Enger Spitzenkampf in Cardiff

Das Schweizer Team Alinghi hat mit dem Sieg bei der Extreme Sailing Series im walisischen Cardiff bereits den vierten Sieg in dieser Saison gelandet und steht damit souverän an der Spitze der Jahreswertung.

Der Triumph von Cardiff war die Krönung einer spannenden Auseinandersetzung von drei Teams, an deren Ende die Mannschaften von Alinghi, SAP Extreme Sailing (Dänemark) und Oman Air (Oman) lediglich durch vier Punkte getrennt waren.

An einem packenden Finaltag hatte sich „Alinghi“ mit Steuermann Arnaud Psarofaghis vor dem entscheidenden letzten Rennen einen minimalen Vorsprung von einem Zähler vor ihren dänischen Konkurrenten erarbeitet. Oman Air lag noch in Lauerstellung. Doch mit einem dritten Platz in der letzten Wettfahrt machten die Schweizer den Gesamtsieg klar. Der Sieg im finalen Rennen reichte Oman Air nicht mehr, um noch an die Spitze zu kommen. Und die Dänen mussten sich zum Abschluss als Vierte hinter Alinghi einreihen. Damit siegten die Schweizer vor den Dänen und dem Team aus dem Oman.

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„Der vierte Sieg in dieser Saison fühlt sich wirklich gut an“, sagte Psarofaghis. „Wir sind in Cardiff eigentlich nicht sehr gut gestartet, da unser Vorsegeltrimmer Nils Frei am ersten Tag eine Verletzung erlitten hatte. Wir haben uns aber aufgerappelt, und es ist toll, hier zum ersten Mal zu gewinnen.“

Für das viel versprechend gestartete SAP Extreme Sailing Team war Platz zwei am Ende eine bittere Enttäuschung. Die Dänen hatten vom ersten Tag an geführt und mit dem Sieg schon geliebäugelt. Ein Frühstart in der letzten Wettfahrt warf sie dann aber weit zurück. Den größten Teil des Rennens verbrachten sie anschließend am Ende des Feldes, konnten sich bis zum Zieldurchgang immerhin noch auf Rang vier vorarbeiten, was Rang zwei in der Gesamtwertung bedeutete.

„Die Stimmung war natürlich ziemlich mies, als wir als Frühstarter identifiziert wurden“, gab der enttäuschte Steuermann des Teams, Adam Minoprio, zu Protokoll. „Wir haben noch einmal alles gegeben, aber am Ende hatte Alinghi die Nase vorn. In der Saisonwertung liegen wir allerdings nur zwei Punkte hinter ihnen, und es stehen noch die beiden Events in San Diego und Los Cabos an. In Mexiko wird die doppelte Punktezahl vergeben. Jetzt gilt es, Stärke zu demonstrieren.”

Das SAP Extreme Sailing Team gewann immerhin die Zhik Speed Machine Trophy für die höchste erzielte Geschwindigkeit. Laut Messung durch SAP lag diese bei 34,3 Knoten.

Einen Platz auf dem Podium sicherten sich auch Phil Robertson und seine Crew von Oman Air. Das Team segelte am letzten Tag gleich viermal unter die Top-Drei. „Es war toll, dieses Event so abzuschließen“, sagte der begeisterte Skipper. „Wir verbessern uns von Act zu Act.“ Nach seiner Kenterung am Vortag ging das omanische Team am Montag mit dem britischen Segler Adam Pigott als Ersatz für den verletzten Großsegeltrimmer Peter Greenhalgh an den Start.

 

Endklassement Extreme Sailing Series Cardiff

  1. Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, 307 Punkte
  2. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Adam Minoprio, 304 Punkte
  3. Oman Air (OMA) Phil Robertson, 303 Punkte
  4. INEOS Rebels UK (GBR) Will Alloway, 282 Punkte
  5. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, 275 Punkte
  6. Team México (MEX) Erik Brockmann, 218 Punkte
  7. Team Wales (GBR) Olivia Mackay, 202 Punkte

Saisonwertung

  1. Alinghi (SUI) 57 Punkte
  2. SAP Extreme Sailing Team (DEN) 55 Punkte
  3. Oman Air (OMA) 51 Punkte
  4. INEOS Rebels UK (GBR) 46 Punkte
  5. Red Bull Sailing Team (AUT) 41 Punkte
  6. Team México (MEX) 35 Punkte
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