Anspruchsvolle Welle und schöne Bedingungen

Wellen und 15 bis 17 Knoten Wind ließen die Jollen zum Auftakt der Laser Radial Youth World Championships vor Kiel Schilksee hin und her tanzen und verlangten den Aktiven konzentrierte Tonnenmanöver ab.

Wellen und 15 bis 17 Knoten Wind ließen die Jollen zum Auftakt der Laser Radial Youth World Championships vor Kiel Schilksee hin und her tanzen und verlangten den Aktiven konzentrierte Tonnenmanöver ab.  Wer anderen Vorfahrt gewähren musste, kämpfte, um nicht baden zu gehen. Am besten meisterten die Bedingungen Laura Schewe (Kiel), Josh Armit (NZL) und Ludvig Lindqvist (SWE), die nach dem ersten Tag in Führung liegen.

Konnte im ersten Rennen die Niederländerin Emma Savlon noch Laura Schewe auf Distanz halten und das Rennen vor der Deutschen gewinnen, so musste sie sich mit einer Disqualifikation im zweiten Rennen auf einem Gesamtrang 47 nach dem ersten Tag einreihen. Laura Schewe hingegen machte keine Fehler und verbesserte im zweiten Rennen das Resultat, gewann dieses und ging auch im Gesamtklassement in Führung. „Viel besser hätte es nicht laufen können. Die Bedingungen waren richtig schön. Die Welle war anspruchsvoll“, fasste die Kielerin den Tag zusammen. Bisher kenne sie die Situation noch nicht, bei so einem Event als Führende in den nächsten Tag zu starten. Aber sie versuche, sich einfach darauf zu konzentrieren, dass morgen ein neuer Tag mit zwei neuen Rennen und anderen Bedingungen sei, so Schewe.

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„Ich hatte ein gutes erstes Rennen“, erklärte Emma Savlon, Zweite der Youth Worlds des Weltsegelverbandes in Corpus Christi (USA). Und obwohl sie einen guten Start im zweiten Rennen hatte, entschied sie sich auf der zweiten Kreuz für die falsche Seite und verlor Plätze. „Das war ein dummer Fehler“, fasste sie zusammen. Dazu kam noch eine Disqualifikation und so rutschte Savlon auf den 47. Platz. Konstante Rennen und Platzierungen unter den ersten Dreien hat sie sich für die beiden Rennen am morgigen Dienstag vorgenommen. „Das könnte nicht ganz so einfach werden.“ Denn in Kiel seien die Bedingungen schwieriger als in Texas vor wenigen Wochen.

Momentan auf dem zweiten Platz liegt die Russin Valeriya Lomatchenko, auf dem dritten hat sich die Spanierin Ana Moncado Sanchez eingereiht. Dicht gefolgt von Julia Büsselberg, die zwei vierte Plätze ersegelte. Unter den ersten 20 haben sich auch Vanessa Gregor (17), Carolin Müller (19) und Theresa Wierschin (20) platziert.

Josh Armit, der erst vor wenigen Wochen in Corpus Christi die Youth Worlds des Weltverbandes gewann, war nicht ganz zufrieden. Es sei ein ordentlicher, aber kein richtig guter Tag gewesen. Der stärkere Wind habe ihn gefreut, und er sei angereist, um zu lernen und sein Bestes zu geben. „Wenn ich mich in der Regatta wohl fühle, weiß ich, dass ich gut segele.“ Heute habe er einige Fehler gemacht, was für Morgen Luft nach oben lasse, so der Neuseeländer. Das Resultat kann sich aber trotzdem sehen lassen. Nach einem ersten und einem dritten Platz in den zwei Qualifikationsrennen des Tages liegt Armit nach dem ersten Tag im Gesamtklassement auf dem ersten Platz.  „Es war um einiges wärmer als noch zur Kieler Woche“, fasste er den Tag auf dem Wasser zusammen. Armit teilt sich die Führungsposition mit dem Schweden Ludvig Lindqvist, der auch einen ersten und einen dritten Platz einfuhr. Hinter ihnen hat sich Julian Hoffmann platziert. Nach einem vierten Rang im ersten Rennen, folgte ein Sieg im zweiten.

„Es ist eine Herausforderung, nur ein kleines Team zu haben, da wir nicht die Unterstützung haben, wie die großen Teams“, erklärte Arthit Mikhail Romanyk aus Thailand. Er ist zusammen mit seiner Schwester angereist – die einzigen Thailänder, die vor Kiel starten. Aber ganz ohne Unterstützung müssen sie auch nicht auskommen. Denn sie trainieren nicht nur zusammen mit dem australischen Team, sondern sind auch zusammen mit den Australiern vor Ort. Als Ziel hat sich Arthit Mikhail Romanyk die Goldfleet gesetzt. Und nach dem ersten Tag ist er auch ganz zuversichtlich, dass er es erreichen kann: „Es war heute recht windig. Das war gut für mich, da ich ein bisschen schwerer bin.“ Momentan liegt er in einer guten Position dafür, denn er hat sich nach dem ersten Tag auf dem fünften Rang eingereiht. Seine Schwester Janisara Sasha (Platz 54) strahlte über das Gesicht: „Das ist der beste Ort, an dem ich bisher gesegelt bin.“ Sie ist zum ersten Mal in Kiel, ihr Bruder zum zweiten Mal. Seit sechs Jahren segeln sie zusammen. „Es ist ein gutes Teamwork, und Mikhail ist auch mein Coach und passt auf mich auf“, so Janisara Sasha.

 

Weiteres Programm:

Dienstag, 21. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

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