Oyster Yachts zahlungsunfähig

Der britischen Werft, die für ihre Luxusyachten bekannt ist, fehlt das nötige Geld, um den Betrieb aufrecht zu halten.

Die Werft Oyster Yachts steht vor dem Aus. Wie die britische BBC meldet, droht circa 150 Angestellten die Entlassung. Was die genauen Gründe für die Insolvenz der Werft mit Hauptsitz in Southampton sind, ist noch nicht bekannt. Spekuliert wird, das das Vertrauen der Kunden in die Marke Oyster durch den Kielverlust der Oyster 825 Polina Star III im Jahr 2014 zu stark beschädigt wurde. In der folgenden Aufarbeitung des Unfalls war herausgekommen, dass es zu Laminierfehlern in der Bodengruppe gekommen war. Demgegenüber stehen Aussagen der Werft, wonach die Auftragsbücher gut gefüllt gewesen seien. Das britische Magazin Yachting Monthly berichtet, das Auftragsvolumen hätte bei etwa 80 Millionen Pfund gelegen. Auf der boot in Düsseldorf, die Ende Januar 2018 stattfand, war Oyster noch mit der 745, der größten Segelyacht der Messe, vertreten gewesen.

Oyster 745 auf der boot Düsseldorf

Am Dienstagmorgen, den 6. Februar 2018, wurde auf der Internetseite der Werft ein kurzes Statement des Oyster CEOs David Tydeman veröffentlicht:

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It is with sincere regret that we advise that the Company has been unable to secure financial support to enable it to continue to trade at this time and it is looking at all opportunities available. Further information will be issued as soon as we can.

Auf deutsch etwa:

Wir bedauern zutiefst, dass das Unternehmen nicht in der Lage war, finanzielle Unterstützung zu erhalten, um zu diesem Zeitpunkt weiterhin handeln zu können, und es prüft alle verfügbaren Möglichkeiten. Weitere Informationen werden so schnell wie möglich erteilt.

In den letzten Jahren hatte Oyster mehrfach den Besitzer gewechselt. 2008 verkaufte Richard Matthews, die von ihm 1973 gergündete Werft, an die Investment-Firma Balmoral Capital für einen Preis von etwa 50 Millionen Britischer Pfund. Diese verkaufte Oyster im Jahr 2012 für knapp 15 Millionen Pfund an den heutigen Besitzer HTP Investments weiter.

 

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