Deutsche Jugend bei den Worlds in Sanya ohne Medaille

Die Youth Worlds in Sanya/China sind mit einem spannenden Finaltag beendet worden. Für die deutschen Segler reichte es dabei aber nicht zum Sprung auf das Podium. Trotz einiger guter Platzierungen und Einzelergebnisse blieb die deutsche Flotte ohne Medaille. In der Länderwertung kam die deutsche Seglerjugend damit lediglich auf den 18. Platz der 60 teilnehmenden Nationen.

Sanya bot die engsten Rennen der vergangenen Jahre. Acht Goldmedaillen in den neun Klassen wurden erst mit dem Zieldurchgang zur letzten Wettfahrt vergeben, als eine 12-Knoten-Brise und Sonnenschein noch einmal für einen tollen Abschluss dieser Weltmeisterschaften sorgten.

Die Italienerinnen Margherita Porro/Sofia Leoni sicherten sich Gold bei den 29ern bereits vor dem finalen Rennen. Dahinter wurde es allerdings eng. Und in dieser Klasse sorgten die Kielerinnen Maru Scheel/Freya Feilke für das beste deutsche Ergebnis vor Sanya. Als Fünfte unter den 20 Duos blieben aber auch Scheel/Feilcke hinter dem Podium zurück. Zur Bronzemedaille fehlten ihnen schließlich fünf Punkte.

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Chancenlos dagegen waren die deutschen 29er-Jungs. Bendix Hempel/Tobias Matern (Kiel/Flensburg) kamen nach den 13 Wettfahrten nicht über den 26. Platz unter den 30 Mannschaften hinaus. Gold ging hier nach Frankreich an das Duo Revil/Guevel, die im entscheidenden Rennen die Titelkonkurrenz sicher in Schach hielten.

Bei den Mixed-Katamaranen lagen die Hamburger Silas Mühle/Romy Mackenbrock zwischenzeitlich auf Kurs Podiumsplatz. Doch die guten Ergebnisse zum Start in die Titelkämpfe konnten sie nicht bis zum Ende durchstehen. Am Ende lieferten sie unter den 18 Mannschaften keine Top-Ten-Ergebnisse mehr ab und rutschten noch auf Platz sieben ab. Als Meister des modernen Kat-Segelns erwiesen sich die Schweizer Max Wallenberg/Amanda Bjork-Anastassov.

In den weiteren drei Disziplinen mit deutscher Beteiligung gab es keine Chance auf eine Top-Ten-Platzierung. Hannah Anderssohn, die in 2015 bei den Youth Worlds noch zu Silber gesegelt war, kam nach einer Frühstart-Disqualifikation im ersten Rennen nicht in den Meisterschaftsmodus. In der letzten Wettfahrt landete sie zwar noch einen Tagessieg, insgesamt reichte es aber nur zu Platz 18. Charlotte Rose aus den USA holte sich die Goldmedaille. Laser-Kollege Nico Naujock war bei den Jungs nur einen Platz bester, wurde 17. beim Sieg des Israeli Maor Ben Hrosh. Ähnlich auch die deutsche Performance bei den 420er-Mädchen. Inga-Marie Hofmann/Henrike Leitl wurden 16. unter 25 Crews. Gold ging hier erneut in die USA an Carmen und Emma Cowles. Die Nationenwertung ging an die Italiener.

Während die Teams nun wieder in ihre Heimat reisen, hat der Weltverband den nächsten Austragungsort der Youth Worlds mitgeteilt. Vom 14. bis 21. Juli 2018 werden die Jugendweltmeisterschaften in Corpus Christi (USA) gesegelt. Die deutschen Anwärter auf einen Startplatz können sich bei den folgenden Events für die WM qualifizieren:

Einhand männlich und weiblich auf Laser Radial: Young Europeans Sailing, Kiel (19. bis 21. Mai)

Zweihand männlich und weiblich auf 420er: JEM/ WMA Finale, Warnemünde (10. bis 13. Mai)

High Performance Dinghy männlich und weiblich auf 29er: Young Europeans Sailing, Kiel (19. bis 21. Mai)

Multihull mixed auf Nacra 15: Weltmeisterschaft, Barcelona (22. bis 28. April)

Segelsurfen männlich und weiblich auf RS:X 8,5: Nominierung durch den Jugendsegelausschuss

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