Formula 16

##Der kleine Bruder der Formula 18
#Formula 16 (F16)

Ein Crewgewicht von 110kg – 140kg ist für die **F16 Klasse** in der Regatta optimal, wobei es keine untere Schranke in den Klassenregeln gibt.
Ein Solosegler lässt die Fock weg und kann ab 70kg Körpergewicht das Boot alleine in allen Windbereichen beherrschen, hierfür sind die ausgereiften und modernen Trimmeinrichtungen verantwortlich mit denen man in der Lage ist immer genügend Druck aus dem Boot zu nehmen. Ein Aufstellen nach einer Kenterung gelingt mit etwas Windunterstützung in der Regel auf Anhieb.

Als Konstruktionsklasse (Formula-Klasse) ausgelegt, haben sich mittlerweile einige auch namhafte Hersteller dem Konzept Formula16 angenommen, so dass aktuell sieben konkurrenzfähige Modelle am Markt verfügbar sind:
Die *Falcon F16* der amerikanischen Werft *Falcon Marine LLC*, die *X16F* der italienischen Werft *Bimare*, die Nacra F16 aus den Niederlanden, die Raptor F16 aus der neiderländischen Werft *Catamaranparts*, die australische *Viper* von Goodall Desing (ehem. AHPC), die *Cirrus Q* der Werft *Boulogne Conception Marine* in Frankreich und die Duma F16 aus der brittischen Werft *Duma Catamarans*.
Fast alle genannten Hersteller haben auch ein **Formula18** Modell im Programm und können somit auf Ihre Erfahrungen und Produktionsprozesse zurückgreifen. Dies resultiert nach dem Baukastenprinzip oft in einer hohen Ähnlichkeit mit dem „großen Bruder“, werden dadurch aber überdimensionierte Bauteile wie Beams oder Mastprofile verwendet, führt dies allerdings zu einer gewissen Streuung beim Bootsgewicht unter den einzelnen Modellen. Nur das italienische Vollkarbon-Modell schafft es derzeit von Werk aus sich auf das Mindestgewicht zu beschränken, ein ordentlicher Unterschied zu den 180kg eines F18. Alle Modelle sind somit auf dem Wasser wie auf dem Land agil zu bewegen.

Steht man vor einem F16 Katamaran, wird man zunächst erstaunt sein. Insbesondere wenn man von der klassischen Vorstellung eines 16-Fuß Boots ausgeht, wird einem ein F16 groß vorkommen. Dies liegt zum einem am Verhältnis von Länge zu Breite welches mit 2:1 identisch ist mit dem eines Tornados, es tragen maßgeblich aber auch die auffallend breiten Rümpfe bei, die dem großvolumigen Konzept der F18 folgen. Bei einigen Modellen führte das zu 80cm breiten und unten gerade abgeflachten Rumpfprofilen die dem Katamaran bereits wieder Gleiteigenschaften bescheren. Das große Volumen verleiht dabei zusammen mit dem Wavepiercer-Bug bemerkenswerte Eigenschaften in der Welle und reduziert die Gefahr von Steckern, das Segeln unter Gennaker wird somit auf ein ganz neues Niveau gehoben. Nach kurzer Zeit vergisst man die 16-Fuß-Klischees, bei den amerikanischen F16-Seglern hat sich hierfür der Spruch „size doesn’t matter“ etabliert.
(*Quelle: http://wasserschach.de*)