Die Juli-Ausgabe von segeln

Die Pandemie schränkte uns in vielen Bereichen drastisch ein. Allerdings wirkte sie in anderen Bereichen auch wie ein Katalysator. Ein gutes Beispiel halten Sie jetzt in den Händen. Seit März 2020 entsteht das segeln-Magazin im „Mobile Office“. In meinem Fall an einem Schreibtisch in einem Keller irgendwo in Schleswig-Holstein. Unsere Grafik sitzt in Bayern, unsere...

Die Pandemie schränkte uns in vielen Bereichen drastisch ein. Allerdings wirkte sie in anderen Bereichen auch wie ein Katalysator. Ein gutes Beispiel halten Sie jetzt in den Händen. Seit März 2020 entsteht das segeln-Magazin im „Mobile Office“. In meinem Fall an einem Schreibtisch in einem Keller irgendwo in Schleswig-Holstein. Unsere Grafik sitzt in Bayern, unsere Redakteure in Berlin, Hamburg, Flensburg – kurz: verstreut in ganz Deutschland. Wir mussten neue Prozesse etablieren und uns an diese gewöhnen. Mittlerweile haben wir unsere Kommunikation gegenüber der Pre-Pandemie-Zeit sogar noch verbessern können. Als Vollblutsegler begannen wir uns dann natürlich die Frage zu stellen, ob das nicht auch an Bord möglich wäre? Mein Kollege Jan Maas begab sich auf Spurensuche, sprach mit Menschen, die auf ihrem Boot leben, von dort arbeiten. Neudeutsch nennt man sie „Digital Nomads“. Menschen, die ihren Lebensunterhalt auf „Wanderschaft“ bestreiten, weil es die Digitalisierung möglich macht. Wie die Menschen an Bord leben und ihren (Arbeits-)Alltag strukturieren, lesen Sie in dieser Ausgabe. Aber wir lassen auch andere Menschen zu Bord kommen: eine junge Frau, die in der Pandemie auf einem Schoner anheuert und dort zu sich selbst findet, ein junger Mann, der sich seinen Kindheitstraum erfüllt und über den Atlantik segelt. Und wann ziehen Sie aufs Boot?
Ein anderes großes Thema in der Fahrtensegelwelt sind die „Angriffe“ von Orcas in der Straße von Gibraltar. Seit gut einem Jahr berichten Crews, die in diesem Gebiet segeln, von einer Gruppe von Walen, die gezielt Segelyachten angreift und die Ruderanlagen zerstört. Die Fachwelt diskutiert über die Ursachen, die Segler im Internet diskutieren eifrig, wie man sich verhalten sollte. Meine Kollegin Philine Lehmann ging diesem Phänomen nach und sprach mit den betroffenen Seglern und Biologen über die Angriffe. Was sie erfahren hat und zu welchen Schlüssen sie gekommen ist, lesen Sie ab Seite 36.
Und noch etwas Werbung in eigener Sache. Denn uns gibt es jetzt auch als Podcast auf die Ohren. Zusammen mit Philine Lehmann und Carsten Kemmling von segelreporter.com spreche ich regelmäßig über die neuesten Entwicklungen und Ereignisse in der Segelwelt. Hier können Sie in den Podcast reinhören.

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