Sail United gewinnt “Stern des Sports”

Lübecker gewinnen "Stern des Sports" für die Bemühungen, die Inklusion im Wassersport zu fördern

Jeder Mensch, egal ob mit Behinderung oder ohne, kann surfen, segeln oder kiten! Davon ist man beim Lübecker Verein Sail United überzeugt. Um dies zu ermöglichen, wurde die Initiative „Mit Wassersport – gemeinsam barrierefrei“ ins Leben gerufen. Die Lübecker arbeiten dabei eng mit verschiedenen Partnern zusammen, um jedem Menschen den Weg auf das Wasser zu ebnen, unabhängig davon, welche Behinderung die Person mitbringt.

Im vergangenen Jahr präsentierte sich der Verein mit seinem Programm an drei Tagen der Travemünder Woche, erreichte damit ein großes Publikum. In Vorbereitung auf dieses Event hatte der Vereinsvorsitzende Tobias Michelsen auch die Gelegenheit genutzt, die Initiative im Rahmen des TW-Empfangs zur boot 2018 zu präsentieren. Und Michelsen hat prominente Unterstützung. Paralympics-Sieger Heiko Kröger trägt die Bedeutung des inklusiven Wassersports in die Welt.

In Kooperation mit Verbänden des Behindertensports, Wassersportvereinen und -schulen sowie Reha-Einrichtungen werden Menschen mit und ohne Behinderungen in verschiedenen Wassersportarten unterrichtet, vom Surfen, Segeln und Kajakfahren bis zu Trendsportarten wie Stand-Up-Paddling. Nicht sportliche Höchstleistungen stehen dabei im Vordergrund, sondern der Wille, alle gleichberechtigt teilhaben zu lassen und niemanden auszuschließen. Dafür wurde Sail United nun beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ mehrfach ausgezeichnet.

Den Wettbewerb „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Er ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Durch Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen den teilnehmenden Sportvereinen in den zurückliegenden Jahren insgesamt sechs Millionen Euro in Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu. Sail United hatte sich über den Erfolg auf Landesebene für den Bundesentscheid qualifiziert und wurde von einer Jury nun auf den zweiten Platz gesetzt. Das spielte dem Lübecker Verein nun eine Geldprämie von 7500 Euro zu. Zudem wurde Tobias Michelsen noch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, der zusätzlich mit 2000 Euro dotiert ist.

Das Engagement wird begleitet von der Volksbank Lübeck, dessen Vorstand Dr. Michael Brandt gemeinsam mit Heiko Kröger zur Siegerehrung gereist war. Die Ehrung nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin vor. Er überreichte den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2018 gemeinsam mit Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

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