Bilanz der Gewässerretter: 10.000 kg Müll gesammelt

10.000 Kilogramm Müll, die 2017 aus den deutschen Gewässern entfernt worden sind – das ist die Bilanz der Gewässerretter. Eine Aktion, die vom NABU gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher, dem Deutschen Kanu-Verband und dem Deutscher Segler-Verband (DSV) initiiert worden ist.

10.000 Kilogramm Müll, die 2017 aus den deutschen Gewässern entfernt worden sind – das ist die Bilanz der Gewässerretter. Eine Aktion, die vom NABU gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher, dem Deutschen Kanu-Verband und dem Deutscher Segler-Verband (DSV) initiiert worden ist.

Seit Beginn der Zusammenarbeit der vier Verbände vor fünf Jahren sind damit fast 40 Tonnen Müll bei Reinigungsaktionen von Freiwilligen von der Küste, aus Flüssen und Seen entfernt worden. Dabei sammelten nicht nur Einzelpersonen Müll. „Über das Portal www.gewässerretter.de sind innerhalb von 16 Monaten 48 Gemeinschaftsaktionen von Gruppen beworben und durchgeführt worden. Einige Aktionen mit Beteiligung von Tauchern, Kanuten und Seglern fanden dabei auch auf und unter Wasser statt. Eine Bilanz die sich sehen lassen kann“, so die Verbände in einer Preeemitteilung. Über 10.000 Müllteile wurden so aus der Umwelt entfernt. Die Auswertung der Müllfunde zeigt laut NABU deutlich, dass die Konsumenten den Umgang mit Plastik und insbesondere Verpackungen ändern müssen. „Annähernd 40 Prozent der gefundenen Müllteile waren Tüten, Folien und Verpackungen. Im Kampf für saubere Gewässer ist es letztendlich entscheidend, dass weniger Einwegverpackungen auf den Markt kommen und Verbindlichkeiten und Anreize für das Recycling von Verpackungsmaterialien bestehen. Nur so können wir langfristig erfolgreich sein. Denn Müll der gar nicht erst entsteht, gelangt auch nicht ins Meer“, so NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff.

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Ein positives Signal dazu kam gerade aus Brüssel: Die Europäische Kommission hat eine Plastikstrategie angekündigt. Bis 2030 sollen alle Verpackungen in der EU recycelbar, der Verbrauch von Einwegplastik eingedämmt und die Verwendung von Mikroplastik, etwa in Kosmetika, beschränkt werden. „Gemeinsam wollen wir unsere Zusammenarbeit für den Gewässerschutz fortführen und ausbauen. Die Plattform Gewässerretter bietet uns die Möglichkeit, Wassersport und Naturschutz zusammenzubringen und unser liebstes Hobby mit dem Einsatz für die Vielfalt vor unserer Haustür zu verbinden“, so die Verbände weiter. Auch in diesem Jahr sind Aktionen von Seglern, Kanuten und Tauchern mit dem NABU geplant.

Zur boot in Düsseldorf sind die Gewässerretter in Halle 3 am VDST-Stand (A 54) zu finden. NABU-Vorträge finden im Maritimen Klassenzimmer in Halle 14 (E34) noch am 27. und 28. Januar jeweils um 14 Uhr statt. Am Samstag, 27. Januar, macht eine „Müll-Meerjungfrau“ auf die dramatische Problematik von Plastikabfällen aufmerksam.

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