Historisches WM-Gold, überlegener Wahlsieg

Fabian Kirchhoff ist der Segler des Monats August. Der Europe-Segler sorgte im Sommer nicht nur für einen historischen deutschen Sieg bei der Weltmeisterschaft der Europes vor Kühlungsborn, sondern konnte sich bei der Wahl auf sail24.com auch auf seine große Fangemeinde verlassen.

34 Jahre hat Deutschland auf diesen Erfolg warten müssen: In der Europe hatten in den vergangenen Jahren die Skandinavier die Szene dominiert. Nur 1984 hatte Joachim Hellmich beim Heimspiel von Kiel das Gold nach Deutschland holen können. Doch Fabian Kirchhoff hatte sich in den vergangenen Jahren immer weiter an die absolute Weltspitze herangearbeitet. Im vergangenen Jahr eroberte er bereits das Podium, segelte zur WM auf den dritten Platz. Das fachte bei dem angehenden Lehrer das Feuer für den Leistungssport noch einmal kräftig an. Eigentlich hatte er die Pinne bereits aus der Hand geben wollen, um sich ganz auf den Beruf zu konzentrieren. Doch die WM im eigenen Land, vor Kühlungsborn, war noch einmal ein guter Grund, um noch ein weiteres Jahr dranzuhängen. Da Kirchhoff sein Referendariat in Flensburg leistet, war eine Kombination von Lehreramt und Segelsport auch möglich.

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Zur Kieler Woche zeigte Kirchhoff schon einmal, was in ihm steckt. Beim Gewinn der Silbermedaille vor Kiel musste er sich dem zweimaligen Weltmeister aus Norwegen, Lars Johan Brodtkorb, geschlagen geben. Und zur WM drehte der Deutsche voll auf. In den Allround-Bedingungen vor Kühlungsborn war die Beständigkeit der Schlüssel zum Erfolg. Zwar musste auch Fabian Kirchhoff früh einen Rückschlag verkraften, als er im zweiten Rennen durch die Jury ausgebremst und mit einem Penalty belegt wurde. Der 50. Platz hing danach wie ein Damokles-Schwert über dem Niedersachsen. Aber in den insgesamt sechs Rennen leisteet sich der Mann vom Dümmer keinen weiteren Patzer mehr. In der Liste stand zwar nur ein Tagessieg, aber das reichte, um Brodtkorb, der zwischen Top-Resultaten und mittleren Platzierungen schwankte, auf Distanz zu halten.

Der Erfolg wurde von den Usern von sail24.com groß honoriert. Da Kirchhoff in den vergangenen Jahren auch intensiv als Trainer tätig war und sein Wissen an die Jugend weitergegeben hat, konnte er auf eine große Fangemeinde bauen, die ihm ihre Stimme gab. Mit fast zwei Drittel der Stimmen ließ er die Konkurrenz aus den olympischen Klassen deutlich hinter sich.

Die Wahl-Ergebnisse:

1. Fabian Kirchhoff (Europe-Weltmeister): 63,71 Prozent

2. Theres Dahnke/Birte Winkel (Junioren-Weltmeisterinnen 470er): 19,1 Prozent

3. Tim Fischer/Fabian Graf (WM-Bronze 49er): 13,27 Prozent

4. Philipp Buhl (WM-Bronze Laser): 3,96 Prozent

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