Enge Entscheidungen bei den Seesegel-Meisterschaften

Einen Tag nachdem die Meister bei der IDM Seesegeln bereits vorzeitig feststanden, konnten auch die weiteren Podiumsplätze in den beiden Wertungsklassen vergeben werden.

Die Ergebnisse der Mittelstrecke in der Flensburger Förde entschieden über die Platzierungen hinter den Siegern „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (ORC 1+2) sowie „OneSpirit“ von Gordon Nickel (ORC 3+4)

Zum Abschluss der IDM der Seesegler vor Glücksburg bescherte die Förde den Crews beste Bedingungen. Wettfahrtleiter Hajo Andresen schickte die beiden ORC-Gruppen planmäßig um 10 Uhr auf die abschließende Mittelstrecke. Waren die vergangenen Tage noch von diversen Frühstarts geprägt, zeigten sich die Segler diesmal konservativ an der Startlinie. Vielleicht, um das Risiko zu minimieren, vielleicht aber auch auf Grund leichter Kopfschmerzen von der Party am vorherigen Abend:

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Das am Clubhaus des Flensburger Segel Clubs aufgebaute Festzelt und die Klänge von Offshore-DJ „Fat Fechner“ hatten für hervorragende Stimmung unter den Seglern gesorgt: So ausgelassen wurde in Flensburg lange nicht mehr getanzt.

Der Kurs der Mittelstrecke führte die Yachten über rund 20 Seemeilen durch die Außen- und Innenförde. Der Wind wehte am Start böig um 18 Knoten und nahm über den Tag langsam ab. Dennoch entwickelten sich schnell packende Zweikämpfe unter den Yachten, die sich auch auf das Gesamtergebnis auswirkten: Die zweitplatzierte Yacht vom Vortag in der ORC 3+4, Hauke Mojes „Quiron“, kam zum Abschluss nicht über einen achten Platz hinaus und rutschte damit auf den vierten Platz insgesamt ab. Davon profitierte Max Augustin mit der „HEAT“, der mit einem fünften Platz in der Mittelstrecke den zweiten Platz über alles errang, nun gefolgt von Dr. Knut Freudenbergs „Halbtrocken“ auf Rang drei. Der Abstand zwischen den Plätzen drei und vier: 0,2 Punkte.

Die “HEAT” segelte in der ORC 3+4 auf Platz zwei. Foto: segel-bilder.de (Bild: nur für redaktionelle Verwendung © www.segel-bilder.de)

Gordon Nickel zeigte am Finaltag unterdessen erneut, warum die „OneSpirit“ vor Flensburg verdient den Titel des Deutschen Meisters ersegelte: In Sachen Bootshandling, Speed und Fehlerminimierung ist die junge Crew mit ihrer Italia 9.98 derzeit das Maß der Dinge. Nickel sagte dazu: „Wir sind super happy über das Ergebnis und hatten eine tolle Zeit in Flensburg. Die Segeltage waren lang und schön und wir sind froh darüber, dass wir uns so gut platzieren konnten.“

Auch in ORC1+2 stand der Sieger der Bestenermittlung bereits am Vortag fest. Die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn hatte eine dominante Serie gesegelt und konnte daher entspannt in den Abschlusstag starten; der Sieg war ihr nicht mehr zu nehmen. „Halbtrocken 4.0“-Skipper Michael Berghorn zog dementsprechend ein zufriedenes Resümee: „Anspruchsvolles Segeln mit böigen Winden mit über 30 Knoten haben gutes Bootshandling und eine gute Crew erfordert. Nach einer erfolgreichen Saison haben wir diese Herausforderung hier ganz gut bewältigen können.“

Die “Outsider” schob sich zum Abschluss noch auf Rang zwei. Foto: segel-bilder.de (Bild: nur für redaktionelle Verwendung © www.segel-bilder.de)

Auf Rang zwei konnte sich nach einem Sieg bei der Mittelstrecke die „Outsider“ von Tilmar Hansen vorschieben. Torsten Bastiansens X-41 „Sydbank“ reichte ein dritter Platz im Abschlussrennen nicht, um den zweiten Platz über alles zu halten. Auch hier zeigen die Punktabstände zwischen den Teams auf dem Podium, wie eng es bei dieser IDM – trotz kleines Feldes – zur Sache ging: „Outsider“ und „Sydbank“ trennten 0,7 Punkte.

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