Erste TW-Trophäen sind vergeben

An Tag drei der Travemünder Woche gab es neben den Ligen auch die ersten Sieger auf den Dreiecksbahnen. Die Laser Standard und Laser Radial beendeten ihre Wettbewerbe, während die Laser-Jugend erst den Auftakt zu ihren Meisterschaften absolvierte. Vorentscheidungen vor dem morgigen Abschluss in ihren Klassen fielen bei den 505ern, Finns und Trias. Allerdings war es ein schwieriger Tag mit leichten und drehenden Winden, an dem zumindest die Klassen mit spätem Starttermin nun bedingt zum Zuge kamen.

Laser Standard und Laser Radial
Den Sieg bei den Laser Standard ergatterte souverän der Hamburger Leonard Stock: „Das war das Ziel. Die TW war ein gutes Training für die WM im Oktober vor Split. Da hoffe ich auf einen Platz unter den Top-15.“ Der 18-Jährige ist erst im Herbst vom Radial auf den Standard umgestiegen und muss sich noch an die größere Segelfläche gewöhnen. „Ein bisschen Gewicht muss ich noch machen. Zwei Kilo fehlen.“ Dennoch ist er als Mitglied der nationalen Junioren-Trainingsgruppe bereits auf einem hohen Niveau angekommen und trainiert auch schon bei Gelegenheit mit den Nationalmannschaftsseglern Philipp Buhl und Nik Willim mit. Zur TW war er am ersten und letzten Tag der Konkurrenz überlegen, ließ nur an Tag zwei andere Segler zum Tagessieg kommen. „In dem einen Rennen habe ich es nicht ganz geblickt und in der anderen Wettfahrt wurde ich auf der Zielkreuz geflaggt, musste noch einmal kringeln.“ Hinter Stock landeten die gleichaltrigen Tim Conradi (Duisburg) und Christoph Möhring (Münster) auf den weiteren Podiumsplätzen.
Im Laser Radial dokumentierte die Siegerehrung die Einstellung der Klasse zu den Regatten: Das Podium wurde nur bruchstückhaft besetzt. Siegerin Alexandra Behrens (Hamburg) fehlte, stattdessen rahmten der zweitplatzierte Florian Alert (Langenargen) und Sabrina Queren (Ostwürttemberg) eine Lücke ein.

Trias
Die Dreimann-Kielboote hätten mit einem weiteren möglichen Rennen ihre TW abschließen können, wollen aber noch einen Tag länger vor Travemünde segeln. Nach zwei Siegen am dritten Tag führt der Schweizer Mario Fattorini die kleine Flotte als Spitzenreiter in den Schlusstag.

505er
Vom Kurs Titelgewinn sind Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff bei den 505er kaum mehr abzubringen. Zwar machten sie in den beiden Montag-Wettfahrten nach einer bisher makellosen Serie ein paaar Fehler und wurden „nur“ Zweite und Vierte, aber 13 Punkte Vorsprung vor den beiden verbleibenden Rennen sollten reichen, um nach zwei Deutschen Meisterschaften nun auch die deutschen Bestenermittlung in Serie zu gewinnen. „Es war nicht ganz einfach heute: wenig Wind und starke Kanten, etwas unübersichtlich“, berichtete Jan-Philipp Hofmann. „Letztlich haben wir uns noch ganz gut behauptet. Aber wir ärgern uns ein bisschen über unsere eigenen Fehler. Es wäre mehr drin gewesen.“ Jeweils auf den Startkreuzen setzte das Duo die Wenden nicht optimal und musste so kurz vor der Luvmarke ein paar Konkurrenten durchlassen. Freuen durften sich die Düsseldorfer aber über die Jury-Entscheidung am Vorabend. Von Platz zehn wurden sie auf Rang eins gesetzt. Der Grund: Als einzige hatten sie nach einer Bahnänderung einen längeren, aber korrekten Kurs gesegelt. Damit stand ihnen der Rang eins zu, alle anderen wurden dahinter einsortiert – ohne Disqualifikation: „Ich denke, das war die beste Lösung für alle“, so Hofmann. Die weiteren Podiumsplätze nehmen vorerst Alexander Holzapfel/Stefan Worm (Koblenz) und Frederik Schaal/Felix Diesch (Überlingen) ein.

Finn
Kein neues Bild ergibt sich bei den Finns nach dem dritten Tag. Sieben Rennen sind gesegelt, sieben Mal heißt der Sieger Phillip Kasüske (Berlin). Dahinter hat sich Uli Breuer vom Rursee trotz eines Patzers fest etabliert. Nicolaus Schmidt (Hamburg) kann ebenfalls damit planen, morgen auf dem Siegerpodest zu stehen.

Laser Radial und Laser 4.7
Frisch ins Travemünder-Woche-Geschehen griffen die jugendlichen Laser-Segler bei ihrer Deutschen Jugendmeisterschaft ein. Doch der Start verlief holprig. Mühevoll konnten die Laser Radial im abnehmenden Wind zu einem Rennen über den Kurs gebracht werden. Die Wettfahrt der Laser 4.7 wurde abgebrochen, als der Wind den Dienst komplett einstellte. Dieser Renn-Versuch hat für ein Dutzend 4.7-Segler dennoch ein böses Nachspiel. Sie dürfen nach einem Frühstart auch beim Neustart am Dienstag nicht mitsegeln und können erst in der zweiten Wettfahrt einsteigen. Die Trainingskollegen Mewes Wieduwild (Schwedeneck) und Jesper Bahr (Lübeck) teilten sich zum Auftakt der Radial-Segler die Siege.

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