Mit der „Abora IV“ vom Kaukasus nach Ägypten

Schilfboot-Expedition soll Möglichkeit einer historischen Seeroute von Sotchi nach Alexandria beweisen

Bis vor wenigen Jahren ging man in der Archäologie davon aus, dass die großen Zivilisationen des Altertums für alle technischen Innovationen verantwortlich waren. Diese breiteten sich danach in die Levante, das minoische Kreta und noch später ins barbarische Europa sowie den Kaukasus aus. Heute kann gezeigt werden, dass diese Beeinflussung auch in umgekehrter Richtung von den frühesten Metallkulturen am Fuße des Kaukasus erfolgte. In diese Richtungen tendieren auch die Überlieferungen von Herodot, der älteste Handelskontakte der Ägypter bis ins östliche Schwarzmeergebiet beschreibt. Eine dieser Routen führte vom Fuße des Kaukasus über den Bosporus, den Dardanellen und über die Ägäis mindestens bis Kreta.

Diese Fernhandelsaktivitäten werden von vielen Archäologen immer noch ignoriert. Aus diesem Grund bereitet Dr. Dominique Görlitz eine neue wissenschaftliche Expedition vor, um die Richtigkeit der von Herodot aufgestellten Überlieferungen in der Praxis zu überprüfen. Auf den Spuren Herodots Beschreibungen über die Herkunft bestimmter Metalle aus dem Schwarzmeergebieten soll die Seereise der „Abora IV“, einem Schilfboot, dessen Vorgänger schon das Mittelmeer und den Atlantik durchquerten, von Sotchi über Kreta bis nach Ägypten gehen. Der Expeditionsstart ist für Anfang Juni 2019 am Fuße des Kaukasus geplant.

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Die Expedition soll in verschiedenen Etappe vom Kaukasus bis nach Ägypten führen.

Um die Expedition zu finanzieren, werden noch Unterstützer und Sponsoren gesucht, die verschiedene Pakete für ihre Unterstützung schnüren können, zum Teil mit Teilnahme an einigen Etappen.
Infos unter www.abora.eu

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