Interboot: Mono- und Multi-Hulls für Neulinge

Jollen und kleine Kielschwerter auf der einen sowie Katamarane und Trimarane auf der anderen Seite bietet die internationale Wassersport-Ausstellung Interboot bei ihrer 57. Auflage vom 22. bis 30. September in Friedrichshafen am Bodensee.

Segeln lernen leicht gemacht, das ist das Ziel aller Interessenvertreter des Wassersports am Wind, um den Nachwuchs zu begeistern. Aber längst nicht nur Kinder und Jugendliche starten in den Segelsport. Auch Erwachsene suchen den idealen Einstieg. Dabei begegnen sie sehr schnell der Frage: Einrumpf- oder Mehrrumpfboot? Jollen und kleine Kielschwerter auf der einen sowie Katamarane und Trimarane auf der anderen Seite bietet die internationale Wassersport-Ausstellung Interboot bei ihrer 57. Auflage vom 22. bis 30. September 2018 in Friedrichshafen am Bodensee.

Segelschulen weltweit unterrichten Anfänger sowohl auf Jollen als auch auf Kats. Oft ist es abhängig von den örtlichen Begebenheiten, die der Segelinteressierte bei der späteren eigenen, selbstständigen Ausübung berücksichtigen sollte. Ein Revier mit Steganlage und unzugänglichem Uferstreifen spricht für einen Einrümpfer. Am offenen Strand kann dagegen der Katamaran gut zu Wasser gelassen werden. Eine Slipanlage (Rampe) genügt beiden. Ein Pluspunkt der klassischen Einrumpfboote ist die deutlich geringere Breite, die bei der Liegeplatzsuche schlicht genügsamer ist, aber auch bei Manövern zum Beispiel in engen Hafenausfahrten das Gefühl von mehr Sicherheit vermittelt. Der Trumpf der Multihulls ist das höhere Geschwindigkeitspotential. Schon bei leichten bis mittleren Winden entfalten sie eine Faszination für Speed, der nicht nur Youngster im Wettbewerb mit anderen Funsportarten erliegen.

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Ein innovatives Konzept aus Frankreich präsentiert Johannes Ersing Boot & Zubehör mit dem Segelboot ePoh. Es sieht nur auf den ersten Blick aus wie ein Trimaran, ist aber genaugenommen eine Jolle mit zwei Auslegern, die wie seitliche Stützen wirken, wenn die ePoh aus dem Gleichgewicht kommt und zu viel Krängung aufweist. Damit zielen die Konstrukteure auf sportliche Einsteiger, die sich durchaus von Beginn an eine Gleitjolle (Skiff) zutrauen, aber das typisch Wacklige noch aussparen wollen.

Eine Lanze für Mehrrumpfboote bricht Deutschlands größter Kathersteller Topcat aus Inning am Ammersee. Er zeigt die Interboot-Premiere K3X. Die Rumpfform des 4,92 Meter langen und 2,44 Meter breiten Boots wurde mithilfe von Computersimulationen (CFD) komplett neu entwickelt. Es ist zwar auf Solosegler zugeschnitten, bietet aber für Zweimann-Crews in Segelschulen und Bootsvermietungen das Modell Streamcut. „Wir spüren einen Trend zum Einhandsegeln, dem wir mit der bekannten wie beliebten Einfachheit unserer schwertlosen Boote nun mit dem K3X gerecht werden“, sagt Geschäftsführer Pablo Walden. „Für Familien und Einsteiger eignet sich aber auch der etwas kleinere K4X, den wir im Vorjahr neu konzipiert haben.“

Deutschlands meistverbreitete Erwachsenenjolle Ixylon ist in allen drei Ausstattungsvarianten Family, Fun und Regatta in Rothaushalle A1 zu sehen.  Die 5,10 Meter lange und 1,80 breite Kimmschwertjolle hat keinen Mittelschwertkasten und somit viel Bewegungsfreiraum im Cockpit, was Familien mit Kindern und Wasserwanderer zu schätzen wissen. Dazu gibt es auf der Messe noch die Ixybox zu sehen, eine Art Wohnwagen zum Transport nicht nur des Boots.

Eine feste Größe in puncto Schlauchbootkatamarane ist die Firma Grabner aus Haag in Österreich schon seit 60 Jahren. Nach Friedrichshafen bringt sie den neuesten Happy Cat Evolution, dessen Segeleigenschaften in einem wissenschaftlichen, hydrodynamischen Forschungsprojekt und intensiven Versuchsreihen optimiert wurden. Zwei Geübte brauchen keine halbe Stunde, bis das Boot aus dem Kofferraum segelfertig auf 4,65 Meter Länge und 2,20 Meter Breite aufgebaut ist. Außerdem kann man einen kleinen Außenborder anhängen.

Einen sehr ähnlichen Ansatz haben die niederländischen DinghyGo-Boote. Von den aufblasbaren Jollen sind alle drei Modelle auf der Messe zu bestaunen. Die kompakte Nomad S ist nur 2,30 Meter lang, die Nomad 3 mit 2,75 Meter ist die Nachfolgerin des Ursprungsmodells Beach 2. Als sportliche Version präsentiert DinghyGo die Orca mit einer Länge von 3,25 Meter, auf der sogar bis zu fünf Personen mitsegeln können. Auch hier ist ein Außenborder möglich, und das Prinzip lautet, aus der Tasche im Auto in rund 20 Minuten auf dem Wasser.

Die Interboot ist von Samstag, 22. September, bis Sonntag, 30. September, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

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