„Mächtig einen rausgehauen“

Nicht zu viel, nicht zu wenig Wind und ein bisschen Welle, die wir kennen und die uns geholfen hat“, freuen sich Thore Kiesbye, Nils Drewniok, Christopher Schwab und Finian Erik Bohnhardt vom Flensburger Segel Club über fünf Siege in fünf Rennen bei der Youth Sailing Champions League am ersten Tag der Kieler Woche. In der...

Nicht zu viel, nicht zu wenig Wind und ein bisschen Welle, die wir kennen und die uns geholfen hat“, freuen sich Thore Kiesbye, Nils Drewniok, Christopher Schwab und Finian Erik Bohnhardt vom Flensburger Segel Club über fünf Siege in fünf Rennen bei der Youth Sailing Champions League am ersten Tag der Kieler Woche. In der Welle haben sie mehr Erfahrung als beispielsweise Teams von Seerevieren. „Die Flensburger haben mächtig einen rausgehauen“, zollt Oliver Schwall der Siegesserie der jungen Seglern Respekt. Ein erfolgreicher Segeltag mit spannenden Rennen und einem deutschen Team in Führung, blickt der Initiator der Sailing Champions League auf den Tag zurück.

21 Crews starten bei der Youth Sailing Champions League vor Kiel. Foto: Kieler Woche/ Sascha Klahn

Die Sonne sei zwar anstrengend gewesen, aber der Wind habe es nicht sehr schwierig gemacht. Schnell hatten die Flensburger ihren Rhythmus gefunden. „Wir haben auch ein bisschen Glück gehabt, wenn sich die anderen behakt haben“, erklären die Vier. „Das kann morgen ganz anders laufen.“ Das Feld aus 21 Teams aus neun Ländern bezeichnen sie als „gutes Feld“. Das Niveau stimme. Seit zweieinhalb Jahren segeln sie zusammen. „Wir haben immer viel Spaß dabei“, erklären sie ihr Erfolgsrezept. Sie wären zwar auch enttäuscht, wenn es nicht so gut laufe, setzen sich aber nicht unter Druck. „Auch wenn es natürlich mehr Spaß macht, vorne zu segeln.“ Morgen sei ein neuer Tag – auch für die anderen.

„Für die Kids sind solche Bedingungen ideal“, sagt Oliver Schwall über den gelungenen Start der Youth Sailing Champions League zur Kieler Woche direkt vor dem Hafen in Kiel-Schilksee. Die jungen Segler kommen meist nicht aus dem J70 Segeln und zum Eingewöhnen sei die schöne Seebrise perfekt gewesen. „Auch Optisegler sitzen im Kielboot. Nun sind sie plötzlich zu viert und müssen das Boot zusammen handeln.“

Wie an dem Liga Club Tønsberg Seilforening aus Norwegen sei erkennbar, dass diese das Ligasegeln ernst nehmen und nun auch der Nachwuchs bereits am Start ist, erklärte Schwall. „In anderen Nationen ist das Großbootsegeln sehr natürlich integriert. Das Multi Class Segeln macht Sinn für den Nachwuchs.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Youth Sailing Champions League auf der Travemünder Woche Premiere. Auch in diesem Jahr wird das Finale am Montag im neuen Finalsystem ausgetragen. Damit die Zuschauer den Sieger als solchen erkennen und nicht Punkte mitzählen müssen, wird das Finale nur von den bis dahin auf den Plätzen eins bis vier liegenden Teams ausgetragen. Wer als erstes zwei Siege im Finale segelt, ist der Sieger. Die Mannschaft, die bereits die Vorrunde auf dem ersten Platz beendet hat, bringt einen Sieg ins Finale mit ein und muss zum Gesamtsieg noch einen weiteren im Finale ersegeln, um so auf zwei Siege zu kommen. So kann es zwischen ein und vier Finalrennen geben und der Gewinner des letzten Finalrennens ist auf jeden Fall der Sieger. „Die Segler flippen schon an Bord aus“, freut sich Oliver Schwall über die Reaktionen der Segler bei dem neuen Format. „Es ist ein gutes Format für die mediale Inszenierung und besser für die Zuschauer.“

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