Premiere für sechs internationale Teams

Den Vormittag nutzten vier Mannschaften zur Vorbereitung auf den Großen Preis von Deutschland. Darunter zwei Teams, die sogar schon am Dienstag die Boote zum individuellen Intensiv-Training gechartert hatten. Diese Chance sicherten sich Lukasz Wosinskis polnisches Delphia Sailing Team und Max Gurgels Team VMax Racing vom Hamburger Segel-Club. Der 31-jährige Deutsche Matchrace Meister Max Gurgel sagte...

Den Vormittag nutzten vier Mannschaften zur Vorbereitung auf den Großen Preis von Deutschland. Darunter zwei Teams, die sogar schon am Dienstag die Boote zum individuellen Intensiv-Training gechartert hatten. Diese Chance sicherten sich Lukasz Wosinskis polnisches Delphia Sailing Team und Max Gurgels Team VMax Racing vom Hamburger Segel-Club. Der 31-jährige Deutsche Matchrace Meister Max Gurgel sagte vor seinem ersten Start im Match Race Germany am Donnerstag: „Das Training war uns wichtig. Wir kommen jetzt gut klar mit den Booten und sind auch schnell. Nur unser Timing ist noch ausbaufähig…“
Auch Lukasz Wosinski und seine Crew fühlen sich nach zwei Trainingseinheiten gut vorbereitet: „Wir sind zufrieden und freuen uns auf die Rennen. Wir sind einige Ups & Downs gesegelt und haben Vorstart-Duelle trainiert. Für uns war dieses Training vorab sehr wichtig, weil wir drei neue Crew-Mitglieder zu integrieren haben. Darunter einen, der aus dem olympischen 49er kommt und hier den Spinnaker fährt. Jetzt fühlen wir uns gut vorbereitet.“
Den Nachmittag nutzten alle weiteren Mannschaften auf den 40-Fuß-Yachten zur Vorbereitung auf die ersten Duelle am Donnerstag ab 9 Uhr vor Langenargen. Gesegelt wird zunächst wie im America’s Cup eine Round-Robin-Runde, in der jedes der zwölf Teams einmal auf jedes andere trifft, bevor die Besten die nächste Zwischenrunde erreichen.
Zu den Co-Favoriten zählt trotz längerer Matchrace-Pause die zweite deutsche Crew um Steuermann Markus Wieser vom Deutschen Touring Yacht-Club. Der 53-Jährige hatte das Match Race Germany 2001 gewonnen und rangierte über Jahre in den Top Ten der Matchrace-Weltrangliste. Wieser will es zum Jubiläum noch einmal wissen. Am Start ist mit Phil Robertson auch der amtierende Matchrace-Weltmeister. Der Neuseeländer steuert beim Deutschen Grand Prix allerdings nicht selbst, sondern greift als Taktiker des finnischen Teams um Steuermann Olli-Pekka Lumijärvi zum zweiten Mal nach 2012 nach dem wichtigsten deutschen Matchrace-Titel. Unter Schweizer Flagge greift Eric Monnins erfahrenes Albert Riele Swiss Team unter dem Stander des Segel Club Stäfa an. Die Eidgenossen hatten 2015 mit Platz zwei ihr bestes Ergebnis beim Match Race Germany erreicht, würden das aber liebend gerne noch einmal mit einem Sieg toppen. Für Österreich segelt Steuermann Max Trippolt mit seiner Crew vom Bregenz Yacht-Club. Und der warb schon vor dem ersten Startschuss um die Gunst der Zuschauer: „Wir hoffen auf viele Freunde und Bekannte am Bodensee, die uns unterstützen und noch mehr motivieren.
Die Wind- und Wetterprognose versprach für den Auftakt am Donnerstag (1. Juni) hochsommerliche Temperaturen und leichte Winde – ein Segelfest für die Aktiven und ihre Fans. Am Donnerstagabend beginnt im Regatta-Dorf im Langenargener Gondelhafen ab 20 Uhr auch die große Pfingstfest-Partyserie mit der BMZ-Night und den legendären Eschbach Buam bei freiem Eintritt zur Erdinger Urweisse Hütt’n. Die Veranstalter erwarten am langen Pfingstwochenende rund 30.000 Besucher im Langenargener Gondelhafen.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht