Segeln meets Hockey: Warmlaufen für das Bundesliga-Finale

Einen Tag vor dem Start des Finales der Deutschen Segel-Bundesliga kam es auf der Hamburger Außenalster zum besonderen sportlichen Showdown: Die amtierenden Deutschen Meister im Segeln und im Hockey kämpften beim „Liga Alster Battle“ um Ruhm, Ehre und den Sieg.

Beim sportartenübergreifenden Wettkampf traten die Meister im Hockey (1. Damen vom Der Club an der Alster) in gemischten Teams mit den Meistern im Segeln (Norddeutscher Regatta Verein) und Journalisten gegeneinander an.

Auf diese Weise konnte nicht nur das Verständnis der unterschiedlichen Sportarten füreinander gestärkt werden, auch die Journalisten bekamen einen direkten Einblick in die Herausforderungen beim Segeln. Zwar meinte es Rasmus mit dem Wind nicht wirklich gut mit den Akteuren, denn die Alster lag den ganzen Tag über spiegelblank da. Doch damit war der Wettkampf umso mehr angefacht. In der ersten Wettfahrt des Tages gestattete Oliver Schwall, Geschäftsführer des Bundesliga-Vermarktes Konzeptwerft, das Pumpen und konnte so miterleben, mit welch körperlichem Einsatz sich Hockeyspieler und Journalisten für ihre segelerfahrenen Steuerleute in die Wanten warfen. In der zweiten Wettfahrt war dann Fingerspitzengefühl gefragt. Denn ohne besondere Vortriebsmittel mussten die Crews ihre J/70-Yachten über den Kurs navigieren und dabei den leichtesten Hauch erspüren.

Bei extrem leichten Winden war der Blick für die Böen gefordert. (Bild: Lars Wehrmann)

Der sportliche Wettkampf war vor dem Hintergrund des 150-jährigen Jubiläums des NRV ein Höhepunkt in der Verbindung des traditionsreichen Segelclubs an der Alster und dem Hockeyverein, Der Club an der Alster (DCADA), der einst aus dem NRV hervorgegangen war und im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. 1919 gründeten Mitglieder der „Alsterpiraten“ (ein Zusammenschluss jugendlicher Mitglieder des NRV) den Club an der Alster. Der NRV gründete somit den DCADA und beide Hamburger Clubs sind viel mehr als nur die Deutschen Meister ihrer Sportarten. Beide Clubs haben mittlerweile mehrere tausend Mitglieder und fördern neben dem Breitensport auch den Leistungssport.

„Hockey und Segeln sind wirklich sehr unterschiedliche Sportarten, aber wenn man mit anderen Sportlern zusammenkommt, hat man immer gleich einen guten Draht zueinander. Auch wenn wir heute nur wenig Wind hatten, sind wir doch ein paar gute Rennen gefahren. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, und ich würde es sofort wieder tun. Ich freue mich jetzt schon, wenn wir den Seglern das Hockeyspielen ,beibringen‘. Die Gegeneinladung steht“, sagte Friedrich Gröpper, Kapitän der 1. Herren vom Der Club an der Alster, nach der Siegerehrung. Oliver Schwall nahm diese Einladung für den NRV gerne an: „Wir freuen uns darauf, wenn wir uns im kommenden Jahr auf dem Hockeyplatz treffen. Heute war es seglerisch sehr schwierig. Das ist ein klarer Vorteil beim Hockey, denn da wird es kaum Spielausfälle wegen des Wetters geben.“

Generalprobe für das Podium: Die Teilnehmer der geselligen Regatta wurden mit Urkunde, Medaille und Pokal auf dem Originalpodest der Bundesliga geehrt. (Bild: Lars Wehrmann)

Spaß beiseite, jetzt wird es ernst, heißt es nun in den kommenden drei Tagen in der Segel-Bundesliga. Mit dem Finale der Ersten Liga entscheidet sich, wer 2018 die Meisterschale entgegennehmen darf. Beste Voraussetzungen hat der dreimalige Meister vom NRV. Der Titelverteidiger führt die Tabelle souverän an und kann bereits mit einem Mittelfeldplatz seinen vierten Titel gewinnen.

Alle Interessierten sind daher in den Norddeutschen Regatta Verein (Schöne Aussicht 37) eingeladen, um den Meisterschafts-Thriller in geselliger Public-Viewing-Atmosphäre zu erleben. Neben einer großen Leinwand stehen Snacks, Getränke und kleine Überraschungen bereit.

Wer nicht vor Ort sein kann, für den werden die Rennen am Freitag ab 12.00 Uhr und Samstag ab 11.00 Uhr live auf segelbundesliga.de übertragen. Ergänzend ermöglichen die SAP Sailing Analytics mit einem Live Leaderboard, 2D-Visualisierungen und GPS-Tracking Seglern, Fans und allen Interessierten das Renngeschehen jeder Zeit und überall zu verfolgen. Alle Ergebnisse ab Donnerstag auf sapsailing.com.

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