18footer

##Das schnelleste Monohullboat
#Der 18footer (International 18 / 18ft Skiff)

Vater der 18footer war Mark Foy, ein segelbegeisterter Geschäftsmann, der fest davon überzeugt war, dass Mit einem simplen Drei-Punkte-Plan, trat er an um seinen Lieblingssport aufregender zu gestalten – auch um mehr Publikumsinteresse zu wecken:

– Segelrennen müssen aufregender und schneller sein
– die Boote müssen farbiger und dadurch einfacher zu identifizieren zu sein als durch eine kleine Segelnummer
– die Rennen müssen durch den Zieleingang entschieden sein, der erste im Ziel ist auch der Sieger

Dazu brauchte er zunächst ein schnelleres Schiff, aber er löste es mit dem ersten **18footer**. Dieses hatte eine offene Schale, einen 8-Fuß-Baum (2,4 m) und nur 76 cm Freibord. Es trug eine Besatzung von damals **14 (!)** Mann, welche verglichen mit den üblichen 25 Mann Besatzung geradezu revolutionär war. Es konnte viele weit ausgestellte Segel tragen und war für einen enormen Vorwind-Speed konzipiert, bei dem es unglaublich schnell ins Gleiten kam.

Foy war empört, als man Ihm untersagte, mit seinen Booten an der jährlichen an Neujahr stattfindenden Regatta teilnehmen zu dürfen. Das Komittée der „Anniversary Regatta“ glaubte, dass sich die Würde der ältesten Regatta der südlichen Hemisphäre nicht mit solch auffälligen und wenig traditionellen Booten, welche zudem noch große farbige Logos im Segel trugen, vertragen würde. Konsequent entschied Foy, am Anniversary Day seine eigene Regatta abzuhalten und die wurde ein voller Erfolg.

In keiner Bootsklasse der Welt wurden mehr Ansätze unternommen und mehr Erfolge mit professionellem Renn-Geschehen erzielt. Die Publikumswirksamkeit ist unbestritten und die Rennen auf den Zuschauer zugeschnitten. Spektakuläre Segelszenen von begeisternder persönlicher Performance, Teamarbeit und Bootshandling auf hohem Niveau, gepaart mit seglerischem Können bieten genug Attraktionen, sodass ein Partner auch aus kommerzieller Sicht sehr schnell ein Benefit daraus zieht. So haben sich viele gute Segler und Olympioniken auch in dieser Klasse bewiesen, beispielsweise Michael Hestbaeck, zwischenzeitlich Taktiker an Bord des Deutschen Americas Cuppers und derzeit begnadeter Matchracer.

Eines aber scheint sich über alle Wandel der Zeiten zu erhalten: 18Footer-Rennen bleiben die faszinierendste Renn-Serie in Sydney Harbour seit über 100 Jahren seit der Geburt von Foys Idee. Moderne Flotten sind mittlerweile in Europa, hier insbesondere in UK, und auch in Amerika etabliert.

Die Verbandsstruktur ist eher international ausgerichtet, da die 18ft Skiffs *keine ISAF-Klasse* sind. Es gibt jedoch nationale 18Footer-Vereinigungen in Neuseeland, England, Deutschland und der Schweiz. Zusätzlich gibt es die Europäische Klassenvereingung, welche die Grand Prix Regatten organisiert und ausrichtet und Sprachrohr der nationalen Klassenvereinigungen in Europa im Dialog mit der australischen League ist. Seit 2009 gibt es die weltweite Klassenvereinigung, einen Zusammenschluss der amerikanischen KV, den europäischen nationalen Verbänden inklusive der Europäischen Klassenvereinigung, und der Australian 18 foot Skiff League.

Generell gibt es weltweit gibt es drei Konzentrationspunkte, diese sind traditionell aufgrund der Herkunft Australien, hier allerdings nach wie vor zu 80% Sydney, weiter Flotten in Perth und Brisbane befinden sich im Aufbau. Es gibt in Sydney zwei Clubs, die je eine große 18Footer-Flotte ihr Eigen nennen, die Sydney Flying Squadron und die Australian 18Footer League mit insgesamt ca. 40 Booten, dazu auch einige historische 18Footer. In Amerika gibt es im Gebiet von San Francisco weitere ca. 10 Boote, zusätzlich zwei in Kanada.

Die Europäer sind als starkes Pendant zu den Australiern aufgestellt, Sie sind die in den letzten Jahren am stärksten gewachsene Gruppe mit derzeitig rund 50 Booten. Hier gibt es eine gesunde Verteilung mit ca. 17 in Deutschland, 12 Booten in England, 7 in der Schweiz, 4 in Ungarn, je 3 in Frankreich und Dänemark, 2 in Italien, 2 in den Niederlanden, 2 in Österreich, 2 in Spanien, weitere in Finnland, Schweden und neuerdings in Griechenland und Kroatien.

In dieser Zahl sind natürlich nur jene erwähnt, welche auch mal aktiv an Regatten teilnehmen. Hier handelt es sich um rund 110 Teams, weltweit werden aber sicher rund 250 18Foot-Skiffs existieren.
(*Quelle: [www.skiff-event.com](http://www.skiff-event.com/?page_id=8)*)