boot 2020: Messe-Düsseldorf-Chef Werner Matthias Dornscheidt zur neuen Halle 1

Die größte Wassersportmesse der Welt präsentiert sich 2020 in einem neuen Layout. Maßgeblicher Grund: Bis Ende 2019 entstehen auf dem Düsseldorfer Messegelände ein komplett verglaster Eingang Süd sowie eine neue multifunktionale Halle

Im Rahmen einer Pressebegehung stellte Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, die neue Messehalle vor:

„Lassen Sie mich heute mit einem Zitat des wohl einflussreichsten Architekten des vergangenen Jahrhunderts beginnen: Le Corbusier äußerte sich zum Städtebau mit den Worten „Der Städtebau verlangt Einheitlichkeit im Einzelnen, Bewegung im Ganzen.“ Wenn wir nun das Wort Städte durch Messe austauschen, liegen wir, was die neue Halle 1 angeht, richtig. Natürlich müssen wir bei den Bauten in unserem Messegelände auf Einheitlichkeit achten. Wichtig ist jedoch auch, dass wir dem Individuellen, dem Speziellen, dem Flexiblen eine Chance geben. In ihrer Funktionalität und technischen Ausstattung bieten alle Messehallen ein Höchstmaß an Komfort für unsere Aussteller. Die Ausgestaltung ist jedoch individuell unterschiedlich und erzählt viel von ihrem jeweiligen Baujahr.

© Messe Düsseldorf

Bei Ihrem ersten Rundgang durch die Baustelle der Halle 1 werden Sie feststellen: Sie sieht irgendwie gleich aus wie ihre 20 Schwestern, bietet aber natürlich modernere, innovative und vielfältige Möglichkeiten. Zudem ist die Ausgestaltung, man schaue sich einmal den Hallenboden mit seinen schwarzgrau melierten Bodenfliesen an, sehr zeitgemäß verglichen mit den Industrieböden aus den 70er Jahren. Wandvertäfelungen und Parkettböden aus Holz in den Konferenzräumen liefern ein warmes und freundliches Ambiente. Die offene Konzeption und der weite Blick auf Nordpark, Rhein und Rheinturm aus den südlichen Konferenzräumen liefern Ruhe und Entspannung und bilden das Tor nach Düsseldorf. Und der weitläufige Vorplatz unter dem lichtdurchlässigen Textildach wirkt hell und offen. Hier gibt es keine Begrenzung. Besucher und Aussteller durchlaufen ein freundliches Entrée, um anschließend in einer, durch eine Vielzahl an Oberlichtern, hellen, lichtdurchfluteten Messehalle aufeinanderzutreffen. Beste Bedingungen für gutes, erfolgreiches Business in bester Atmosphäre und Raumkultur.

Sie hören, ich komme richtig ins Schwärmen, wenn ich von dieser neuen Halle 1 rede! Ich denke jedoch, dass wir als Messegesellschaft mit eigenem Gelände immer auch in die Zukunft investieren müssen. Messehallen, die inzwischen fast 50 Jahre auf dem Buckel haben, müssen kontinuierlich saniert, modernisiert und neugestaltet werden. Und manchmal muss auch ein Neubau her, um weiter ganz nah am Puls der Zeit zu sein.

Wir haben uns sowohl bei der Ausschreibung als auch der Auswahl des Architektenteams viel Mühe gegeben. Ziel war es, einen weiteren Messe-Eingang zu schaffen, der uns, die Messe Düsseldorf, ansprechend repräsentiert. Unter dem Motto „future building“ bauen wir für unsere Kunden und dies sind Menschen, die Messen lieben. Also kommt ein weiteres Motto der Messe Düsseldorf ins Spiel „love a fair“. Und ich glaube, dass es genauso ist. Wir bauen für die Zukunft, damit Menschen weiterhin ihr Business auf unseren Messen in einer bestmöglichen Atmosphäre betreiben können.

Ich freue mich sehr auf die Inbetriebnahme der neuen Halle, erstmals wird sie Ende September bei der Gastveranstaltung expopharm belegt. Anschließend beziehen die Aussteller der Kunststoffmesse „K“, der A+A – Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der MEDICA die Halle 1. Zur boot wird sie zur Heimat mittelgroßer Motoryachten, die sich einer großen Beliebtheit erfreuen.

© Messe Düsseldorf

Lassen Sie mich hier nur einige der beeindruckenden Details unseres Bauprojektes „Neue Messe Süd“ nennen: Es ist natürlich nicht ganz billig, aber jeden Euro der rund 140 Millionen wert! Die Bauzeit betrug etwas mehr als zwei Jahre, damit sind wir verglichen mit anderen Großbauten sehr fix. Insgesamt bietet sie 12.027 Quadratmeter Fläche. Sie ist 158,34 Meter lang, 77,40 Meter breit und 20 Meter hoch und kommt gänzlich ohne Stützen aus. Sie besitzt zur Anlieferung der Exponate sieben Tore, die 5,50 Meter breit und 6 Meter hoch sind, ein Tor davon ist auch für den Transport noch größerer Boote oder Maschinen geeignet: es ist 6,80 Meter hoch. Sie kann für Konzerte, Events oder andere Arten von Veranstaltungen für bis zu 10.000 Menschen eingerichtet, das heißt bestuhlt werden. Sechs Konferenzräume stehen mit jeweils 200 Quadratmetern für je 198 Teilnehmer zur Verfügung – vier davon mit dem erwähnten Blick in die Stadt. Zum CCD.Süd gibt es einen verglasten Übergang im 1. Obergeschoss. Das Foyer des neuen Eingangs Süd hat eine Fläche von 2.112 Quadratmetern und lässt sich ebenfalls für Veranstaltungen einsetzen. Das Material des Vordachs ist ein lichtdurchlässiges Glasfasergewebe mit LED-Beleuchtung. In der unter dem Vorplatz liegenden Tiefgarage haben 300 PKW Platz, auf dem oberirdischen Parkplatz noch einmal 138. Daneben gibt es Haltepunkte für Busse und Taxis. Wer einen Erholungsspaziergang im Nordpark unternehmen möchte, kann diesen durch einen direkten Übergang erreichen.

Sie sehen „future building“ ist bei uns nicht nur eine leere Phrase, sondern mit sichtbaren Ergebnissen gefüllt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Erkundung der neuen Halle 1 unter der Obhut unserer Kollegen aus der Bauabteilung.“

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