der ganzen Welt. „Es ist fantastisch so viele talentierte, junge Segler in Kiel begrüßen zu können.“ Sonnenschein und warmes Wasser seien für Kiel nicht immer normal, aber er hoffe, dass der endlose Sommer in diesem Jahr auch diese Woche über noch anhalte.

„Jetzt kann’s losgehen“, sagte Laura Schewe. Sie ist motiviert und gegen die leichte Aufregung hat sie probate Mittel gefunden. „Bei einer Regatta auf dem Heimrevier sind die Erwartungen von außen größer. Und vor einer Weltmeisterschaft ist ein bisschen mehr Anspannung da, die man zu kontrollieren hat.“ Den Kopf bekommt sie frei, indem sie beispielsweise Zeit mit Freunden verbringt. Allerdings hat es auch was Gutes, die Regatta vor der Haustür zu haben. „Das ist das Rundum-Sorglos-Paket an Land. Man weiß beispielsweise, dass der Kühlschrank immer voll ist“, sagte sie lachend. Bis Freitag hat sie noch trainiert, dann zwei Tage Pause genossen, in denen alles verarbeitet wurde. „So kann ich voll motiviert und mit richtig Bock aufs Segeln in die Regatta starten.“ Einen Platz unter den Top Five hat sie sich zum Ziel gesetzt. „Ich will das Ergebnis vom letzten Jahr bestätigen.“ Das Feld sei stark besetzt. So ist die Niederländerin Emma Savelon am Start, die im vergangenen Jahr den vierten Platz direkt vor der Altenholzerin und in Corpus Christi bei der Youth Worlds des Weltseglerverbandes unlängst den zweiten Platz belegte.

So ganz einschätzen kann Julius Hoffmann seine Konkurrenz noch nicht. Zwar hatte er einige der Konkurrenten auch bei den Youth Worlds in Corpus Christi bereits auf dem Wasser getroffen, doch es ist seine erste große Weltmeisterschaft. „Ich weiß gar nicht so, wie das Niveau ist.“

Hoffmann möchte in den Qualifikations-Wettfahrten eine bestmögliche Platzierungen ersegeln und sich so eine gute Ausgangsposition sichern. Mit einer Platzierung in der ersten Hälfte des Goldfleets wäre der Obersdorfer Gymnasiast zufrieden. In den vergangenen Tagen im Training habe er sich bereits mit dem Revier angefreundet. Doch: „Die Windrichtung ist ein bisschen komisch – ziemlich drehend, aber das bin ich von den Seen gewöhnt.“

Programm:
Montag, 20. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten
Dienstag, 21. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten
Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten
Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten
Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten
Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

 

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