Piraten-Jugend trotzt dem Herbst

Nebel, Flaute, zum Abschluss kräftige Böen: Die Piraten-Jugend bekam bei ihrer Deutschen Jugendmeisterschaft die volle Breitseite des Herbstes geboten. Doch die Flotte von 25 Duos meisterte die Bedingungen, segelte acht Wettfahrten, an deren Ende sich Emma Leja/Daria Vorobyova von der Müritz als neue Meister feiern lassen durften.

Allein die Austragung der IDJM durch den Blankenser SC auf dem Mühlenberger Loch ist ein eindrucksvoller Beleg, dass die Piratenklasse lebt. Im vergangenen Jahr musste eine IDJM mangels Meldungen noch ausfallen. Diesmal kamen trotz Corona 25 Crews an die Elbe. Sie meisterten nicht nur die Auflagen mit Maskenpflicht und Abstandsgebot an Land, sondern zeigten auch auf dem Wasser starke Leistungen. Schließlich ist das Strömungsrevier auf der Elbe alles andere als leicht zu segeln.

Enge Rennen wurden auf der Elbe geboten. Foto: Jan Kruse/segel-foto

Zunächst schien es, als würden die Hausherren bei herbstlichen Temperaturen und einer guten brise von 7 bis 10 Knoten einen Durchmarsch zum Titel antreten. Jonas Voß/Henri Neumann (SV Wedel-Schulau/Blankeneser SC) zeigten am ersten Tag eine makellose Bilanz, siegten in allen drei Rennen. Emma Leja/Daria Voroboya waren zwar ebenfalls stark unterwegs, handelten sich aber auch gleich die schwere Hypothek einer Frühstart-Disqualifikation ein.

Der aufziehende Nebel ermöglichte am zweiten Tag nur eine Wettfahrt. Foto: Jan Kruse/Segel-foto

Im Nebel des zweiten Tages fanden aber Leja/Voroboya den besten Kurs. In der einzigen Tageswettfahrt siegte das Müritzer Mädchenduo und brachte sich damit für den weiteren Verlauf der Meisterschaft in eine gute Position. Als dann an Tag drei nur eine schwache Brise über die Elbe zog, spielten die beiden ihre Trümpfe aus und setzten sich mit der Serie 2, 1, 1 an die Spitze des Feldes. Voß/Neumann segelten zwar stets in den Top-Ten, handelten sich aber vor dem Abschlusstag bereits Elf-Punkte-Rückstand ein.

Eine Wettfahrt hatte das Team um Wettfahrtleiter Thorsten Paech für den letzten Tag noch auf der Liste. Und die gelang, obwohl von der Ostsee bereits das Sturmtief heranzog. Von den kräftigen Böen ließen sich die neuen Meisterinnen nicht mehr vom Kurs abbringen. Mit einem dritten Platz zum Abschluss sicherten sie sich souverän den Titel vor Jonas Voß/Henri Neumann und Lilly Neumann/Nele Appel (Blankeneser SC/WSV Kollmar).

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