Drachen Grand Prix vor Kühlungsborn

Am Wochenende vom 3. Bis 6. Juli 2019 segelten 40 Teams aus Europa und Japan um den Sieg in Grand Prix Deutschland, der Teil des neuen Europacups der Drachen ist.

Nach sechs Rennen lag schließlich das russische Team von Dmitry Samokhin und dem dreifachen Olympiasieger Andrey Kirilyuk vorn. Dicht dahinter lag das japanische Team um Steuermann Peter Gilmour, gefolgt von den Niederländern um Pieter Heerema.

Das Regattawochenende war von stürmischen Winden geprägt. Am ersten Tag segelten die 40 Teams noch zwei Rennen bei 18 bis 24 Knoten Wind und aufgewühlter See. Da am zweiten Tag im Mittel bis zu 26 Knoten gemessen wurden, konnten sich die Segler einen freien Tag gönnen und auf weniger Wind hoffen. Der ließ zwar etwas nach, wehte aber auch dritten Tag noch immer recht stramm, sodass lange auf ein passendes Wettfahrtfenster gewartet wurde. Schließlich ging es doch noch für zwei Rennen auf das aufgewühlte Wasser vor Kühlungsborn. Und die hatten es in sich. Auf der zweiten Kreuz kam es am Luvfass zu einem bemerkenswerten Crash, der ein Loch in ein Boot riss. Durch den Zusammenstoß verlor einer der Steuermänner die Kontrolle über das Boot, das schließlich mit dem Bug die Crew auf der hohen Kante eines anderen Bootes gefährlich nahekam wobei der Skipper über Bord ging. Das führerlose Boote nahm dann noch allen folgenden Booten, das Wegerecht.  „Rückblickend, eine der gefährlichsten Situationen in meinem Drachenleben“, sagte der über Bord gegangene Dirk Oldenburg im Anschluss.

Grand Prix Kühlungsborn Drachengeschwader

In zwei Jahren findet vor Kühlungsborn der nächste große Event der Drachenklasse statt: die Weltmeisterschaft. Daher war es für viele Segler die erste kleine Generalprobe auf dem Revier.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht