Olympische Skiff-Jollen erobern die Alster

Nach der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Drachen mit über 60 Booten und dem „Rennen der Legenden“ findet vom 17. bis zum 19. August die nächste Jubiläumsregatta zum 150. Geburtstag des Norddeutschen Regatta Vereins auf der Alster statt. Die jungen Spitzensportler des olympischen 49er segeln drei Tage um den Deutschen Meisterstitel.

Es wird nicht langweilig im ältesten Segelclub an der Hamburger Außenalster. Mit den schnellsten Booten aller Olympischen Klassen geht es am dritten Augustwochenende heiß her. Der 49er gehört zu den High-Performance-Jollen und wird von zwei Crewmitgliedern gesegelt. Groß- und Vorsegel haben zusammen eine Fläche von rund 21 m2, der Gennaker ist 38 m2 groß. Mit dem optimalen Wind kann der 49er Geschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten (ca. 50 km/h) erreichen. Designt  wurde die schnelle Jolle bereits 1995 von dem Neuseeländer Frank Bethwaite, seit 2000 ist die Skiff-Jolle, die keinen Kiel hat, Bootsklasse der Olympischen Spiele.

Direkt von der Weltmeisterschaft im dänischen Aarhus kommen die Top-Favoriten des NRV Olympic Teams. Im Feld der zwölf Starter Tim Fischer und Vorschoter Fabian Graf (NRV / Verein Seglerhaus am Wannsee), die bei der WM überraschend stark auf den dritten Platz kamen. Ihre ärgsten Konkurrenten sind die Segler des NRV Olympic Team Erik Heil und Thomas Plößel, die in Aarhus auf den vierten Platz kamen. Ebenfalls Aspiranten auf den Titel „Deutscher Meister“ sind Justus Schmidt und Max Böhme vom Kieler Yacht-Club sowie die Youngster Gwendal Lamay und Luke Willim vom NRV. Für einen Überraschungserfolg könnten die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckoldt sorgen, die 2008 im 49er bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille errangen, sich aber aus dem aktiven Hochleistungssport zurückgezogen haben.

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„Ich freue mich sehr auf die IDM. Es ist etwas ganz besonderes, mit einem so schnellen Boot wie dem 49er mitten im Herzen Hamburgs zu preschen“, sagt Thomas Plößel, der zusammen mit Erik Heil 2016 vor Rio die Bronzemedaille gewann. Doch wahrscheinlich ist es nicht nur die Möglichkeit, mitten in der Stadt auf dem Wasser Gas zu geben, die die Athleten in die Hansestadt zieht. Es locken auch insgesamt 5.000 Euro Preisgeld für die drei  Teams auf dem Treppchen.

Angesetzt sind zehn Wettfahrten plus ein finales Rennen am Sonntag. Das Startsignal zur ersten Wettfahrt wird am Freitag, den 17. August, gegen 11 Uhr ertönen. Steht der Wind günstig, wir der Zieleinlauf der letzten Wettfahrt direkt vor der Steganlage des NRV positioniert, so dass zahlreiche Zuschauer den künftigen Olympioniken zujubeln können.

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