Segelfilm

Kinofilm “Vor uns das Meer”

Donald Crowhursts tragische Reise gehört sogar 50 Jahre später noch zu den großen Mythen der Segelgeschichte. Die Geschichte des gescheiterten Weltumseglers wurde jetzt mit Oscarpreisträger Colin Firth in der Hauptrolle verfilmt. Zum Kinostart verlosen wir 10x2 Freikarten

Die Reise des Donald Crowhurst

“Vor uns das Meer“ beginnt mit einem Gedanken, der sich unbemerkt im Kopf einnistet. Es ist der große Sir Francis Chichester, der auf einer Bootsausstellung eine beinahe schon philosophische Ansprache über die Herausforderungen der See und dem letzten Abenteuer hält, das Briten Ende der 1960er Jahre noch erleben können: Die Welt einhand und ohne Stopp zu umrunden. Chichester benötigte einen Stopp in Australien, und die Queen schlug ihn für die Leistung mit dem Schwert von Francis Drake zum Ritter. Welche Ehren, welches Renommee erwarten wohl denjenigen, der die Welt als Erstes ohne einen Zwischenstopp umsegelt und das jüngst ausgeschriebene Golden Globe Race gewinnt? In diesem Moment könnte die Geschichte in einen pathetischen Film über Donald Crowhurst abdriften. Doch Regisseur James Marsh ist es zu verdanken, dass dem nicht so ist. Er gibt Crowhurst, gespielt von Colin Firth, die Zeit, den Gedanken an die Weltumsegelung zu entwickeln.

Donald Crowhurst (Colin Firth) auf seinem Boot “Pot of Gold” (Bild: Studiocanal)

Marsh führt den Zuschauer in das Familienleben der Crowhursts ein, stellt den Familienvater nicht als verschrobenen Einzelgänger dar, sondern als Realist, der unbedingt zu seiner Familie zurückkehren möchte. Als jemanden, der seine Reise ganz genau plant und enthusiastisch sowohl das Boot als auch die Ausrüstung entwirft. Doch an dem Punkt, an dem der Zuschauer das Gefühl bekommt, dass Donald Crowhurst es schaffen sollte, beginnt Marsh mit der Inszenierung der Tragödie. Während Crowhurst auf der Leinwand nichts davon mitbekommt, verdichtet der Regisseur die Geschichte für den Zuschauer, streut Hinweise, dass nur das Scheitern des Protagonisten am Ende warten kann. Versäumnisse, Terminänderungen und Aussagen, die einzeln kaum ins Gewicht fallen, summieren sich auf. Erst kurz vor der Abreise, zur Mitte des Films, beginnt Crowhurst zu ahnen, dass sein Traum über ihn hinaus gewachsen ist. Doch zu diesem Zeitpunkt steckt er bereits zu tief in einem Geflecht aus Verpflichtungen und Erwartungen, dass es für ihn kein Zurück mehr gibt. Der rationale Mensch Crowhurst ist gezwungen, irrational zu handeln, ein halbfertiges Boot zu besteigen und in die Ungewiss­heit zu segeln.

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Der Sieger des damaligen Rennens, Sir Robin Knox-Johnston, hat den Film im Vorfeld gesehen und war sehr angetan. Mit uns sprach die Segellegende über das Golden Globe Race und über seinen Kontrahenten Donald Crowhurst.

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Zum Start des Films am 29. März 2018 verlosen wir 10×2 Freikarten für den Segelfilm des Jahres! Um die Kinotickets zu gewinnen, muss nur unser Gewinnspielformular ausgefüllt und unser Newsletter abonniert werden. Die Gewinner bekommen die Karten von uns zugeschickt. Teilnahmeschluss ist der 25. März 2018. Hier geht es zum Formular

Besetzung

Donald Crowhurst: Colin Firth
Clare Crowhurst: Rachel Weisz
Rodney Hallworth: David Thewlis
Stanley Best: Ken Stott
Wheeler: Jonathan Bailey
Elliot: Adrian Schiller
Dennis Herbstein: Oliver Maltman
James Crowhurst: Kit Connor
Rachel Crowhurst: Eleanor Stagg
Ian: Andrew Buchan
Arthur Bladon: Geoff Bladon

Regie: James Marsh
Drehbuch: Scott Z. Burns
Kamera: Eric Gautier
Musik: Jóhann Jóhansson

Filmlänge: 112 Minuten
Altersbeschränkung: FSK 6

Donald Crowhurst (Colin Firth) auf seiner Teignmouth Electron
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